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Becherserie TOUCHÉ von FÜRSTENBERG

Die filigrane Becherserie TOUCHÉ ist seit Frühjahr 2012 eines der Aushängeschilder der Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG. Aus hauchdünnem Manufakturporzellan gefertigt, zeichnen sich die Becher durch eine kunstvolle Optik aus. Mit der reduzierten Formensprache, ihrer matt polierten Außenseite und der glänzenden Innenglasur erfreut TOUCHÉ die Augen und Fingerspitzen. Das zarte Material liegt dank der leichten Scherbenstärke nahezu schwerelos in der Hand. Und während Tee oder Kaffee heiß und Cocktails oder Sekt kühl gehalten werden, bleibt das Äußere des Bechers angenehm temperiert. Um die besondere Optik zu erzielen, haben die Manufakturmeister von FÜRSTENBERG die Becher außen matt poliert. Ihr spezieller Thermoeffekt, der durch die doppelwandige und dennoch extrem leichte Ausführung entsteht, zeugt von technischer Raffinesse. Die Artikel sind auch mit verschiedenen Reliefausführungen in Schwarz und Weiß erhältlich.

Bild: Fürstenberg

Weil das Jahr 2012 im chinesischen Horoskop das Jahr des Drachen ist, hat FÜRSTENBERG seiner Serie noch ein exklusives Einzelstück hinzugefügt: den Becher mit dem Relief „Drache“. Dem chinesischen Tierkreis entstammt auch das zweite Relief: eine Schlange. Sie steht für Weisheit und Schönheit. Beide Reliefs wurden von einem asiatischen Künstler mit viel Liebe zum Detail entworfen und mit viel Aufwand authentisch und exakt nach der Vorlage gearbeitet. Die Reliefs befinden sich nur auf der Oberfläche, ohne sich nach innen abzuzeichnen. Mit den TOUCHÉ Bechern demonstriert FÜRSTENBERG einmal mehr, dass technische Präzision und anspruchsvolle Ästhetik in der modernen Porzellanmanufaktur unauflösbar zusammengehören.
Die Serie wurde sowohl für die hohen Ansprüche der Gastronomie als auch für privaten Kaffee- und Teegenuss kreiert und besteht aus einem großen Zylinderbecher, einer Tee-Bowl und einem kleinen Becher. FÜRSTENBERG erhielt 2012 für das außergewöhnliche und innovative Design die Auszeichnung „red dot“ für hohe Designqualität.

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Aldo Rossi – Architekturelemente der Klassik

Aldo Rossi gehört zu den richtungsweisenden Architekten und Theoretikern des 20. Jahrhunderts. Seine charismatische, polarisierende Persönlichkeit und der schillernde Intellekt prägten eine Architektengeneration. Von monumentalen, klassizistischen und rationalen Stilen ausgehend, fand er als junger Architekt zu einer klaren und reduzierten Formensprache.
Schon während seiner Studienzeit fand er zu seiner reduzierten, klaren Formensprache, der er sein Leben lang treu blieb. Nach seinem Studium stellte sich Rossi auf die Seite von Kritikern der dogmatischen Prinzipien der Moderne. Er betonte anfänglich, sich nicht in erster Linie für Architektur zu interessieren. Seine eigentliche Berufung begann erst später als er einen Wettbewerbsentwurf für ein Denkmal erstellte.

Skizzen-Entwurf "La Conica"

Bild: Alessi

Sein zentrales Anliegen in der Architektur, war die Verbindung zwischen der Vielfalt der Funktionen und der Einzigartigkeit der Form: Während für ihn die Funktion vergänglich und wechselnd ist, bildete die Form eine feste Konstante.
In den 70er Jahren schafft es Rossi, sich in Europa zu etablieren. Zu diesem Zeitpunkt entstanden viele überragende Entwürfe, zum Beispiel das „Teatro del Mondo“ in Venedig. Damit wechselte Rossi von einer theoretischen zu einer vornehmlich praktischen Architektur.
Durch den Bau des vielbeachteten Wohn- und Geschäftshauses in Berlin-Friedrichstadt wurde Rossi international bekannt. Besonders mit der Teilnahme an Alessis Projekt „Tea & Coffee Piazza“ in den 1980er Jahren, machte sich Rossi einen Namen als Designer, bei dem er als richtungsweisender Architekt der Postmoderne fungierte. Danach entwarf er weitere Produkte für Alessi, wie etwa die berühmten Espresso-Kannen „La Cupola“ und „La Conica“, die mit ihren Rundkuppeln wie Miniausgaben von Kirchtürmen aussehen. Das Modell „La Cupola“ war eine Entwicklung seiner Forschungen zur Kaffeezubereitung und stellt die Urform von Espressomaschinen dar.

Alessi Wasserkocher

Bild: Alessi

Während Rossi Anfang der 1980er Jahre vor allem noch Projekte in Europa errichtete, arbeitete er kurze Zeit später im Ausland, wie etwa an einer Architekturschule in Miami oder einem Hotelgebäude in Japan.  Ende der 1980er Jahre hatte sich die anfängliche Kühle und Strenge der in seinen Entwürfen verringert, seine Arbeiten wurden sogar in die Nähe der Postmoderne gebracht.
Rossi baute persönlich Erfahrenes und Erlebtes, das er auf Reisen sammelte, in seine Arbeite mit ein. Seine Entwürfe und Zeichnungen waren Zusammensetzungen aus Formen, die auf das alltägliche Leben zurückzuführen sind. Er spielte mit Licht und Schatten, wodurch eine spezielle Unergründlichkeit und eine beinahe mysteriöse Erscheinung entstanden.

Alessi Uhren

Bild: Alessi

Rossis Arbeiten und Bauwerke gelten als poetisch, da er es verstand Abstraktion und Reduktion in einer strengen Sprache von ursprünglichen Formen und geometrischen Mustern auszudrücken. 1983 leitete Aldo Rossi die 1. Architektur-Biennale in Venedig und wurde später zum Ehrenmitglied des American Institute of Architects ernannt. Nachdem Rossis 1988 Entwurf für den Neubau des Deutschen Historischen Museums den Planungen für das Regierungsviertel zum Opfer fiel, hat er sich an Berliner Projekten nicht mehr beteiligt. Später gelang es einem deutschen Investor den Architekten für zwei Bauvorhaben an der Spree zu gewinnen: für einen Häuserblock in der Nähe des ehemaligen Grenzübergangs „Checkpoint Charlie“ und für ein stadttorähnliches Projekt an der ehemaligen Leninallee.
Rossi konzentrierte seine Leidenschaft auf die Architekturelemente der Klassik, also Pyramide und Prisma sowie Kubus und Zylinder. Das brachte ihm 1989 den namhaften Pritzker-Preis ein.

Stefano Giovannoni – „Design ist eine Frage der Kommunikation“

Bild: Alessi

Der Industriedesigner Stefano Giovannoni, geboren 1954 im italienischen La Spezia, studierte bis 1978 Architektur und begann danach mit verschiedenen Designstudien und Lehraufträgen. Zusammen mit dem Designer Guido Venturini gründete er 1980er Jahren das „King-Kong“ Studio. Gemeinsam entwarfen sie die überaus erfolgreiche Reihe „Girotondo“ für Alessi, die viele Gebrauchs- und Haushaltsgegenstände aus Kunststoff und Metall mit dem charakteristischen Strichmännchen beinhaltet. Venturini und Giovannoni wollten nicht wie herkömmliche Designer arbeiten, deshalb entstand der Name „King Kong“, der diese Bestrebung verdeutlichte. Mit dem Namen wollten sie ihre Bestrebung verdeutlichen und die Verständigung zwischen sich und anderen antreiben.

Anfang der 90er Jahre designt Giovannoni viele Alessi-Klassiker, wie den Obstkorb „Fruit Mama“, die Salz- und Pfefferstreuer „Lilliput“, die Toilettenbürste „Merdolina“, die  Dose „Mary Biscuit“ aus farbenfrohem Kunststoff mit einem großen Keks auf dem Deckel, den Eierbecher „Cico“ und andere Werkstücke für bedeutende Firmen wie Magis, Flos oder Cappellini. 2003 entwirft Giovannoni die „Mami“-Reihe für Alessi mit Geschirr, Töpfen und Küchenmessern.

Alessi Geschirr

Bild: Alessi

Über 150 Designer aus der ganzen Welt arbeiten für Alessi. Das Italienische Design ist geformt von der Kooperation zwischen Unternehmen und Designer. Durch die Einführung neuer Projekte oder die Erschaffung einer neuen Marke oder Firma, ergibt sich eine tiefgründige Arbeitsgemeinschaft. Die Zusammenarbeit von Alessi und Stefano Giovannoni währt nun seit immerhin 24 Jahren.

Entgegen kühler Strenge und eckiger Konturen, zeichnen sich Giovannonis Entwürfe durch verspielte und bewusst humorvolle Designs aus. Ein „Spaßdesign“ sind seine Kreationen aber keineswegs und sie darauf zu reduzieren wäre nicht richtig. Denn er verbindet eine für ihn charakteristische Funktionalität mit innovativer Unkonventionalität. Sein Ansatz ist, mit seinen Design-Projekten starke emotionale und sensorische Reize zu setzen, damit sie bei einer möglichst breiten Masse zum begehrten Objekt werden. Gleichzeitig müsse „das Design zeitgemäß sein, andernfalls könne ein neues Produkt keinen Erfolg haben.“

Auszeichnungen

– “Design Plus” Preis

– Auswahl für den “Compasso d’oro”

– “Forum Design Hannover” Preis

– „Super & Popular“ Designer des Jahres

Freude verschenken mit Wendt & Kühn

Schenken macht glücklich. Das sieht man jetzt auch einer Figur aus der Traditionsmanufaktur Wendt & Kühn deutlich an: Der Engel mit Geschenken trägt freudig und stolz seine Gaben. Eine mit filigraner Borte bemalte runde Schachtel und ein Paket mit sorgfältig gebundener Schleife. Es bleibt ein Geheimnis, was sich darin verbirgt. Obenauf balanciert der Himmelsbote einen liebevoll arrangierten Blumentopf. Die drei Blümchen sind nur wenige Millimeter groß und mit ruhiger Hand und feinem Pinsel bunt verziert.

Bild: Wendt & Kühn

Immer wieder sind es jene harmonisch aufeinander abgestimmten Farben und diese Liebe zum Detail, die die Figuren von Wendt & Kühn so einzigartig machen. Auf seinen grünen Flügeln trägt der Geschenke-Engel jeweils elf weiße Punkte – sein weltweit bekanntes Markenzeichen.
Der vergnügte Blick des Engels verrät, dass er es kaum erwarten kann, seine Gaben zu überreichen und dem Beschenkten eine Freude zu machen. Auch Schöpferin Grete Wendts Anspruch war es, den Menschen freudige Momente zu bereiten. Das Schaffen der Firmengründerin (1887-1979) war von einer Sehnsucht nach Güte, Harmonie und Geborgenheit bestimmt. Mit seiner Leichtigkeit und seinem Frohsinn führt der Geschenke-Engel dahin zurück. Im heutigen Zeitalter der Schnelllebigkeit, in dem Geldkuverts und Plastik-Gutscheine die Schenk-Kultur prägen, erinnert dieser Engel an eine Zeit, in der mit Herz und Verstand ganz individuell das passende Präsent für den Empfänger ausgewählt wurde.
Der Engel mit Geschenken gesellt sich zu dem beliebten Lebkuchen-Engel, der seit Herbst 2011 weltweit die Herzen erobert. Damit eröffnet Wendt & Kühn – bisher weltbekannt vor allem für seine Engelmusikanten – eine neue Produktlinie und folgt dem Wunsch vieler Liebhaber und Sammler, im gesamten Jahresverlauf hochwertige Geschenk- und Dekorationsideen zu präsentieren.
Eine himmlische Freude!

Jeder Tag sollte Muttertag sein!

Der Muttertag wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts jährlich am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Der den Müttern gewidmete Tag soll die Mutterschaft ehren. An diesem Tag machen Kinder, ihren Müttern Blumengeschenke oder schreiben Gedichte. Viele Mütter nehmen sich an diesem Tag „Urlaub“ von der Hausarbeit.

Bild: Kosta Boda

Ursprünglich kommt der Muttertag aus Amerika. Eine Frauenrechtlerin gründete 1865 eine Bewegung, bei der sich Mütter gemeinsam austauschen konnten. Sie wollte damit die Frauen ehren, deren Söhne im damaligen Krieg starben.

In Deutschland wird der Muttertag seit 1923 begangen und durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber als „Tag der Blumenwünsche“ eingeführt. Der erste deutsche Muttertag fand am 13. Mai 1923 statt.

Beschenken Sie Ihre Mutter – nicht nur zum Muttertag!

33 Jahre Lothar John! Luxus & Lifestyle jetzt auch in der Galerie Luise!

„Für Menschen, die unterscheiden können und für die Funktion, Qualität und Design kein Luxus ist, sondern der geringste Anspruch.“
Am 1. November 1979 wurde im Laatzener Leine Center unsere Firma Lothar John – Tischkultur als kleines Privatunternehmen gegründet, welches sich auf hochwertigste, zeitgemäße, qualitative und innovative Produkte für den Tisch spezialisiert hat.
Seit April 2011 erwartet Sie in der Galerie Luise, unserer neuen Filiale und dem „Herzen Hannovers“, eine Premium-Auswahl an hochwertigen und luxuriösen Marken. Auf 300 qm erstreckt sich dort außergewöhnliche, europäische Glas- und Porzellankunst.

Bild: Galerie Luise

Seit unserer Firmengründung haben wir uns den Herausforderungen eines sich stets wandelnden Unternehmens gestellt. Kundenwünsche, Innovationen und Ideen sind die Inspiration für die Entwicklung und Nachhaltigkeit unserer Firma. Denn man muss nicht alles erneuern um besser zu werden.
Skandinavische Marken, wie iittala, Kosta Boda, Royal Copenhagen und Holmegaard, deutsche Produkte von Wendt & Kühn, Fürstenberg und Riedel sowie italienische Hersteller wie TAITÙ oder Alessi sind nur einige Marken unserer Qualitätsprodukte. Einzigartiges Glas von Kosta Boda, atemberaubende Porzellankunst von Sieger by Fürstenberg, edelstes Glas von Riedel, farbenprächtiges Geschirr von Dibbern und wertvollstes Tafelbesteck von Christofle. Außerdem finden Sie bei uns erlesenes Tafel- und Kinderbesteck von Pott, feinste Messerkunst von Güde und Wüsthof und hochwertiges Silberbesteck von Robbe & Berking.

Bild: Lothar John

Gerne begrüßen wir Sie auch persönlich in unserem Haus. So können Sie einen Einblick in unsere vielfältige Produktwelt gewinnen und einen Ausschnitt unseres vielfältigen Sortiments kennenlernen. Alles „Rund um den Tisch“ von Silber bis Edelstahl, von Glas bis Porzellan. Wir geben Ihnen die Orientierung für neue Dimensionen in Qualität und Dienstleistung und erfüllen Ihre Ansprüche. Unsere Mitarbeiter haben ihre Ausbildung in unserem Unternehmen abgeschlossen und weisen durch regelmäßige fachspezifische Schulungen und Seminare höchste Beratungskompetenz auf. Sie engagieren sich unter anderem als IHK-Fachwirte bei verschiedenen Glas und Porzellan-Lehrgängen und beantworten Ihnen jederzeit gerne Fragen zu Produkten oder Herstellern.

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Frohe Ostern!

Ostern steht wieder vor der Tür! Kinder und Erwachsene freuen sich gleichermaßen auf die Suche nach bunten Eiern und freie Zeit mit der Familie. Das wichtigste Fest der Christen soll an die Auferstehung Jesu erinnern. Der deutsche Name Ostern hängt angeblich mit der germanischen Frühlingsgöttin Ostara zusammen.

Bild: Royal Copenhagen

Der Verlauf des Osterfestes ist fast überall auf der Welt ähnlich: Die letzte Woche vor Ostersonntag, die Karwoche, beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu in Jerusalem feiern. Am Gründonnerstag wird das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern begangen. Am darauffolgenden Karfreitag wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe, und am dritten Tag, dem Ostersonntag, wird schließlich die Auferweckung Jesu von den Toten zelebriert. Der Ostermontag wird als zweiter Osterfeiertag gezählt.

Hierzulande suchen die Kinder traditionell bunt bemalte versteckte Eier und Süßigkeiten, die von einem „Osterhasen“ versteckt wurden. Es gibt auch den Brauch, Zweige in Vasen oder auf Bäumen im Garten mit Ostereiern zu verzieren. Als Gebäck gibt es einen Kuchen in Hasenform. In Schweden werden hartgekochte Eier rot bemalt als Symbol für das neue Leben, das durch das Opfer Christi erbracht wurde. In Italien wird am Ostersonntag in großer Runde meist ein Hefekuchen gegessen und am Ostermontag ein Familienausflug gemacht. Im Vatikan wird das Fest natürlich besonders feierlich begangen. Am Ostersonntag spricht der Papst den Segen „Urbi et orbi„ (für die Stadt und den Erdkreis) aus. Außerdem finden Messen und Prozessionen statt.

Gefeiert wird Ostern frühestens am 22. März und spätestens am 25. April. Dieses Jahr findet es am 8. und 9. April statt.

Achille Castiglioni – „So raffiniert und so einfach“

Der italienische Industriedesigner studierte an der „Politecnico di Milano“ und arbeitete später mit seinen Brüdern Pier und Livio Giacomo an Architektur- und Stadtplanungsaufträgen. Dank ihres sachlichen und schlichten Stils gehörten sie zu den bedeutenden Designern in der italienischen Nachkriegszeit und wurden dafür bekannt, bestehende Produkte auf überraschende Art neu zusammenzusetzen und engagierten sich im im Ausstellungs- und Produktdesign. Ihre Entwürfe zählen heute fast alle zu den Designklassikern, die auch in den wichtigsten Design-Museen zu sehen sind.

Alessi Uhren

Bild: Alessi

In der fruchtbaren Zusammenarbeit mit seinem Bruder Pier entstanden bedeutende Kreationen für bekannte Hersteller, wie z.B. Zanotta, Siemens oder Alessi. Auch im Alleingang entwarf Achille Castiglioni bekannte Möbel und Leuchten. Es war wichtiger für ihn Produkte zu verbessern und zu erneuern, als sie neu zu erfinden, das brachte ihm den Ruf eines „rationalen Expressionisten“ ein.

Castiglioni hat durch den modernen Ansatz seiner Entwürfe das Design des 20. Jahrhunderts auschlaggebend geprägt. 1971 erscheint die Tischleuchte „Lampadina“, 1978 entwickelt Castiglioni die ufo-ähnliche Hängeleuchte „Frisbi“.
Kennzeichnend für Achille Castiglionis Entwürfe sind das spielerische Mittel der Entfremdung des Zwecks und die Schaffung der minimalen Form. Seine Philosophie lautet: „So raffiniert und so einfach – das gefällt mir!“
Castiglioni war ein leidenschaftlicher Verfechter der neuen Technologien durch audio-visuelle Produkte, die er in den 1960er Jahren für das italienische Unterhaltungselektronik-Unternehmen Brionvega, entwickelte.

Im New Yorker MoMa sind 14 Werke von Achille Castiglioni ausgestellt. Zudem erhielt er neun Mal den renommierten italienischen Designpreis Compasso d’Oro und war außerdem Ehrenmitglied des „Committee of Advisors“ am Art Center College of Design sowie der Fakultät von Royal Designer for Industry, Royal Society of Art.
Er bekam den „Primavera del Design“-Award von der Abteilung für Kultur, den „Kunst sur Table“-Award von der Conseil National des Art Culinaire und den „IF Design Wettbewerb“ Award der Industrie Forum Design, Hannover.
Trotz all seiner Auszeichnungen und Erfolge, blieb er neugierig, erfinderisch und verlor niemals seinen Witz.

Seine Produkte für Alessi:
Wanduhr Firenze
Splügen Glas

Richard Sapper – „Man muss sich auf seinen Instinkt verlassen“

Der Münchner Richard Sapper ist einer der einflussreichsten Produktdesigner der heutigen Zeit. Seine wohl berühmteste Kreation ist die „Tizio“-Halogenleuchte, welche er Anfang der 70er Jahre für das italienische Lichtdesign-Unternehmen Artemide entwarf. Sie gilt als modischer Designklassiker und wird bis heute produziert. Zu seinen weiteren bedeutenden Modellen zählen der musikalische Wasserkessel „Project 9091“ für Alessi und die „Think Pad“-Laptops für IBM. Sein Hauptinteresse gilt aber dem Design von technisch komplexen Gegenständen, wie Schiffen oder Uhren.
Die Käsereibe „Todo“ für Alessi entstand, nachdem Richard Sapper nicht mit einer herkömmlichen Käsereibe zurechtkam. „Todo“ wurde nach dem Entwurf sofort ins Programm genommen. Das Ganze ist noch nicht lange her, aber die Reibe gilt bereits jetzt als „die Alessi-Küchenreibe“.

Alessi Wasserkocher

Bild: Alessi

Der deutsche Designer studierte Betriebswirtschaftslehre, beschäftigte sich aber auch mit Ingenieurwissenschaften, Grafik, Anatomie und Philosophie. Anschließend arbeitete er als Gestalter bei Mercedes-Benz, wo er u.a. den stromlinienförmigen Außenspiegel des Mercedes Benz 300 SL Roadster entwarf. 1958 zog Sapper nach Mailand und entwickelte Gebrauchsgegenstände für verschiedene Firmen und Studios. Danach gründete er sein eigenes Designbüro in Stuttgart und wurde Berater für Pirelli und Fiat. Ab 1980 war er bei der IBM Corporation verantwortlich für das Corporate Image und das weltweite Produktdesign des Konzerns.
Richard Sapper sieht Design als politische und soziale Aufgabe. Mit seiner Devise „Der Form einen Sinn geben“ nimmt er bewusst Abstand vom Leitmotiv „form follows function“. Er ist einer der am längsten aktiven Designer. Obwohl er in seinem Mailänder Atelier seit über 50 Jahren Meilensteine der Designgeschichte entwirft, ist er weit vom heutigen Stardesignertum entfernt.

Alessi Töpfe

Bild: Alessi

Seine Kreationen:
– Fernseher „Black 12“ für Brionvega
– Radio „Match“ für Telefunken
– Halogenleuchte „Tizio“ für Artemide
– Espressomaschine „9090“, Tafelbesteck „RS01“, Teekanne „Bandung“,
Kochgeschirr „La cintura di orione“ und Flötenkessel „9091“ für Alessi
– Bürostuhlserie „Sapper Collection“ für Knoll International
– Laptop „5140“ für IBM
– Stapelstuhl „Aida“ für Magis
– Kugelschreiber „Lamy Dialog 1“ für Lamy
– LED-Leuchte „Halley“ für Lucesco

Seine Auszeichnungen:

Richard Sapper erhielt bereits den iF Product Design Award, zwei Goldmedaillen der Biennale und zehn (!) Mal den italienischen Designpreis „Compasso d’Oro“. Die Zeitschrift ‚Architektur & Wohnen‘ verlieh ihm den Titel „Designer des Jahres 2005“. Das New Yorker Museum of Modern Art und das Philadelphia Museum of Art würdigten Sapper mit der Aufnahme seiner Entwürfe in ihre Ausstellungen. 2009 wurde er mit dem deutschen Designpreis für sein Lebenswerk geehrt.