Die faszinierende Welt der Wendt & Kühn-Engel
In der Adventszeit erstrahlt Grünhainichen dank zahlloser Lichter. Funkelnder Schnee und üppige Flocken verzaubern das Engelsdorf in einen traumhaften Wald, fast wie in einem Märchen und Engel aus Holz schweben hinaus in die Welt. Man schrieb das Jahr 1923, als die heute weltbekannten Elfpunkte-Engel „geboren“ wurden. Elf Stück sind laut Tradition notwendig, denn ohne die weißen Tupfer ist der Himmelsbote keine Echtheit. Seit der Gründung der Manufaktur im Jahr 1915 hat sich an der Fertigung der berühmten Figuren fast nichts verändert. Mit dezenten Rundstäben aus Fichten- oder Buchenholz wird das Körpergerüst gebildet. Ärmchen, Beinchen, Löckchen und Instrumente verwandeln die Formen zu richtigen Himmelsboten. Schließlich werden die Mini-Staturen in große Fässer mit weißer Anstreichfarbe eingetunkt, wo sie dann ein paar Tage trocknen. Danach bekommen die Häupter der kleinen Engel eine brünette oder blonde Farbe. Die Röckchen und Säume werden ebenfalls koloriert. Das Bemalen ist der anspruchsvollste Teil der Herstellung, jeder Arbeitsschritt wird mit akribischer Genauigkeit ausgeführt. Das kleinste Teil, das je produziert wurde, war das Altoboe-Mundstück, das die Größe eines Stecknadelkopfes hat. Veränderung kommt dank des …
