Alle Artikel mit dem Schlagwort: Porzellan

(Porzellan-)Scherben bringen Glück!

Der eigentliche Sinn eines Polterabends ist das Zerbrechen von Porzellan, um einem zukünftigen Ehepaar Glück für die Ehe zu wünschen. Oft werden aber auch Blumentöpfe oder Keramikartikel zerschlagen. Daher auch das Sprichwort „Scherben bringen Glück“. Früher sollte der dabei entstandene Lärm böse Geister vertreiben, heute ist es lediglich ein spaßiges Ereignis für Verwandte und Freunde. In der Regel bringen die Gäste altes Porzellan bzw. Geschirr mit. Ungeeignet dagegen sind Gläser (Glas symbolisiert Glück, das nicht zerstört werden darf). Das Brautpaar muss die Scherben anschließend mit einem Besen zusammenkehren. Diese Geste soll sie auf die vor ihnen stehenden Aufgaben hinweisen. Manchmal wird auch eine Wäscheleine mit Babykleidung an der Eingangstür angebracht, als Andeutung auf einen Kindersegen. Wer dem Paar etwas schenken möchte, aber nicht zur Hochzeit geht, kann das Geschenk am Polterabend übergeben. Die Kleidung ist meist leger, da es ein lockerer Anlass ist. Findet der Polterabend direkt am Vorabend der Hochzeit statt, ist es dem Brautpaar natürlich erlaubt, die Feier frühzeitig zu verlassen, um am nächsten Tag erholt zu sein. Für das leibliche Wohl eignet sich …

300 Jahre „Porzellan in Deutschland“!

Dieses Jahr wird Porzellan in Europa 300 Jahre alt! Seit die Dresdner Manufaktur Meißen im 18. Jahrhundert den Anfang machte, feiert Porzellan bis heute weltweit Erfolge und ist beliebter denn je. Fast 300 Jahre dauert schon die Geschichte, die 1710 in der Albrechtsburg zu Meißen begann. Als erste Einrichtung ihrer Art in Europa setzte sie sowohl in der Formgebung als auch in den Gestaltungen ein Beispiel für alle später hinzukommenden Porzellanmanufakturen. Seit dem 13. Jahrhundert wurde Porzellan für die europäischen Fürstenhöfe und Königshäuser aus China importiert. Die Herstellung von Porzellan war damals nur dort bekannt. Nachdem das Geheimnis lange gehütet wurde, konnte in Europa 1708 eine neue Art der Anfertigung entwickelt werden. Der sächsische Kurfürst „August der Starke“ engagierte einen Apothekerlehrling, der angeblich aus Metall Gold herstellen konnte. Mit einem Forscher, der riesige Brennspiegel baute und durch sie sehr hohe Temperaturen erzeugte, machte er sich an die Herstellung des „Weißen Goldes“. Nachdem der Kurfürst verkündete, dass er eine Porzellanmanufaktur gegründet habe, entstanden weitere europäische Manufakturen. Eine eigene Manufaktur zu besitzen, galt zu der damaligen Zeit …