Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tischkultur

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Dänischer Designklassiker: Die Lyngby Vase

Aus skandinavischen Wohnzimmern ist sie kaum noch wegzudenken: Die Vase aus dem dänischen Lyngby. Ihre einfache, aber wahrlich einprägsame Form hat sie zu dem gemacht, was sie heute ist: Eine wahre Design-Ikone! Wir werfen für euch einen genaueren Blick hinter die Vase. Als die Porcelænsfabrikken Danmark – Lyngby Porcelæn 1936 in der gleichnamigen Stadt nördlich von Kopenhagen gegründet wurde, ahnte dort wohl noch niemand, welchen erfolgreichen Weg die Firma einschlagen würde. Schließlich gab es einige weitere Hersteller von Porzellan-Servicen und Vasen. Doch die edle Handwerkskunst, die hohen Qualitätsansprüche und technischen Feinheiten zahlten sich aus. Bis zur Schließung der Fabrik im Jahr 1969 hatte sich Lyngby Porcelæn in der dänischen Design-Welt etabliert. Nach mehr als 40 Jahren in der Porzellan-Versenkung folgte die Wiedergeburt! 2012 wurde die Fabrik wiedereröffnet. Seit 2016 lebt das wertvolle Design-Erbe zudem als Teil der Rosendahl Design Group weiter. Das Centerpiece von Lyngby war und ist bis heute die allseits bekannte Vase. Die hohe Popularität weltweit sucht ihresgleichen. Originale aus den Anfangsjahren sind rar gesäht und ein Fund auf einem Flohmarkt kommt schon …

Bibol 2

Design trifft Fairtrade: Bambus-Handwerk von Bibol

In unserer globalisierten Welt kommen viele Produkte des täglichen Lebens aus asiatischer Massenherstellung. Schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne sind dort leider immer noch der Normalfall. Mehr und mehr Menschen setzen deswegen bewusst auf fair produzierte Ware. Auch in unserer Tischkultur-Welt gibt es ein Paradebeispiel dafür: Die Firma Bibol. Little Moon. So wird die Gründerin von Bibol geheimnisvoll genannt. Bereits mit acht Jahren musste sie anfangen, auf dem Feld zu arbeiten – die Mithilfe aller Familienmitglieder zur Sicherung des täglichen Überlebens war in Vietnam damals, Ende der 1970er Jahre, bittere Realität. Mit 13 Jahren verließ sie ihr Heimatland mit dem Ziel Frankreich, lernte die französische Sprache, studierte, verbrachte ihr Arbeitsleben im Nachbarland Deutschlands. Nach zahlreichen Jahren in Frankreich kehrte sie mit ihrem Ehemann nach Vietnam zurück. Ihr gemeinsames Ziel: Die miserablen Arbeitsbedigungen zu ändern und gleichzeitig das traditionelle vietnamesische Handwerk in Frankreich, aber auch der Welt bekannter zu machen. Das Projekt Bibol war geboren. Seit 2007 entwickelten die beiden ihren Fair Trade-Traum. Genau das ist der größte Unterschied zu anderen vietnamesischen Firmen: Alle Arbeiter bei Bibol …

Fürstenberg Slider

Porzellan aus Leidenschaft: Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg

In unserer Konsumgesellschaft ist Geschirr in allen Formen und Farben beinahe an jeder Ecke preisgünstig zu erwerben. Qualität und Nachhaltigkeit bleiben bei diesen Produkten jedoch oft auf der Strecke. Anders bei der Porzellanmanufaktur Fürstenberg: Hier wird seit 1747 einzigartige Handwerkskunst produziert. Wir durften für euch einen exklusiven Blick in die Produktion werfen und die meisterhafte Herstellung in Handarbeit live erleben. Ein Schloss, idyllisch gelegen auf einem Hügel über der Weser. Ja, es gibt definitiv weitaus schlechtere Orte zum Arbeiten. Zugegeben: Das Schloss wird nicht mehr als Produktionsstätte genutzt. Es beheimatet heute ein Museum, das die Geschichte des Ortes und der Manufaktur nach den neuesten musealen und pädagogischen Ansprüchen vermittelt. Doch auch die modernen Produktionshallen fügen sich wunderbar ein in dieses ehrwürdige Ensemble. 100 Hände. So viele Schritte durchläuft jeder Teller, Becher oder jede Figur vom Entwurf bis zur Einlagerung. Und Hände ist genau das Stichwort: Denn der größte Teil der Produktion bei Fürstenberg ist Handarbeit. Nur so lassen sich auch kleinste Feinheiten der Porzellanobjekte modellieren und eine Perfektion bis ins letzte Detail erreichen. Beispielhaft möchten …

Inna Slider

Vom Azubi zur Geschäftsführerin: Innas Weg bei Lothar John Tischkultur

Einige von euch kennen sie sicher schon aus Laatzener Zeiten: Inna Heinrich. Nach vielen Jahren bei Lothar John Tischkultur ist sie nun seit Januar 2017 unsere Geschäftsführerin. Nach den ersten Monaten in neuer Position, ist es nun Zeit, sie euch mal genauer vorzustellen. Wie alles begann… Es war 1997, als die damals 17-jährige Inna ihren erweiterten Realschulabschluss in der Tasche hatte. Doch was sollte danach kommen? „In der Schule mochte ich sehr gerne Kunst und auch meine Lehrerin erkannte, dass ich in diesem Bereich begabt war. Sie war Stammkundin bei Herrn John und hat mich vermittelt. So kam ich zu Lothar John Tischkultur.“ Heute kaum noch vorstellbar: Ohne eine Bewerbung geschrieben zu haben, durfte sich Inna bei Herrn John persönlich vorstellen. Nach einem Gespräch bei Eis – auch das findet man heute wohl nicht mehr – bekam sie eine Lehrstelle zur Kauffrau im Einzelhandel. „Eigentlich wollte ich Schauwerbegestalterin werden und Schaufenster dekorieren. Doch meine Lehrerin überzeugte mich, dass ich meine künstlerische Neigung für Dekoration auch bei Lothar John Tischkultur anwenden könnte. Es war eine gute …

Papaya Slider

Zwei neue „P“ für Solid Color: Petrol und Papaya.

Vielfältig. Fröhlich. Bunt. So kennt man die berühmte Solid Color-Serie von Dibbern. Das farbenfrohe Geschirr ist mittlerweile seit 1982 auf dem Markt und wurde seitdem weltweit beachtet und mit Preisen geehrt. Der Porzellanliebhaber kann inzwischen aus über 40 Farben wählen – und regelmäßig kommen neue dazu. So auch dieses Jahr. Wir stellen Sie euch vor. Papaya. Das klingt nach Sommer, Sonne, tropischen Früchten. Über die Ansicht von Papaya lässt sich vor allem eins sagen: Diese Farbe bringt pure Freude auf den Tisch. Wenn euch ein sattes Orange zu grell ist, werdet ihr dieses sanfte Orange lieben. Papaya ist so eine der Trendfarben des Sommers! Der pastellartige Farbton lässt sich zudem wunderbar kombinieren – wie eigentlich alle Dekore der Solid Color-Farbpalette. Wie wäre es beispielsweise mit einem dunklen Ton? Dieser sorgt schon fast automatisch für eine Intensivierung der Farbe – wow! Doch auch ähnliche Pastelltöne, wie zum Beispiel Smaragd oder Türkis passen zu Papaya. Ebenso harmonisieren Grautöne, wie Lichtgrau, damit. Kräftig und intensiv. Im Unterschied zum hellen Papaya kommt Petrol in einem dunkleren Gewand daher. Doch …

Sommerfest Slider

Lothar John Inside: Sonne satt beim Sommerfest

Das Wetter zeigte sich von seiner perfekten Seite und so konnte es nur gut werden: Das alljährliche Sommerfest von Lothar John Tischkultur. Voller Vorfreude und mit viel Appetit im Gepäck kamen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von nah und fern am 6. August 2017 in unserem Garten des Bürogebäudes in Rethen zusammen. Welche Köstlichkeiten aufgetischt, worüber geredet wurde und welche Leckereien in unserem Garten gedeihen, all das erfahrt ihr nun im neuesten Blogpost. Was ist die wichtigste Zutat für ein Sommerfest? Richtig: Sonne satt. Und die verwöhnte uns ordentlich mit ihren wärmenden Strahlen. Unser Senior Lothar John eröffnete die sommerliche Sause mit einer kurzen Rede, in der er sich für die geleistete Arbeit der zurückliegenden Monate herzlich bedankte. Und wer hört nicht gerne lobende Worte vom Firmengründer? Freudig berichtete er von einigen befreundeten Golfspielern, die ebenso voll des Lobes waren über den exzellenten Service in unserem Geschäft in der Galerie Luise. Wunderbar! 🙂 Dann durfte (endlich? 🙂 ) nach Herzenslust geschlemmt werden: Aufgetischt wurden allerlei multikulturelle Köstlichkeiten, die regen Zuspruch fanden. Als Aperitif wurde ein klassischer …

Kähler Slider

Kähler Design – Traditionsreiche Keramikkunst aus Dänemark

Was in einer kleinen Werkstatt im dänischen Naestved begann, ist heute Teil einer glorreichen Designgeschichte. Die Firma Kähler Design kann auf eine über 175 Jahre währende Tradition zurückblicken. Wir wollen euch dieses tradtionsreiche Unternehmen näherbringen und zeigen, wie die Tradition heute gelebt wird. Kindhestegarde. So hieß die Straße, in der Hermann Joachim Kähler 1839 seine erste Töpferei eröffnete. Mit viel Begeisterung stellte er zunächst Gebrauchsgegenstände her – so war es damals für Töpfer üblich. Der erste „Kähler“ leitete die Firma bis ins Jahr 1872 und gab die Verantwortung dann seine Söhne ab. Einer der beiden, Hermann August Kähler, sollte das Unternehmen alsbald weltberühmt machen. Schon früh experimentierte er mit Glasuren und Lüsterfarben. Vor allem die rote hatte es ihm angetan. Und eine metallisch-rot glasierte Vase begeisterte auch das Publikum auf der Pariser Weltausstellung 1889. Hermann A. Kähler machte die rote Lüsterfarbe zum Markenzeichen der Firma – und vermarktete Kähler schnell international. Er war auf zahlreichen Ausstellungen vertreten, verhandelte mit Geschäftsleuten und hatte Anfragen von Museen. New York, Paris, Berlin und Brüssel sind nur einige Städte, …

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Aus gutem Holz geschnitzt: Kay Bojesens Spielzeugfiguren

Einige von euch werden sie noch kennen: Spielzeugfiguren aus Holz. Der dänische Designer Kay Bojesen setzte zu Lebzeiten seine ganze Hingabe und Leidenschaft in die Herstellung dieser verspielten Modelle. Seine kleinen und großen Werke sind bis heute beliebt – bei jung und alt. Wir möchten euch einen Einblick in Bojesens Schaffen geben. Bredgade 47. So hieß die Adresse in Kopenhagen, in der Kay Bojesen über Jahrzehnte seiner Kreativität freien Lauf ließ und so einzigartige Produkte erschuf. Doch beginnen wir zunächst mit den ersten Schritten seiner Designgeschichte. Bojesen erblickte im Jahr 1886 das Licht der Welt und wuchs bereits in einem kreativen Umfeld auf: Der Vater arbeitete als Verlagsdirektor, die Frau Mutter war Künstlerin. Er entschied sich, eine Lehre zum Silberschmied beim heute nicht minder bekannten Georg Jensen zu absolvieren, die er 1910 mit viel Anerkennung abschloss. In der Folgezeit arbeitete er unter anderem in Schwäbisch Gmünd und Paris. Ganz schön rumgekommen in jungen Jahren! Wie aber kommt ein Silberschmied dazu, Produkte aus Holz zu entwerfen? Sagen wir so: Sein Sohn war schuld. Der kleine Otto …

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EM 77. Eine Kanne schreibt (Design-)Geschichte

Fußball? Thermoskanne! EM77? Moment mal, da war doch gar keine Europameisterschaft, oder? Keine Sorge, die Geschichte des Fußballs muss nicht umgeschrieben werden. Vielmehr weiß der geneigte Kenner hochwertiger Designerstücke, dass es sich um die von Erik Magnussen 1977 entworfene Isolierkanne termokande für die dänische Firma Stelton handelt. Sie ist durch ihren hohen Wiedererkennungswert bis heute eine wahre Designikone. Farblich durch jede Generation neu interpretiert, feiert sie dieses Jahr ihr 40. Jubiläum. Und ihr feiert mit! Innovativ, farbenfroh, ideenreich Der in Kopenhagen geborene Magnussen absolvierte an der dortigen Kunstakademie eine Ausbildung zum Keramiker, die er 1960 abschloss. Für seine Abschlussarbeit erhielt er die silberne Medaille. Nach einem jahrelangen Engagement für Bing & Grønedahl (die seit der Fusion mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur im Jahr 1987 unter der bekannten Marke Royal Kopenhagen firmieren), stieß er Mitte der 1970er zu Stelton A/S. Dort kreierte er die in ihrer Form streng-reduzierte Thermoskanne mit den bis heute bekannten leuchtenden Farben. Doch die Kanne strahlte nicht nur, sie wartete sogleich mit zwei Innovationen auf: Die termokande wurde nicht nur aus dem damals neuen ABS-Kunststoff gefertigt, sondern …