Der Hoptimist verkörpert Freude, Optimismus und ein strahlendes Lächeln. Diese kleinen Figuren wurden in den späten 1960er Jahren von dem dänischen Holzdrechsler Hans Gustav Ehrenreich entworfen und sind seitdem ein fester Bestandteil der dänischen Designgeschichte. Sie verbreiten weltweit gute Laune und sind Symbole für Positivität.
Die Geschichte des dänischen Designers Hans Gustav Ehrenreich zeigt wie man durch Kreativität etwas erschaffen kann was bis heute Menschen begeistert.
Alles begann mit einem Vogel. Der dänische Designer Gustav Ehrenreich schuf 1968 die erste Figur namens Birdie. Danach gesellten sich das Mädchen Bimble, der Junge Bumble und der Frosch Kvak dazu, und seitdem sind zahlreiche weitere faszinierende Charaktere entstanden. Bimble ist das Mädchen mit lächelnden Augen; Bumble hingegen ist der aufmerksame Junge mit einem winzigen Stiel an seiner Mütze.
Bevor Ehrenreich seine berühmten Hoptimisten schuf, war er als Holzdrechsler in seiner Werkstatt tätig, wo jedes Produkt ein Unikat war. Er kreierte handgedrechselte Schalen mit Intarsien aus kleinen silbernen Fischen und verkaufte einzigartige Kunstwerke aus Holzsorten aus aller Welt.
Ehrenreich hatte damals eine klare Vision: Er wollte eine Figur schaffen, die immer daran erinnern sollte, positiv und optimistisch zu bleiben. In einer turbulenten Zeit war sein Design ein echter Lichtblick. Seine Grundidee, die Hoptimisten aus einem Kreis und einer Ellipse zu zeichnen, bildet das Fundament sowohl für die Klassiker als auch für die neuen Figuren.
Diese fröhlichen Hoptimisten haben sich fest in die dänische Designgeschichte eingebettet und verbreiten Freude, wohin auch immer sie kommen – ganz im Sinne der Vision ihres Schöpfers Gustav Ehrenreich.
Heute gibt es für jeden Anlass einen glücklichen Hoptimisten. Ob Tier-Hoptimist, Love- oder Smiley-Hoptimist, Lampen-Hoptimist oder sogar ein Brautpaar – die Auswahl ist vielfältig und sorgt dafür, dass Sie immer den perfekten Hoptimisten finden können, um Freude zu verbreiten. Das Ziel dieser Bewegung bleibt weiterhin bestehen: Freude zu verbreiten und anderen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Egal ob als Dekoration im Kinderzimmer, als Geschenk zum Valentinstag oder als originelle Hochzeitsdekoration – Hoptimisten sind vielseitig und bringen überall gute Laune mit sich.
Entdecken Sie die fröhlichen Hoptimisten in unserem Shop und holen Sie sich ein Stück dänische Designgeschichte voller Freude und Positivität nach Hause!
Im letzten Jahr feierten Wendt & Kühn das 100 jährige Jubiläum des legendären Elfpunkte-Engels. Grete Wendt hatte den Engel erstmals im Herbst 1923 entworfen. Wendt & Kühn tauchte tief in die Herstellung, die Geschichte und auch in das Wesen der Engel ein. Dadurch näherten wir uns Ihrer Gabe, Menschen auf der ganzen Welt mit Ihrer unbeschwerten Leichtigkeit, Kindlichkeit und Heiterkeit zu berühren. Nach einem Aufruf in der Manufaktur trafen über 900 Zuschriften von Sammlern und Sammlerinnen mit ganz persönlichen Geschichten zu den Lieblingsengeln ein. Viele erzählten von Erinnerungen aus schönen Kindheitstagen, wo die Engel im Kreise der Familie zur Weihnachtszeit aufgestellt worden waren, als diese von lieben Mitmenschen geschenkt wurden.
Ein bezaubernder Engel als Botschafter für Kinderrechte
Wendt & Kühn setzen deshalb Ihren am weltweit bekanntesten und stärksten Engel ein, um die Projekte der Stiftung World Childhood Foundation zu unterstützen. Mit der Kraft des Elfpunkte-Engels hoffen sie, auch Ihr Herz als Sammler oder Sammlerin zu erreichen. Der Engel, der eigens für diese Partnerschaft gestaltet wurde, und der die wichtige Botschaft der Stiftung in alle Welt tragen soll, ist wirklich ein ganz besonderer Engel.
Auf 25000 Stück begrenzt – In blond oder brünett – Kerze links oder rechts wählbar
Elf farbige Punkte
Anstatt der charismatischen elf weißen Punkte auf seinen grünen Flügeln trägt er erstmals in seiner über 100 jährigen Geschichte verschiedenfarbige Flügelpunkte. Integriert als ein zentrales Gestaltungselement der Stiftung als sichtbares Zeichen der gemeinsamen Werte, trägt der Engel in der Hand eine Kerze: Ihr Licht soll ein Zeichen für Wärme und Hoffnung sein.
Limitierte Edition
Diese einzigartige Edition ist als limitierte Auflage ab Mitte Mai 2024erhältlich und auf nur 25.000 Stück begrenzt. Auf der Bodenmarke der Figur ist die Nummer ersichtlich, ebenso auf ihrem grünen Schmuckkarton und im Begleitheft. Der Engel erscheint somit ebenfalls zum 25. Jahr des Bestehens der World Childhood Foundation .
Gemeinsam Gutes tun
4 Euro vom Verkaufserlös des Engels sind für die World Childhood Foundation Deutschland bestimmt! Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden gründete die World Childhood Foundation 1999 mitdem Ziel, das Recht der Kinder auf eine sichere und liebevolle Kindheit zuschützen und die Lebensbedingungen derjenigen Kinder zu verbessern, die von (sexualisierter) Gewalt bedroht und betroffen sind.
Zitat Ihrer Majestät Silvia von Schweden:
Ich wünsche mir, dass diese Vision uns alle beflügelt und uns jeden Tag die Kinder und Ihr Wohl in den Mittelpunkt stellen lässt. Möge die Liebe und Fürsorge für Kinder immer in unseren Herzen sein.
Wendt & Kühn elfpunktepost 38. Ausgabe
Den limitierten Engel mit farbigen Flügelpunkten findet ihr natürlich auch bei uns im Onlineshop. Wir wünschen viel Freude beim Entdecken!
Es gibt Marken, die begleiten einen durch Generationen. Und es gibt Marken, die eine Tafel in ein Erlebnis verwandeln.
Christofle gehört zweifellos dazu.
Seit fast zwei Jahrhunderten steht das Pariser Traditionshaus für feinstes Silber, für handwerkliche Perfektion – und für eine ganz besondere Form von Eleganz: zurückhaltend, kultiviert, zeitlos. Christofle ist kein lautes Luxusversprechen. Es ist ein leiser Anspruch an Qualität. Einer, den man sieht – und vor allem fühlt.
Eine Geschichte, die 1830 begann
Gegründet wurde Christofle im Jahr 1830 von Charles Christofle in Paris. In einer Epoche, in der Tischkultur Ausdruck von Stil und gesellschaftlichem Rang war, erkannte er das Potenzial einer neuen Technik: der hochwertigen Versilberung.
Ihm gelang es, diese Technik technisch zu perfektionieren und damit Silberwaren zugänglicher zu machen – ohne Kompromisse bei Qualität oder Ästhetik. Das war revolutionär. Plötzlich konnten nicht nur Adelshäuser, sondern auch anspruchsvolle Bürgerliche eine Tafel mit echtem Silber decken.
Was folgte, ist eine beeindruckende Entwicklung: Christofle fertigte für königliche Häuser, für Staatsoberhäupter, für legendäre Luxushotels und sogar für Ozeandampfer. Die Marke wurde zum Synonym für französische Tafelkultur – elegant, selbstbewusst und immer mit einem Gespür für Proportion und Form.
Bis heute wird in den Werkstätten mit einer Sorgfalt gearbeitet, die man sehen – und fühlen – kann. Moderne Technik unterstützt das Handwerk, ersetzt es aber nicht. Genau das macht den Unterschied.
Silber, das Generationen überdauert
Christofle steht für:
Massives Silber (Sterlingsilber)
Hochwertige Versilberung mit starker Silberauflage
Ebenso exzellent verarbeiteter Edelstahl
Präzise Handarbeit
Ikonisches, zeitloses Design
Sterlingsilber besitzt eine besondere Tiefe im Glanz – weich, warm, niemals grell. Versilberte Bestecke zeichnen sich durch eine besonders hochwertige Auflage aus, die für Langlebigkeit entwickelt wurde. Hier geht es nicht um schnellen Effekt, sondern um Substanz.
Doch auch Edelstahl hat bei Christofle einen besonderen Stellenwert. Die Edelstahlkollektionen überzeugen durch ihre außergewöhnliche Materialstärke, perfekte Oberflächen und eine Präzision, die man sofort erkennt. Sie sind pflegeleicht, alltagstauglich und gleichzeitig stilistisch auf höchstem Niveau.
Beliebte Linien wie Albi, Perles, Babylone, Jardin d’Eden, Malmaison oder Vertigo zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig das Design sein kann – von klar und architektonisch bis hin zu detailverliebt und ornamental.
Jedes Besteckstück liegt schwer und ausgewogen in der Hand. Jeder Löffel, jede Gabel trägt die Handschrift einer langen Tradition. Die Balance stimmt. Die Übergänge sind harmonisch. Nichts wirkt zufällig.
Dieses Material ist dafür geschaffen, über Jahrzehnte hinweg genutzt zu werden – es begleitet, entwickelt Charakter und wird mit der Zeit nur persönlicher. Silber gewinnt durch Patina an Tiefe, Edelstahl bewahrt seine klare Eleganz. Beides steht für Beständigkeit.
Gerade für Menschen, die Wert auf Material, Herkunft und Verarbeitung legen, ist das mehr als nur Besteck – es ist ein Stück Kulturgeschichte.
Design zwischen Klassik und Moderne
Was Christofle so besonders macht, ist die Balance zwischen Tradition und Innovation.
Die klassische Linie Albi wirkt klar, ruhig und architektonisch – inspiriert von französischer Baukunst. Perles hingegen spielt mit feinen Perlenreliefs am Rand und verleiht der Tafel eine subtile Raffinesse. Mit Jardin d’Eden zeigt sich die Marke opulent und detailreich – ein florales Muster, das fast wie eine Gravur wirkt. Malmaison greift historische Formen auf, während Vertigo mit seinem charakteristischen Ringelement einen modernen, skulpturalen Akzent setzt. Und Babylone bringt eine zeitgemäße, weiche Linienführung mit, die besonders harmonisch in modernen Interieurs wirkt.
Neben Besteck umfasst das Sortiment auch edle Accessoires und sogar Schmuckkollektionen. Armbänder, Ringe oder Anhänger aus Silber greifen die Designsprache des Hauses auf – fein, puristisch, unverkennbar französisch. So wird die Handschrift nicht nur auf dem Tisch, sondern auch am Handgelenk sichtbar.
Hier trifft Pariser Raffinesse auf zeitgenössischen Lifestyle. Ein Statement – ohne laut zu sein.
Warum Christofle mehr ist als Besteck
Eine festlich gedeckte Tafel erzählt Geschichten. Von Familienfeiern. Von Sonntagsessen. Von besonderen Momenten.
Besteck ist dabei mehr als ein Gebrauchsgegenstand. Es ist das Werkzeug, mit dem wir teilen, genießen, feiern. Und wenn dieses Werkzeug mit Sorgfalt gestaltet wurde, verändert sich das gesamte Erlebnis.
Silber altert nicht – es entwickelt Patina. Es trägt Erinnerungen. Es wird weitergegeben.
Ein hochwertiges Besteckset kann Jahrzehnte überdauern. Es begleitet Hochzeiten, Jubiläen, Taufen. Es wird vielleicht eines Tages an die nächste Generation übergeben – mit all den Geschichten, die daran hängen.
Und genau darin liegt der Zauber: Es ist kein kurzlebiger Trend. Es ist eine Investition in Beständigkeit. In Werte. In Haltung.
Für wen ist Christofle gemacht?
Für Menschen, die …
Qualität fühlen möchten
Handwerk schätzen
Design lieben, das Jahrzehnte überdauert
ihrer Tafel eine Seele geben wollen
Christofle passt nicht nur auf große Festtafeln – sondern auch in den Alltag, wenn dieser bewusst gestaltet wird. Edelstahlkollektionen sind ideal für den täglichen Gebrauch, während Silber und versilberte Varianten besonderen Momenten zusätzliche Tiefe verleihen.
Denn wahre Eleganz zeigt sich nicht im Anlass, sondern im Anspruch.
Fazit: Zeitlose Schönheit in Silber
Christofle verbindet französische Handwerkskunst mit moderner Ästhetik – in Silber, versilberten Ausführungen und hochwertigem Edelstahl. Es ist ein Symbol für Stil, für Tradition und für die Freude am schönen Tisch.
In einer Welt, in der vieles schnell austauschbar ist, wirkt diese Konsequenz fast wie ein Statement. Qualität bleibt. Design bleibt. Erinnerung bleibt.
Und vielleicht ist genau das heute wertvoller denn je: Sich Zeit nehmen. Den Tisch bewusst decken. Mit Besteck – und Accessoires –, die eine Geschichte erzählen und bereit sind, neue zu schreiben.
Christofle live erleben
Wer Silber nicht nur sehen, sondern fühlen möchte, ist herzlich eingeladen, die Kollektionen persönlich zu entdecken. In unserem Ladengeschäft in der Galerie Luise in Hannover können Sie die verschiedenen Linien vergleichen, das Gewicht in der Hand spüren und die feinen Unterschiede zwischen Silber, Versilberung und Edelstahl direkt erleben.
Und wenn Sie lieber von zu Hause aus auswählen möchten: In unserem Onlineshop finden Sie das gesamte Sortiment übersichtlich präsentiert – mit detaillierten Produktinformationen, Maßangaben und inspirierenden Bildern für Ihre ganz persönliche Tafel.
Manche Entscheidungen trifft man am besten nicht am Bildschirm – sondern am gedeckten Tisch. Und manchmal beginnt genau dieses Gefühl mit einem Klick.
Erik Magnussen war kein Designer, der gefallen wollte. Er wollte verstehen. Verstehen, wie Menschen Dinge benutzen, wie Handgriffe funktionieren und wie sich Alltag anfühlt. Aus dieser Haltung entstand ein Design, das bis heute überzeugt – leise, logisch und voller Selbstverständlichkeit. Kaum ein Entwurf verkörpert dieses Denken so klar wie die EM-Serie für Stelton und allen voran die legendäre EM 77 Isolierkanne.
Geboren 1940 in Kopenhagen, wuchs Erik Magnussen in einer Zeit auf, in der dänisches Design begann, sich international zu definieren. Funktion, Reduktion und Ehrlichkeit waren keine Trends, sondern Grundprinzipien. Nach seinem Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie entwickelte Magnussen früh eine klare Haltung: Design muss dem Menschen dienen – nicht umgekehrt.
Als er in den 1970er-Jahren für Stelton die EM 77 Isolierkanne entwarf, stellte er eine einfache, aber entscheidende Frage: Warum sollte man eine Kanne kippen müssen, um einzugießen? Die Antwort war revolutionär. Der eigens entwickelte Kippverschluss öffnet sich automatisch beim Einschenken – ein Detail, das den Alltag spürbar erleichtert. Kein Tropfen, keine zweite Hand, keine Ablenkung. Funktion in ihrer reinsten Form.
Die EM 77 wurde schnell mehr als ein Gebrauchsgegenstand. Sie wurde zu einer Ikone des dänischen Designs. Ihre klare Silhouette, die ausgewogenen Proportionen und die kompromisslose Funktionalität machten sie weltweit bekannt. Bis heute ist sie fester Bestandteil von Küchen, Büros und Konferenzräumen – nahezu unverändert, weil es nichts zu verbessern gab.
Ausgehend von der Isolierkanne entwickelte sich die EM-Serie für Stelton weiter. Tabletts, Zuckerdosen, Milchkännchen und auch der EM 77 Wasserkocher folgten derselben gestalterischen Logik. Auch hier zeigt sich Magnussens Anspruch: klare Linien, intuitive Bedienung und eine Form, die sich selbstverständlich in den Alltag einfügt. Der Wasserkocher ergänzt die Serie nicht als modisches Accessoire, sondern als funktionaler Partner – ruhig, präzise und langlebig.
Ein weiteres, weniger bekanntes, aber nicht minder beeindruckendes Werk Erik Magnussens ist die Schiffslampe. Sie zeigt eine andere Facette seines Schaffens: technisches Verständnis, Robustheit und eine fast maritime Klarheit. Auch hier verzichtet Magnussen auf alles Überflüssige und konzentriert sich auf Licht, Funktion und Zuverlässigkeit – Eigenschaften, die seine Arbeit insgesamt prägen.
Was all diese Entwürfe verbindet, ist ihre Zeitlosigkeit. Magnussen entwarf bewusst gegen Trends. Seine Produkte altern nicht, sie begleiten. Sie werden benutzt, nicht geschont. Und genau darin liegt ihre Qualität.
Erik Magnussen verstarb 2014, doch sein Denken lebt weiter – in jedem eingeschenkten Kaffee aus einer EM 77 Isolierkanne, in jedem Handgriff am Wasserkocher, in jedem Lichtschein einer seiner Leuchten. Für Stelton hat er nicht nur Produkte entworfen, sondern eine Haltung geprägt, die bis heute spürbar ist.
Die EM-Serie ist kein nostalgisches Designobjekt. Sie ist ein Teil des Alltags. Still, zuverlässig und ehrlich – genau so, wie Erik Magnussen Design verstand.
Entdecken Sie die EM-Serie von Erik Magnussen für Stelton, inklusive der berühmten EM 77 Isolierkannen, des EM 77 Wasserkochers und ausgewählter Klassiker, bei uns im Onlineshop oder persönlich in unserem Ladengeschäft in der Galerie Luise in Hannover.
David Chipperfield ist einer dieser seltenen Gestalter, die nicht nur formen, sondern Haltung zeigen. Sein Werk ist still, aber kraftvoll. Reduziert, aber voller Emotion. Er gehörte nie zu jenen Kreativen, die um Aufmerksamkeit buhlen – sein Einfluss entsteht aus Tiefe, Konsequenz und einer fast poetischen Präzision.
Geboren 1953 in London, aufgewachsen auf einer Farm in Devon, entwickelte Chipperfield früh ein Gespür für Landschaft, Materialität und den Rhythmus von Formen. Dieses intuitive Verständnis prägte seinen Blick auf Architektur – und später auf Design.
Nach seiner Ausbildung an der Architectural Association in London arbeitete er unter bedeutenden Gestaltern seiner Zeit, bevor er 1985 sein eigenes Büro gründete: David Chipperfield Architects. Heute zählt er zu den international renommiertesten Architekten, ausgezeichnet unter anderem mit dem Pritzker-Preis – dem “Nobelpreis der Architektur”.
Die Essenz seiner Gestaltung: Weniger, aber besser
Chipperfields Werke haben eine klare Sprache, die man sofort erkennt – nicht durch Effekte, sondern durch ihre stille Selbstverständlichkeit. Seine Gebäude wirken geerdet, präzise und beruhigend.
Was ihn auszeichnet:
1. Ein radikaler Respekt für den Menschen
Sein Design dient immer dem Nutzer. Es soll funktionieren, sich natürlich anfühlen, Orientierung geben und ein gutes Gefühl vermitteln.
2. Eine unverrückbare Klarheit
Nichts ist dekorativ, nichts ist beiläufig. Jede Linie hat Bedeutung, jedes Material wird bewusst gewählt.
3. Zeitlosigkeit statt Trends
Chipperfields Architektur und Produktdesign sind keine Modeerscheinungen. Sie altern nicht – sie reifen.
4. Harmonie und Proportion
Seine Arbeiten folgen einer architektonischen Logik: Ruhe, Balance und Struktur schaffen Vertrauen.
Diese Denkweise verbindet all seine Projekte, vom großen Museum bis zur kleinen Espressokanne.
Der Mensch hinter der Form
Chipperfield ist bekannt für seine ruhige Art – und für seine klare Haltung gegenüber Verantwortung. Er setzt sich für nachhaltiges Bauen ein, für kulturelle Sensibilität und für den bewussten Umgang mit Ressourcen.
Er glaubt daran, dass gute Gestaltung das Leben verbessern kann – nicht durch Luxus, sondern durch Ehrlichkeit.
Er ist jemand, der zuerst zuhört, beobachtet, versteht. Dann gestaltet er. Und genau deshalb fühlen sich seine Werke so authentisch an.
Warum seine Arbeit zu Alessi passt
Wenn man Chipperfield als Architekt kennt, versteht man sofort, warum seine Zusammenarbeit mit Alessi so harmonisch ist. Alessi verbindet seit jeher Technik, Emotion und Kultur. Chipperfield bringt dazu die architektonische Ruhe, die Genauigkeit und die tiefe Wertschätzung für Handwerk.
Er denkt Objekte wie kleine Gebäude: mit Struktur, Volumen, Rhythmus und einer fast meditativen Einfachheit.
So entstehen Serien, die Architekturen des Alltags sind – klar, warm und funktional.
Chipperfield als Übersetzer des Alltäglichen
Was ihn außergewöhnlich macht, ist sein Blick für das scheinbar Kleine. Er erkennt, dass eine Espressokanne am Morgen genauso wichtig sein kann wie ein öffentlicher Raum. Dass ein Besteck, das gut in der Hand liegt, die gleiche Sorgfalt verdient wie ein Museum.
Chipperfield nimmt Alltagsrituale ernst – und genau das spürt man in jedem seiner Alessi-Objekte:
Die Moka: ein Ruhepol für den Morgen.
Santiago: ein Besteck, das die Hand spürt, bevor das Auge es registriert.
Convivio: eine Tischlandschaft, die Menschen verbindet.
Tonale: Geschirr, das innere Gelassenheit ausstrahlt.
Piana: ein Stuhl, der Leichtigkeit und Präzision vereint.
Sein Einfluss: stille Präsenz statt großes Spektakel
David Chipperfield hat die Architektur- und Designwelt verändert, ohne jemals laut zu sein. Er wirkt wie jemand, der Dinge ordnet, statt sie zu überladen. Der Räume beruhigt. Der Alltagssituationen veredelt.
Er zeigt: Schönheit liegt nicht im Übermaß, sondern im Wesentlichen.
Sein Werk verkörpert jene Art von Ästhetik, die Menschen anspricht, die Wert auf Qualität, Ehrlichkeit und ruhige Eleganz legen.
Fazit: Ein Designer mit Tiefe und Seele
David Chipperfield ist ein Gestalter, der nicht nur baut oder formt – er schafft Atmosphären. Seine Architektur und seine Alessi-Designs sind Ausdruck einer Haltung, die uns in einer hektischen Welt Orientierung schenkt: Klarheit. Ruhe. Zeitlosigkeit.
Jedes seiner Objekte trägt die Kraft seiner Philosophie in sich – leise, aber beständig.
Arne Jacobsen gehört zu jenen Gestaltern, deren Werk weit über einzelne Produkte hinausreicht. Er prägte ein Lebensgefühl: die Klarheit, Ruhe und funktionale Schönheit, die wir heute als typisch skandinavisch wahrnehmen. Sein Design war nie reine Formensprache – es war Haltung. Eine Haltung, die Räume befreit, Objekte reduziert und gleichzeitig Wärme entstehen lässt.
Vom Architekten zum ganzheitlichen Gestalter
Geboren 1902 in Kopenhagen, begann Jacobsen seine Karriere als Architekt. Doch sehr früh zeigte sich, dass seine Vision größer war als das einzelne Gebäude. Er wollte alles gestalten: Räume, Möbel, Leuchten, Textilien – ein Zusammenspiel aus Architektur und Interior, das miteinander harmoniert und sich gegenseitig stärkt.
Seine weltberühmten Entwürfe wie der Egg Chair oder der Swan Chair entstanden für das SAS Royal Hotel in Kopenhagen – ein Ort, an dem Jacobsen jeden noch so kleinen Aspekt gestaltete. Diese ganzheitliche Denkweise machte ihn zu einem der einflussreichsten Designer des 20. Jahrhunderts.
Die Cylinda Line für Stelton – ein Meilenstein des modernen Designs
Wenn ein Werk Jacobsens seine Haltung besonders klar verkörpert, dann ist es die Cylinda Line, 1967 vorgestellt und bis heute ein Symbol für dänisches Design. Die Serie aus gebürstetem Edelstahl besteht aus Zylindern, Linien und absoluter Reduktion – nichts Überflüssiges, kein Ornament, nur pure Funktion.
Und gerade darin liegt ihre Poesie.
Warum die Cylinda Line so revolutionär war
Rein geometrisch gedacht: Jacobsen übersetzte Haushaltsobjekte in einfache Grundformen.
Material als Statement: Edelstahl steht für Präzision, Modernität und Beständigkeit.
Perfekt proportioniert: Jede Kanne, jedes Tablett ist ein Spiel aus Balance und Leichtigkeit.
Zeitlos bis heute: Kein Element wirkt veraltet – im Gegenteil, die Serie erscheint moderner denn je.
Die Cylinda Line umfasst unter anderem:
Kaffeekanne und Teekanne
Zucker- und Sahneset
Serviertablett
Cocktail- und Baraccessoires
Schüssel und Salatbesteck
Jedes Stück strahlt jene nordische Ruhe aus, die Arne Jacobsen so meisterhaft erschaffen konnte.
Mehr als Produkte – ein Vermächtnis für die skandinavische Design-DNA
Arne Jacobsens Einfluss endet nicht bei Möbeln oder Edelstahl. Er formte die Identität des skandinavischen Designs nachhaltig:
Minimalismus mit Seele: funktional, aber niemals kalt
Harmonie der Formen: durchdachte Proportionen als Grundlage jedes Entwurfs
Demokratisches Design: Schönes für den Alltag, nicht nur für Galerien
Ganzheitliches Denken: Ein Raum ist ein Gesamtkunstwerk
Besonders sichtbar bleibt sein Erbe auch in den ikonischen Uhren für Rosendahl, darunter Bankers Clock, City Hall und Station. Sie alle tragen Jacobsens Handschrift: klare Typografie, harmonische Anordnung, absolute Präzision.
Arne Jacobsen heute – aktueller denn je
Ob in modernen Wohnräumen, Designhotels oder Museen: Jacobsens Entwürfe sind lebendiger Bestandteil unserer Gestaltungskultur. Die Cylinda Line steht auf Küchenzeilen, die Egg Chairs in Lobbys, die Uhren in Büros – doch sie wirken nicht nostalgisch. Sie wirken aktuell.
Denn wirklich zeitlos ist nur das, was aus einer tiefen gestalterischen Überzeugung heraus entsteht.
Entdecken Sie Arne Jacobsen bei Lothar John – im Onlineshop und in der Galerie Luise
Wenn Sie die schlichte Eleganz der Cylinda Line oder andere ikonische Werke des dänischen Designs selbst erleben möchten, finden Sie bei uns eine exklusive Auswahl. In unserem Onlineshop von Lothar John Tischkultur präsentieren wir die Klassiker von Stelton, Rosendahl und weitere skandinavische Designmarken, die Jacobsens Geist weitertragen.
Und natürlich können Sie alle Produkte – von Edelstahl-Ikonen bis zu Designaccessoires – auch persönlich in unserem Ladengeschäft in der Galerie Luise in Hannover erleben. Dort spürt man die Materialien, die Proportionen, die Seele des Designs ganz unmittelbar.
Wenn man über modernes Design spricht, führt kein Weg an Philippe Starck vorbei. Kaum ein anderer schafft es, Funktion und Fantasie so miteinander zu verweben, dass selbst schlichte Alltagsgegenstände zu kleinen Wohnbegleitern werden. Seine Ideen wirken wie funkelnde Gedankensplitter – neugierig, verspielt und gleichzeitig voller Klarheit. Und genau damit hat er die Welt von Alessi geprägt wie nur wenige andere.
Starcks Entwürfe für die italienische Designmarke sind Ikonen geworden, aber vor allem sind sie eins: Zeichen seiner Liebe zum Leben. Denn in jedem Objekt steckt dieses Gefühl von Leichtigkeit, das an lange Sommerabende, warmes Holz und ein Zuhause erinnert, das atmet.
Ein Designer, der Geschichten formt
Starck arbeitet nie nur für die reine Funktion. Er erschafft Charaktere. Wesen, die man nah an sich heranlassen möchte. Dinge, die lächeln, ohne ein Gesicht zu haben. Seine Formen wirken wie aus einem Traum gefischt und dann behutsam in Metall oder Kunststoff gegossen.
Genau deshalb passen seine Entwürfe so wunderbar zu Alessi – einer Marke, die seit Jahrzehnten Geschichten auf den Tisch bringt. In dieser Begegnung von italienischer Lebendigkeit und Starcks poetischer Klarheit entsteht etwas Magisches: Design, das berührt.
Juicy Salif – die kleine Revolution
Wer je die Juicy Salif gesehen hat, vergisst sie nicht. Diese Zitronenpresse steht da wie ein außerirdisches kleines Wesen, das gerade auf einer silbrigen Spinne landet. Und doch: Sobald man sie berührt, fühlt sie sich selbstverständlich an.
Starck entwarf sie angeblich auf einer Papierserviette am Meer – inspiriert vom Geschmack frischer Calamari und dem Gedanken, wie Zitrone das Essen veredelt. Heraus kam ein Objekt, das die Grenzen zwischen Kunst und Küche verschwimmen lässt.
Juicy Salif ist nicht einfach ein Werkzeug. Sie ist ein Gesprächspartner, ein Statement, ein Funken, der die Fantasie anknipst.
Dédé – der stille Begleiter
Es gibt Objekte, die man unbewusst gernhat. Dédé, der charaktervolle Türstopper, gehört genau dazu. Mit seinen hockenden Beinen und den langen Armen wirkt er wie eine kleine Figur, die kurz innehält, um über das Leben nachzudenken.
In ihm steckt dieses charmante Starck-Gefühl: ein Hauch Humor, ein bisschen Melancholie und ganz viel Persönlichkeit. Dédé ist nicht nur ein Türstopper – er ist ein Mitbewohner, der sofort Sympathie weckt und dabei wohltuend zurückhaltend bleibt.
Wer skandinavische Wärme mag, wird Dédé lieben. Er bringt Ruhe ins Zuhause, ohne ein Wort zu sagen.
Max le chinois – das Meisterstück der Eleganz
Mit Max le chinois zeigt Starck, wie luxuriös Leichtigkeit sein kann. Dieses Standsieb – eine fast schimmernde Schale aus poliertem Edelstahl – wirkt wie eine Mischung aus Küchenwerkzeug und Kunstobjekt.
Die harmonische Rundung, die zarten Füßchen, der perfekte Glanz: Alles an Max le chinois erzählt von Handwerkskunst, Fantasie und der Freude am schönen Objekt. Es ist eines dieser Stücke, die man nicht im Schrank versteckt, sondern mit Stolz zeigt.
Starck verwandelt hier einen simplen Küchenhelfer in ein Objekt voller Eleganz und Verspieltheit – wie geschaffen für Menschen, die das Besondere suchen.
Warum Starck uns bis heute inspiriert
In einer Welt, die oft laut und schwer wirkt, erinnern uns Starcks Entwürfe daran, dass Design leicht sein darf. Sonnig. Überraschend. Und zutiefst menschlich.
Seine Objekte für Alessi sind mehr als Gebrauchsgegenstände – sie sind emotionale Momente, die man verschenkt, sammelt oder täglich genießt. Sie passen in moderne Stadtwohnungen genauso wie in liebevoll eingerichtete Landhäuser. Sie machen den Alltag heller.
Und vielleicht ist das das Geheimnis seines Erfolgs: Starck gestaltet Dinge, die uns spüren lassen, wie schön das Leben sein kann.
Ob eine freche Zitronenpresse, ein stiller Türstopper oder ein glänzendes Sieb – jedes Stück trägt ein Stück seines Herzens. Und genau deshalb fühlen sie sich in unseren Häusern so vertraut an.
Wo du diese besonderen Stücke findest
Und wer sich jetzt ein bisschen in diese besonderen Objekte verliebt hat, darf gern weiterstöbern: In unserem Onlineshop findest du die Designs von Philippe Starck für Alessi in aller Ruhe zum Entdecken und Vergleichen.
Und noch schöner – du kannst sie auch bei uns im Ladengeschäft in Hannover ganz persönlich erleben. Nimm die Objekte in die Hand, spüre ihre Formen, ihren Humor, ihre Eleganz. Genau dafür sind sie gemacht: um berührt zu werden.
Wir freuen uns auf deinen Besuch – online wie offline.
Mit einem feinen Gespür für Material, Form und Funktion prägte Aino Aalto (1894–1949) die finnische Designwelt nachhaltig. Als Architektin, Designerin und Mitbegründerin von Artek gehörte sie zu den prägenden Stimmen des modernen skandinavischen Gestaltungsdenkens. Ihr Stil war nie laut oder aufdringlich – er war leise, klar und von einer selbstverständlichen Eleganz geprägt. Alles, was sie entwarf, sollte das Leben der Menschen einfacher, schöner und langlebiger machen – Design für den Alltag, nicht für das Museum.
Geboren wurde sie als Aino Maria Mandelin in Helsinki. Nach ihrem Architekturstudium an der Technischen Hochschule arbeitete sie ab Mitte der 1920er-Jahre im Büro von Alvar Aalto, ihrem späteren Ehemann und kreativen Weggefährten. Gemeinsam entwickelten sie eine neue, moderne Formensprache, in der Architektur, Möbel und Gebrauchsgegenstände zu einer harmonischen Einheit verschmolzen. Doch Aino Aalto ging ihren eigenen gestalterischen Weg – still, konsequent und geprägt von einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen.
1935 war sie Mitbegründerin der Design- und Möbelmarke Artek, die bis heute für die Verbindung von Kunst, Handwerk und moderner Lebensweise steht. Doch bereits einige Jahre zuvor, 1932, begann ihre Zusammenarbeit mit Iittala, die bis heute ihren Namen trägt. Für die traditionsreiche finnische Glasmanufaktur entwarf sie eine Glasserie, die zum Symbol ihrer Philosophie wurde: klar, funktional und von natürlicher Schönheit.
Ihre erste Serie nannte sie „Bölgeblick“ – inspiriert von den konzentrischen Wasserringen, die entstehen, wenn ein Tropfen auf eine ruhige Wasseroberfläche fällt. Diese Bewegung übersetzte sie in Glas und schuf damit ein Design, das zeitlos und lebendig zugleich wirkt. Das Ergebnis war eine Glasserie, die nicht nur durch ihre schlichte Ästhetik besticht, sondern auch durch ihre Alltagstauglichkeit. Die Gläser sind stapelbar, robust und ergonomisch – geschaffen für den täglichen Gebrauch und dennoch von eleganter Leichtigkeit.
Bis heute wird diese Kollektion unter dem Namen Aino-Aalto-Serie bei Iittala produziert – fast unverändert in Form und Ausdruck. Ihre klaren Linien und das durchdachte Design stehen beispielhaft für den skandinavischen Anspruch, Schönheit und Nutzen zu vereinen. Es ist ein Design, das nie aus der Mode kommt, weil es nicht der Mode folgt.
Aino Aalto bewies, dass funktionale Gestaltung nicht kühl sein muss. Ihre Entwürfe strahlen Wärme und Natürlichkeit aus – Eigenschaften, die typisch für die nordische Ästhetik sind. Damit war sie eine der ersten Designerinnen, die das Fundament für das legte, was wir heute als Scandinavian Design kennen: schlicht, ehrlich und voller Respekt vor Material und Handwerk.
Wer ein Glas aus der Aino-Aalto-Kollektion in der Hand hält, spürt diesen Geist – die Verbindung von Form und Funktion, von Natur und Menschlichkeit. Es ist mehr als ein Trinkgefäß, es ist ein Stück Designgeschichte, das Generationen überdauert.
Diese zeitlosen Klassiker von Iittala finden Sie bei uns im Ladengeschäft in der Galerie Luise in Hannover – oder bequem in unserem Onlineshop. Entdecken Sie Aino Aaltos Entwürfe neu und bringen Sie ein Stück finnischer Designkultur auf Ihren Tisch.
Es gibt Entwürfe, die beeindrucken. Und es gibt solche, die bleiben. Alessandro Mendini (1931–2019) gehört zu den Gestaltern, deren Arbeiten uns im Alltag leise begleiten – mit Wärme, Witz und einer berührenden Klarheit. Der Mailänder Architekt, Designer und Theoretiker verband Kunst und Gebrauch zu einer Haltung: Design soll nützlich sein – und gut tun.
Die Idee hinter der Farbe
Mendini liebte das Spiel mit Mustern, Ornamenten und heiteren Tönen. Doch hinter dem fröhlichen Auftritt stand stets eine tiefe Wertschätzung für Handwerk, Material und Proportion. Er brach mit nüchterner Strenge, ohne auf Qualität zu verzichten: präzise Mechaniken, angenehme Haptik, langlebige Oberflächen – und dazu ein Augenzwinkern. Sein berühmter „Proust“-Sessel wurde zum Symbol dieser Denkweise: Klassische Form, poetisch neu gesehen.
Vom Stadtraum auf den Esstisch
Wie selbstverständlich Mendini Kunst in den Alltag holte, zeigt sich im öffentlichen Raum: 1994 gestaltete er im Rahmen des Kunstprojekts BUSSTOPS die Haltestelle Steintor in Hannover. Geometrien, Farbe, Rhythmus – eine kleine Bühne im Stadtraum, die Menschen freundlich empfängt. Diese Sprache taucht in seinen Haushaltsobjekten wieder auf: das gleiche Gefühl von Einladung, Ordnung und Leichtigkeit.
Die Ikonen für den Tisch
„Anna G.“ Korkenzieher – Ein Lächeln als Werkzeug
Mit Alessi erschuf Mendini eine Figur, die weltweit Herzen gewann: „Anna G.“ – ein Korkenzieher mit offenem Lächeln und ausgestreckten Armen. Das Besondere ist nicht nur der Charme, sondern das souveräne Handling: Der Griff liegt stabil in der Hand, die Bewegung ist intuitiv, die Mechanik zuverlässig. So wird das Öffnen einer Flasche zum kleinen, feierlichen Augenblick. Stil-Tipp: „Anna G.“ fühlt sich auf einer festlich gedeckten Tafel ebenso zu Hause wie beim Aperitivo auf dem Balkon. Ein farbiger Untersetzer oder ein Leinentuch in Naturtönen bringt die Figur wunderbar zur Geltung.
„Alessandro M.“ Korkenzieher– Die charmante Antwort
Als heiteres Gegenstück entwarf Mendini den „Alessandro M.“-Korkenzieher – elegant, farbenfroh, mit derselben freundlichen Präsenz. In der Formensprache spürt man die Nähe zu seinen Stadträumen: klare Linien, ikonische Silhouette, grafische Flächen. Oft wird erzählt, wie Muster und Farbigkeit der Steintor-Haltestelle den Blick auf spätere Objektentwürfe schärften – eine schöne Brücke zwischen öffentlicher Architektur und kultiviertem Tisch. In der Hand: Solide, ausgewogen, mit angenehmem Drehmoment – das ist Funktionalität, die man spürt. Für Kenner: Ein ideales Geschenk für Weinliebhaber, die Charakter und Gesprächswert schätzen.
Mendinis faltbare Etagere ist Skulptur und Servierhelfer zugleich: zusammengeklappt ein dekoratives Objekt, aufgefaltet drei stabile Ebenen für Feingebäck, Käse, Obst oder Petit Fours. Die Ebenen wirken ruhig und ausgewogen; der Bügel formt einen klaren Abschluss – so entsteht ein Zentrum auf dem Tisch, ohne sich aufzudrängen. Materialgefühl: Satte, glatte Flächen, sorgfältig verarbeitet – eine Haptik, die Vertrauen schafft. Anwendung: Ideal für Nachmittagskaffee, feine Vorspeisen oder die kleine Käseauswahl nach dem Essen. Nach Gebrauch mit einem weichen Tuch reinigen; so bleibt die Oberfläche lange brillant.
Moka Espressokanne – Architektonische Gelassenheit für die stille Stunde
Die Moka Espressokanne von Mendini für Alessi übersetzt italienische Kaffeekultur in klare, fast architektonische Geometrie. Die Proportionen sind ruhig, der Griff liegt sicher, der Ausguss gießt sauber. So wird das Zubereiten des Espresso zum kleinen Ritual – vertraut, beständig, wohltuend. Ritual-Tipp: Mit einer vorgewärmten Tasse und einem Tellerchen aus Porzellan wird aus dem Espresso ein Moment der Sammlung – perfekt, um den Tag stilvoll zu beginnen oder zu beschließen.
Qualität, die man spürt
Mendinis Entwürfe leben von sauberer Fertigung, gutem Material und ehrlicher Funktion. Wer Dinge liebt, die altern dürfen und dabei würdevoll schöner werden, findet in seinen Objekten zuverlässige Begleiter. Sie sind freundliche Gesten im Haus: präsent, aber nie laut; humorvoll, aber nie beliebig.
Für Menschen, die Geschichten lieben
Viele unserer Kundinnen und Kunden schätzen Produkte mit Herkunft – mit einer Geschichte von Händen, die präzise arbeiten, und von Köpfen, die über Zweck hinausdenken. Genau hier berührt Mendini: Er zeigt, wie Gebrauch, Erinnerung und Poesie auf dem Tisch zusammenfinden. Ein Korkenzieher, der lächelt. Eine Etagere, die sich entfaltet wie eine Anekdote. Eine Moka, die die Küche mit leisem Duft füllt.
Styling-Ideen für die Tischkultur im Mendini-Geist
Klare Basis, mutige Akzente: Kombinieren Sie stilles, weißes Porzellan mit einem farbigen Statement – etwa „Anna G.“ oder „Alessandro M.“ als Blickpunkt.
Ritual statt Routine: Machen Sie das Flaschenöffnen oder den Espresso zum bewussten Moment – ein kleines, wiederkehrendes Fest.
Ein Erbe, das warm bleibt
Mendini hat Design nicht neu erfunden – er hat es menschlicher gemacht. Seine Objekte sind aufmerksam und zugewandt: Sie funktionieren, halten stand und schenken uns dabei ein wenig Leichtigkeit. Für alle, die Handwerkskunst, Geschichte und Seele lieben, sind sie mehr als Produkte – sie sind Begleiter.
Entdecken Sie Alessandro Mendini bei Lothar John Tischkultur
Eine sorgfältig kuratierte Auswahl seiner farbenfrohen Designobjekte und ikonischen Alessi-Kreationen finden Sie bei uns – im Onlineshop von Lothar John Tischkultur oder direkt in unserem Geschäft in der Galerie Luise in Hannover.
Es gibt Designer, die mit Linien experimentieren. Und es gibt Kay Bojesen, der Linien lächeln ließ. Mit seinen Holzfiguren hat er etwas geschaffen, das weit über Design hinausgeht – kleine Persönlichkeiten, die mit ihrem Charme Herzen berühren und Geschichten erzählen. Bojesens Figuren sind keine bloßen Objekte. Sie sind Erinnerungen in Holz, Sinnbilder skandinavischer Lebensfreude und Ausdruck einer zeitlosen Form von Menschlichkeit.
Ein Mann, der das Lächeln formte
Kay Bojesen, geboren 1886 in Dänemark, begann seine Karriere als Silberschmied – ein Handwerk, das Präzision, Geduld und Gefühl vereint. Doch schon bald fand er seine wahre Leidenschaft: das Arbeiten mit Holz. Er wollte etwas schaffen, das nicht nur schön, sondern lebendig ist. Etwas, das den Menschen Freude bereitet – Tag für Tag, Generation für Generation.
Seine Philosophie war einfach und tief zugleich: „Die Linien sollen lächeln.“ Und genau das tun sie. Ob der verspielte Affe, der sanfte Elefant oder der neugierige Bär – sie alle scheinen ein Stück Seele in sich zu tragen. Man hat das Gefühl, sie könnten jeden Moment blinzeln oder sich leise bewegen.
Der Affe – ein Freund fürs Leben
Der wohl bekannteste Entwurf von Kay Bojesen ist der Affenjunge mit den langen Armen. 1951 entworfen, um Kindern eine Garderobe auf Augenhöhe zu schenken – und doch wurde daraus weit mehr: ein Designklassiker, ein Symbol für Lebensfreude, Humor und Herzenswärme.
Dieser Affe steht heute in Wohnzimmern, Büros und Kinderzimmern auf der ganzen Welt. Mal sitzt er keck auf einem Regal, mal hängt er kopfüber an einem Haken, als wolle er sagen: „Nimm das Leben nicht zu ernst!“
Jeder Affe ist ein Unikat. Das fein geölte Holz, die natürliche Maserung, die handwerkliche Präzision – all das verleiht ihm seine unverwechselbare Persönlichkeit. Er wird nicht älter, er wächst einem einfach ans Herz. Ob in klassischem Teak und Limbaholz, in heller Eiche oder dunklem Nussbaum – der Ausdruck bleibt derselbe: freundlich, echt, charmant.
Eine Familie aus Holz – voller Charakter und Seele
Kay Bojesen hat im Laufe seines Lebens eine ganze Familie liebenswerter Figuren geschaffen. Jede von ihnen trägt ein Stück seiner Haltung: die Freude am Leben, den Respekt vor der Natur und den Wunsch, Gutes zu schaffen, das bleibt.
Der Elefant – rund, ruhig und treu. Er steht mit seinem sanften Blick für Stärke, Geduld und Zusammenhalt.
Der Bär – mit offenen Armen und einem herzlichen Ausdruck. Er symbolisiert Geborgenheit, Vertrauen und Wärme.
Der Dackel – charmant, selbstbewusst, immer ein wenig verschmitzt. Ein echter Charakterkopf unter den Bojesen-Figuren.
Die Vögel (Songbirds) – bunt, klar und harmonisch. Sie bringen Leichtigkeit und Freude in jedes Zuhause – kleine Botschafter des Optimismus.
Diese Figuren erzählen keine lauten Geschichten, sie flüstern sie – still, freundlich und ehrlich. Man spürt, dass sie aus einer Zeit stammen, in der Handwerk noch Hingabe bedeutete und gutes Design etwas mit Haltung zu tun hatte.
Skandinavisches Handwerk, das Herzen wärmt
Alle Figuren werden bis heute aus hochwertigem, verantwortungsvoll gewonnenem Holz gefertigt. Sie sind handgearbeitet, liebevoll poliert und sorgfältig geölt, damit ihre natürliche Schönheit erhalten bleibt. Keine Figur gleicht der anderen – jede trägt die Handschrift der Natur und die Wärme des Handwerkers, der sie gefertigt hat.
Diese Authentizität ist es, die Bojesens Werke so besonders macht. Sie passen nicht nur in moderne, minimalistische Räume, sondern auch in klassische Interieurs, in denen Wertschätzung und Geschichte spürbar sind.
Für viele Menschen – besonders für jene, die Handwerkskunst mit allen Sinnen erleben – sind Bojesens Figuren mehr als Dekoration. Sie sind ein Stück gelebter Kultur, eine Verbindung zu Werten, die heute selten geworden sind: Beständigkeit, Ehrlichkeit und Freude am Einfachen.
Geschenke mit Herz und Bedeutung
Bojesens Figuren sind perfekte Geschenke – für kleine wie für große Menschen. Sie begleiten durchs Leben und erzählen davon, wie wichtig es ist, das Kind in uns zu bewahren.
Zur Geburt oder Taufe: Der kleine Affe oder der Bär – als Symbol für Liebe und Geborgenheit.
Zum Jubiläum oder Ruhestand: Der Elefant – als Zeichen für Stärke, Weisheit und Loyalität.
Zum Einzug: Die farbenfrohen Songbirds – ein Gruß an neue Anfänge und Lebensfreude.
Für Sammler:innen: Kombinationen aus mehreren Figuren, die im Zusammenspiel lebendige Geschichten erzählen – charmant, humorvoll und voller Charakter.
Ein Geschenk von Kay Bojesen ist immer persönlich. Es spricht nicht laut, aber es bleibt. Und mit jedem Blick darauf erinnert man sich an einen besonderen Moment – oder an einen besonderen Menschen.
Pflege mit Gefühl
Damit Ihre Holzfiguren über Jahrzehnte ihre natürliche Schönheit bewahren, genügt ein wenig Achtsamkeit: Ein weiches, trockenes Tuch zum Abstauben, etwas Holzöl für die Pflege – mehr braucht es nicht. Sonne und Feuchtigkeit mögen sie nicht besonders, dafür lieben sie helle Plätze und freundliche Gesellschaft.
Fazit: Kleine Figuren, große Gefühle
Kay Bojesen hat es geschafft, mit wenigen, weichen Linien das Leben selbst einzufangen. Seine Affen, Elefanten, Bären und Vögel bringen Wärme in jedes Zuhause und schenken jedem, der sie ansieht, ein stilles Lächeln.
Sie sind ein Stück skandinavische Seele – ehrlich, liebevoll und zeitlos schön. Vielleicht liegt genau darin ihre Kraft: Sie erinnern uns daran, dass Freude in den einfachsten Dingen wohnt – in einem Stück Holz, das lächeln kann.
Wer diese besonderen Figuren einmal in der Hand gehalten hat, spürt sofort: Das ist kein gewöhnliches Designobjekt. Das ist ein Freund fürs Leben – geschaffen, um Generationen zu verbinden.
Entdecken Sie Kay Bojesen bei Lothar John Tischkultur
Eine sorgfältig kuratierte Auswahl seiner charmanten Holzfiguren und Designobjekte finden Sie bei uns – im Onlineshop von Lothar John Tischkultur oder direkt in unserem Geschäft in der Galerie Luise in Hannover.
Lassen Sie sich inspirieren von den Klassikern des dänischen Designs und finden Sie Ihren ganz persönlichen Lieblingscharakter von Kay Bojesen – zum Verschenken, Sammeln oder einfach zum Liebhaben.
Grete Wendt gilt als eine der prägendsten Gestalterinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Figuren, die bis heute liebevoll in Handarbeit entstehen, verbinden künstlerischen Ausdruck, handwerkliche Präzision und eine stille, poetische Schönheit. Geboren 1887 in Grünhainichen im Erzgebirge, wuchs sie in einer Umgebung auf, in der Holz und Handwerk fest zum Alltag gehörten. Schon früh zeigte sich ihr Sinn für Form, Farbe und Komposition. Nach ihrer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Dresden gründete sie 1915 gemeinsam mit Margarete Kühn die Manufaktur Wendt & Kühn – mit dem Ziel, Holzfiguren zu erschaffen, die Seele besitzen und Emotionen wecken.
Gestaltung mit Charakter
Grete Wendt war eine Pionierin ihrer Zeit. Sie verband traditionelle erzgebirgische Handwerkskunst mit einer modernen, klaren Gestaltungssprache. Ihre Figuren bestehen aus gedrechselten, geschnittenen und fein geschliffenen Einzelteilen, die sie zu harmonischen Kompositionen zusammenfügte. So entstanden Charaktere mit Ausdruck, Bewegung und Persönlichkeit – kleine Kunstwerke, die Geschichten erzählen.
Berühmt wurden ihre Engel mit den grünen Flügeln und elf weißen Punkten. Diese Musikanten-Engel, die seit 1923 gefertigt werden, gelten bis heute als Sinnbild für Zuversicht, Frieden und Harmonie. Daneben zählen die zarten Blumenkinder, der Beerensammler und die kunstvolle Weihnachtskrippe „Engelberg mit Madonna“ zu ihren bedeutendsten Werken. Letztere wurde 1937 auf der Weltausstellung in Paris mit einer Goldmedaille ausgezeichnet – ein Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens.
Entwicklung von Wendt & Kühn in den letzten Jahren
Das Unternehmen Wendt & Kühn ist bis heute ein familiengeführter Betrieb und bleibt seiner Tradition am ursprünglichen Standort in Grünhainichen treu. Rund 400 verschiedene Figuren gehören mittlerweile zum Sortiment. In den Werkstätten entstehen sie noch immer in feinster Handarbeit – vom Drechseln und Schleifen bis hin zur liebevollen Bemalung jedes einzelnen Details. Diese Hingabe zum Handwerk ist das Herzstück der Marke und macht den unverwechselbaren Charakter jeder Figur aus.
Die Marke positioniert sich sowohl im klassischen Weihnachts- und Sammlermarkt als auch im Wohndesign-Bereich. Gleichzeitig achtet das Unternehmen darauf, die traditionellen Herstellungsschritte – von der Auswahl des Holzes über das Drehen und Schneiden bis zur Bemalung – in den Werkstätten zu erhalten und sichtbar zu machen. Jede Figur trägt den Geist von Beständigkeit, Qualität und Zeitlosigkeit in sich.
Heute stehen die Figuren von Wendt & Kühn für eine besondere Form von Wohnkultur: Sie sind mehr als reine Dekoration – sie sind Botschafter einer stillen, wertschätzenden Lebensart. Die klaren Formen und harmonischen Farben passen wunderbar zu modernen, skandinavisch inspirierten Wohnstilen und bringen zugleich ein Stück erzgebirgische Seele in jedes Zuhause.
Bedeutung für Design- und Wohnkultur
Grete Wendt hat es verstanden, aus Holzfiguren Kunstwerke zu machen, die Wärme, Freude und Persönlichkeit ausstrahlen. Ihre Entwürfe sind Ausdruck von Handwerkskultur, Materialbewusstsein und einem feinen Sinn für Balance. In einer Zeit, in der vieles schnell und austauschbar geworden ist, erinnern ihre Figuren an das, was bleibt – an Wertigkeit, Ruhe und das Schöne im Einfachen.
Auch Jahrzehnte nach ihrem Tod prägt ihr Stil die Kollektionen von Wendt & Kühn bis heute. Jede Figur, die in den Werkstätten gefertigt wird, trägt etwas von der Seele ihrer Gründerin in sich.
Bei Lothar John Tischkultur präsentieren wir eine sorgfältig kuratierte Auswahl dieser besonderen Figuren – sowohl in unserem Ladengeschäft in der Galerie Luise in Hannover als auch in unserem Onlineshop. Dort entdecken Sie die Vielfalt der Entwürfe von Grete Wendt: Engel, Blumenkinder und Sammlerstücke, die Generationen verbinden und in jedem Zuhause eine Geschichte erzählen.