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Der Herbst ist da!

Bild: Dibbern

Der Herbst ist nicht nur die farbigste, sondern auch die glanzvollste Jahreszeit. Die Sonne verleiht der Natur einen goldenen Schimmer, die Blätter fallen von den Bäumen und verändern ihre Farbe vom satten Grün in ein goldenes Orange. Man fühlt sich wie auf einem Maskenball, die Natur verkleidet sich in prachtvolle Kostüme und verleiht die Atmosphäre eine festliche Stimmung. Gärten verwandeln sich durch verschiedenste Pflanzen und Blumen in rauschvolle und bezaubernde Farbkulissen. Die Luft ist erfüllt vom unvergleichlichen Duft von Laub und frischer Natur.

Der Herbst bedeutet zwar Abschied vom Sommer, aber symbolisiert gleichzeitig auch einen Neubeginn, denn im Herbst wird traditionell geerntet und gesät und somit ein neues Leben erschaffen positiver Hoffnung und Zuversicht auf die Zukunft.

Bild: Dibbern

Auf Geschirr sind herbstliche Dekore besonders edel und passen auch zu jeder anderen Jahreszeit, weil sie elegant und zeitlos wirken. Typisch herbstliche Symbole sind Blätter, die meist in Gold gehalten sind, oder Pflanzen und kahle Bäume, die durch ihre zierliche und fragile Form ein wunderschönes Bild abgeben, aber gleichzeitig nicht übertrieben oder aufdringlich sind.

Köstliche Krebsgerichte!

Krebse sind eine Delikatesse und können auf viele verschiedene Arten zubereitet werden. Sie sind geschmacklich feiner als Hummer.
Edelkrebse (auch Flusskrebse genannt) werden aufgrund ihrer massigen Scheren, dem hervorragenden Fleischgeschmack und der leuchtend roten geschätzt. Sie sind in der oberen Preisklasse der Speisekrebse angesiedelt, weil sie schwer zu züchten sind.
Die Zubereitung und das Essen von Krebsen werden unterschiedlich gehandhabt. In Finnland und Schweden löscht man die gekochten Krebse mit Bier und isst sie dann im gekühlten Zustand. Da Krebse klein sind, werden sie im Ganzen serviert. Dazu wird Wodka bzw. eisgekühlter Aquavit getrunken. In Deutschland isst man die Krebse lieber warm, mit einem Glas Moselwein oder einfach mit einem hellen Bier.
Die rote Farbe der Krebse entsteht übrigens durch ein Molekül, welches sich in den Schalen befindet. Beim Kochen wird es abgespalten und entwickelt anschließend, nachdem es anfangs durch eine Eiweißbindung dunkelgrün ist, eine rote Substanz. Um sich nicht mit Krebssaft zu beschmutzen, bindet man sich am besten eine Serviette um den Hals.

Bild: Robbe & Berking

Diese Esstechniken sollte man beachten:

– Für die Zerteilung des Krebses, braucht man ein Krebsmesser. Es hat ein kleines Loch, durch das man die Scheren und Beine des Krebses stecken kann, um sie aufzuknacken.
– Dann nimmt man den Krebs in die Hand, biegt das Schwanzende nach oben und dreht es leicht, so bekommt man ihn ab. Zum Schluss wird die untere Seite des Panzers mit dem Messer aufgeschnitten.
– Spätestens jetzt sollte der Darm entfernt werden. Die Spitze der Schere wird abgeschnitten und das Fleisch mit einer zweizinkigen Gabel herausgeholt.
– Den Rückenpanzer biegt man mit der Hand auseinander. Man kann nicht den kompletten Krebs essen, sondern nur das Fleisch in den Scheren und aus dem Schwanz.
– Das Fleisch ist fest und kann pur oder mit verschiedenen Soßen gegessen werden.

Taschenkrebs-Suppe
für 3 Personen
Zutaten:
– Fenchelknollen, 1 Karotte, 1 Staudensellerie
– 1 Petersilienwurzel
– 500 g Fischkarkassen, 500 ml Weißwein
– 2 Taschenkrebse, 2 Kartoffeln
– 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 Prise Safran, 1 Lauchzwiebel
– 1 EL Petersilie, 1 EL Olivenöl, 1/2 Bund Salbei
– 1 Tomate, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer

Fenchel, Karotte, Sellerie und Petersilienwurzel werden in Würfel geschnitten.
Die Fischkarkassen werden zusammen mit Wasser und Wein in einem Topf gekocht.
Die Taschenkrebse und das Gemüse werden hinzugegeben, alles zusammen wird dann 15 Minuten gekocht.
Anschließend werden die Krebse herausgenommen, 10 Minuten gekocht und danach gesalzen und gepfeffert. Die Krebse werden ausgebrochen, die Schalen in den Fond getan und 10 Minuten gekocht.
Fond passieren, die Kartoffeln schälen und würfeln.
In einer Pfanne werden Zwiebelwürfel angebraten, dazu wird gehackter Knoblauch gegeben und mit Kartoffeln und Safran in die Fischbrühe gegeben.
Das Gemüse wird gewürfelt und hinzugefügt, alles wird 10 Minuten köcheln gelassen. Die Lauchzwiebelstreifen, Petersilie, Salbei und Tomate werden hinzugegeben.
Die Innereien werden mit der Brühe gemischt und in die Suppe gegeben. Zum Schluss wird die Suppe aufgekocht und abgeschmeckt.

Wir wünschen einen guten Appetit!

Zeitlose Eleganz und Robustheit findet man nur bei Fine Bone China von Dibbern!

Fine Bone China, zu Deutsch „feines Knochenporzellan“, ist aufgrund der relativ niedrigen Brenntemperatur ursprünglich eine Form von Weichporzellan, die nach und nach zu Knochenporzellan verarbeitet wurde. Der Name „Fine Bone China“ leitet sich vom Herstellungsverfahren ab, bei welchem die Verarbeitung der Knochenasche für einen weichen und cremigen Farbstich sowie Widerstandsfähigkeit sorgt.

Bild: Dibbern

Im 13. Jahrhundert wurde das chinesische Porzellan erstmals entdeckt und nach Europa gebracht. Italien war eine der ersten Stätten der Porzellanherstellung, im 16. Jahrhundert entwickelten die florentinischen Fürsten das „Medici-Porzellan“, es wurde als Weichporzellan bezeichnet, dessen Hauptbestandteil Erde war.
Im 17. Jahrhundert folgte in Frankreich das „Frittenporzellan“, glasiges Porzellan. Im Jahre 1708 wurde Hartporzellan hergestellt. Eine Art von Weichporzellan, „Jasper Ware“, wurde ab Mitte des 18. Jahrhunderts in England produziert. 1748 wurde ein neues Patent zur Porzellanherstellung mit Knochenasche angemeldet. Ende des 18. Jahrhunderts gelang es Josiah Spode, durchscheinendes Knochenporzellan herzustellen. Seine Herstellungsmethode war produktiver und erfolgreicher als die seiner Vorgänger. Statt der Fritte verwendete er Knochenasche und Schmelzmittel. Seine Technik machte die industrielle Herstellung von Fine Bone China möglich.

Bild: Dibbern

Hutschenreuther und dessen Werk Hohenberg, das 1814 in Bayern gegründet wurde, war die erste private Porzellanfabrik ihrer Art. In den 1980er Jahren begann die Entwicklung von Bone China (Knochenporzellan) und wurde bis in die 90er Jahre entworfen und produziert. In diesem Zeitraum begann auch Dibbern eine damals noch überschaubare Kollektion Fine Bone China zu entwickeln und ließ diese von Hutschenreuther herstellen. Schon zu Beginn kristallisierte sich heraus, dass die Serie erfolgreich und revolutionär war. Nach Schließung des Werkes seitens der Firma Hutschenreuther 1996 eröffnete Dibbern, mit einer zunächst kleinen Mitarbeiteranzahl, ein Jahr später das Werk wieder. Neue Dekore und Formen wurden entwickelt und auch das Personal vergrößerte sich. Die Tradition der Herstellung von Fine Bone China-Porzellan, die schon seit Jahrhunderten bewahrt wird, wird auf der höchstmöglichen Niveau-Stufe weitergeführt. Das Fine Bone China-Porzellan ist die handwerklich und technisch erstklassigste Stufe der keramischen Herstellung in der DIBBERN-Porzellanmanufaktur. Die absichtliche Reserviertheit der Gestalter bei der Formgebung hebt die besondere Art des Materials hervor. Das zarte und kunstvolle Fine Bone China ist mit seinem filigranen Glanz eines der betörenden Porzellane und zeichnet sich durch eine extraordinäre Robustheit aus. Die Kollektion umfasst inzwischen über 5000 Teile, passend zu jedem Bedarf und Kulturkreis. Umfangreicheres Porzellan ist nur schwer zu finden.

Bild: Dibbern

Die besonderen Merkmale von DIBBERN Fine Bone China finden bei internationaler Spitzengastronomie und Hotellerie weltweit große Beliebtheit. Die Designer stellen auf Wunsch auch persönliche Monogramme oder individuelle Logos für Firmen, Flug- oder Schifffahrtslinien her. Die Produktion erfolgt ausschließlich im eigenen Werk in Deutschland.
Es ist der visionären Kreativität von Herrn Dibbern zu verdanken, dass es das Porzellanwerk noch heute gibt. Seine genialen Ideen und Einflüsse spiegeln sich im Fine Bone China-Porzellan wieder und beeindrucken jeden Tag aufs Neue!

Dibbern Solid Color: „Form 98“ von Herrmann Gretsch

Die Schönwalder Porzellanfabrik, ursprünglich ein Sägewerk, wurde 1879 von Johann Nicol Müller gegründet. Ende der 19. Jahrhunderts entdeckte Schönwald das Gastronomieporzellan als lukratives Verkaufsfeld. 1937 entwickelte man erstmals Hotelporzellan, das in seiner eleganten Erscheinung stets mit edlem Haushaltsporzellan konkurrieren konnte. Es wurde verschönert und zum Kernpunkt gehobener Tischkultur in Hotels und Restaurants gemacht.
Mit der immerwährenden Philosophie „Hotelporzellan muss funktionell sein und den speziellen Qualitätsanforderungen der Gastronomie in jeder Hinsicht genügen“ wurde die Porzellanfabrik Schönwald zu einem der geschätzten Porzellanproduzenten der Welt, der auf vielen internationalen Märkten anerkannt und präsent ist. Das Gütesiegel „Echtes Markenporzellan“ kennzeichnet Schönwald weltweit als Garant für Professionalität, beste Material-, Verarbeitungs- und Designqualität.

Bild: Dibbern

Hermann Gretsch, der nach einem Architekturstudium als Keramiker arbeitete, designte Geschirr und Besteck für Porzellanhersteller, wie Schönwald (als künstlerischer Mitarbeiter) und POTT. 1936 erschien die legendäre „Form 98“ aus Hotelporzellan, welches Herrmann Gretsch für Schönwald entwarf und damit die Designkompetenz der Porzellanfabrik einleitete. Es war die erste, bis ins kleinste Detail durchgearbeitete Hotelgeschirrserie in der Historie des Porzellans, die auf dem Markt erschien und ebenso die erste, bei dem jedes Teil der Form nach zu jedem anderen der Serie hinzugefügt werden konnte. Herrmann Gretsch, der visionäre Formen für die Porzellanindustrie kreiert hat, sah in ihr eine „formgewordene Notwendigkeit“, eine vollkommene Symbiose von Nutzen und formaler Schönheit, das heißt eine praktische und gleichzeitig künstlerische Form. Eine Dekorierung wurde von Gretsch immer abgelehnt, denn er war der Ansicht, dass undekoriertes Geschirr zweifellos am schönsten ist.
Für Carl H. Pott war Herrmann Gretsch „der Schrittmacher für modernes und zeitloses Design auf allen Gebieten.“
1947 entwarf Gretsch das „Modell 81“, welches POTT bis heute produziert. Ebenfalls von ihm im Element entworfen wurde das POTT-Besteck 83, das nach dem Tod von Gretsch 1950  fertiggestellt wurde.

Schönwald stellt  die „Form 98“ in weiß her. Die Farbgestaltung erfolgt von Dibbern. Sie wird seit ca. 27 Jahren auf das Geschirr aufgetragen und machte die „Form 98“  zu „Solid Color“ und zu einem Kultgeschirr mit mittlerweile 37 Farben.
Die Kreation der „Form 98“ ist und bleibt die Geburt der Design-Erfahrung von Schönwald
. Ein Geschirr, das selbst nach mehr als 70 Jahren zeitlos, modern und klassisch geblieben ist, die Konkurrenz immer wieder überdauert hat und bis heute unverändert erfolgreich verkauft wird, ist ein solch bestehender Erfolg, dass er wohl auch die Zukunft erobern wird.

Geschenk- und Hochzeitslisten – der beste Weg zum Wunschpräsent!

Seinen Lieben etwas Passendes zu schenken, ist oft gar nicht so einfach. Denn nur die Beschenkten selbst wissen am besten, was sie am liebsten hätten. Eine Geschenkeliste, auf der alle Präsentvorstellungen gelistet sind, ist daher eine wunderbare Möglichkeit, den Beschenkten genau das zu schenken, was ihrem Geschmack am meisten entspricht. Von einer Hochzeitsliste zum Beispiel, können sich die Hochzeitsgäste in einer Auswahl an Artikeln aussuchen, welches Geschenk Sie dem Ehepaar schenken möchten. So bekommt das Brautpaar letztendlich, was es selbst ausgesucht hat und man schenkt nichts doppelt bzw. kann sich bequem das Geschenk aussuchen.

Bild: Orrefors

Geschenk- und Hochzeitslisten lassen sich natürlich auch online erstellen.
Bei einer virtuellen Geschenkliste wird der Schenkende schnell und direkt informiert, welche Wünsche noch offen sind. Zusätzlich kann der Beschenkte seinen eigenen Prioritätsgrad (z.B. „Herzenswunsch“ als 1. Prioritätsgrad und „wäre sehr schön“ als 2. Prioritätsgrad) bestimmen.

Bei Hochzeiten oder Geburtstagen eignet sich eine selbstgestaltete und persönliche Geschenkliste am besten. Hochzeitspaare/Geburtstagskinder können auch einen Wunschtermin festsetzen, an dem die Geschenke pünktlich zum Hochzeitsfest bzw. Geburtstag geliefert werden.

Zur Geschenkliste

Carl Pott – Ein Leben für die Kunst

„Ich bin weit davon entfernt, das Besteck wichtiger zu nehmen, als es ist. Aber als häusliches Tafelgerät gehört es, sofern es gebrauchstüchtig und formschön ist, mit zum Stufenbau unserer Kultur. Wie kann uns dessen Spitze leuchten, wenn der Unterbau, unser Eigenstes, das wir besitzen, unser Heim und sein Gerät, nichts von sauberer, klarer, schöner Haltung hat?“

Carl Pott (1906 – 1985)

Keiner beschäftigte sich je so detailliert und innovativ mit Bestecken und mit der Wissenschaft des Essens wie Carl Pott. Sein ganzes Leben war der „Löffelei“ gewidmet, wie er seine Entwürfe liebevoll nannte. Der Grund für diesen Namen war, dass er jedes neue Besteckmodell mit der Löffelgestaltung begann. Er war nicht nur Designer sondern auch Unternehmer, dessen Einfälle und Werke die gesamte Besteckindustrie bis heute geprägt haben. Der POTT-Stil setzte sich gegen alle anfänglichen Widerstände durch.

Bild: Pott

Bild: POTT

Am 9. Mai 1906 in Solingen geboren, schnupperte Carl Pott schon als Kind in die Welt der Besteckkunst hinein. Sein Vater gründete 2 Jahre vor der Geburt seines Sohnes, die Besteck-Manufaktur C. Hugo Pott in Solingen. Von seinen Eltern aus vollstem Herzen unterstützt, begann Carl Pott 1920 eine Ausbildung zum Galvaniseur und Damaszierer, was im weitesten Sinne mit dem Ätzen von Stahlwaren zu tun hat. 4 Jahre später besuchte er in seinem Heimatort die Fachschule für die Stahlwarenindustrie und begann die Arbeit als kreativer Künstler.

In den dreißiger Jahren trat Carl Pott in den Betrieb seines Vaters ein und konzipierte eine neue und zukunftsweisende Besteckgeneration. Die Tatsache, dass Hugo Pott seinem Sohn freie Hand ließ, ermöglichte Carl Pott seine außergewöhnlichen Vorstellungen nicht nur zu kreieren, sondern diese auch zu verwirklichen. Der klassische POTT-Stil wurde durch strengen Verzicht auf dekorative Verzierungen und Verschnörkelungen geformt und geprägt.

Bild: POTT

Bild: POTT

Von den Richtlinien des Bauhauses und Werkbundes (Verein für allgemeinbildende Ziele in Lehre und Forschung der Industrie- und Baukultur) inspiriert, verfolgte Carl Pott das Ziel, Zweckmäßigkeit, Materialgerechtigkeit  und Schlichtheit vor allem bei Industrieprodukten zum Bearbeitungsprinzip seiner zeitgemäßen Formgebung für seine Werke zu machen. Er war einer der ganz wenigen, die diese Idee in klassischer Art und Weise realisiert haben.

In seiner künstlerischen Laufbahn arbeitete Carl Pott eng mit vielen Gleichgesinnten zusammen. Einige davon waren Wilhelm Wagenfeld, Alexander Schaffner, Elisabeth Treskow, Hermann Gretsch, Josef Hoffmann, Hans Schwippert und Paul Voss. Sie waren ebenso wie er Künstler und Industriedesigner, inspirierten und berieten ihn und gestalteten selbst Besteckserien für die Marke POTT. Carl Potts Sohn, Hannspeter Pott übernahm die Tradition der Zusammenarbeit mit anderen Gestaltern.

Die kulturelle Bedeutung von POTT-Produkten beweisen über 700 Auszeichnungen und die weltweite Präsenz in Museen (u.a. documenta III in Kassel in den 60er Jahren) und Design-Sammlungen.

Die wichtigsten Auszeichnungen von Carl Pott:

  • Goldmedaille der Triennale in Mailand – 1940, 1951, 1954 und 1960
  • Goldmedaille der Weltausstellung in Brüssel – 1958
  • Bundesverdienstkreuz 1. Klasse – 1973
    (mit der Begründung: „Carl Pott gilt bei Fachleuten des In- und Auslands als ein äußerst befähigter Gestalter und Produzent von Bestecken und Tafelhilfsgeräten. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass die deutsche Stahlwarenindustrie Weltgeltung erlangte.”)

Die Philosophie des Weintrinkens

Wenn wir Wein trinken, werden dabei unsere gesamten Sinne angesprochen. Das Bouquet (Aroma) entfaltet sich aber erst im richtigen Glas. Dazu muss es nicht das teuerste Exemplar sein, sondern lediglich seine Form stimmen. Damit der Wein länger kühl bleibt sollte man das Weinglas immer am Stiel anfassen.

Jede Weinsorte hat andere Geschmacksstoffe, die es herauszuschmecken und richtig zu genießen gilt. Das Duftaroma des Weines nimmt man am besten wahr, wenn man wenig Wein eingießt.
Unsere Zunge nimmt je nach Glasform unterschiedliche Positionen ein. Ihre Geschmackszellen unterscheiden vier verschiedene Empfindungen:

  • süß an der Zungenspitze
  • salzig und sauer am Zungenrand
  • bitter am Zungenende

Der Wein entfaltet sich am Gaumen weiter, aber die geschmackliche Kraft von Säure und Frucht zeigt sich in verschiedenartigen Glasformen vollkommen anders. Der Nachgeschmack entscheidet über Genuss und Qualität. Alle diese Komponenten sind von der Glasform abhängig. Probieren Sie Ihren Lieblingswein aus unterschiedlich geformten Gläsern und lassen Sie sich überraschen!

Das passende Glas für

  • ROTWEIN
  • Rotweingläser haben eine bauchige Form und eine große Öffnung. Durch diese wird der Rotwein großzügig aufgenommen und reizt so vollständig die Mundhöhle.

    • WEISSWEIN
    Bild: Riedel

    Bild: Riedel

    Weissweingläser haben ein großes Volumen, in dem üppige Sorten mehr Luft bekommen und so ihr Aroma entfalten können.

    • SCHAUMWEIN UND CHAMPAGNER
    Bild: Riedel

    Bild: Riedel

    Schaumwein- und Champagnergläser haben eine Tulpenform und sind dünnwandig. Die hohe Form dient dazu, dass sich der Schaum gut aufbauen kann.

      Weingläser richtig reinigen

      Am besten reinigt man Weingläser in Gläserspülmaschinen, die eine integrierte Wasserentkalkungsfunktion haben. Bei normalen Spülmaschinen sollte man ein natriumarmes Spülmittel ohne Klarspüler verwenden. Bei der Handwäsche sollte man beachten, dass das Wasser sehr heiß ist, zusätzlich kann man die Gläser über dem Wasserdampf schwenken. Nachdem die Gläser gespült wurden, müssen sie sofort rausgenommen werden und mit einem sauberen Baumwoll- oder Mikrofasertuch abgetrocknet bzw. poliert werden. Allerdings sollte man hierbei aufpassen: das Glas darf nicht am Kelch und Fuß gleichzeitig angefasst und trockengerieben werden, da der Stiel dabei meistens abbricht.
      Wenn Gläser zu lange unbenutzt stehen, werden sie „blind“, d.h. sie bekommen einen trüb- milchigen Film. Diesen Schleier bekommt man nicht mehr gereinigt, das Glas ist nicht mehr verwendbar. Bei Kristallgläsern können solche Schäden in manchen Fällen durch einen Chlorreiniger behoben werden, der allerdings nach mehrmaligem Spülen feine Risse auf den Gläsern hinterlässt.

    7000 Jahre Glaskultur!

    Glas ist einer der ältesten Produkte, das von Menschen erschaffen wurde. Die Ägypter haben schon vor etwa 5500 Jahren Hohlglas hergestellt. Die Erfindung der Glasmacherpfeife und des Glasschmelzofens vor circa 2200 Jahren, brachte die Glasfertigung in eine neue Richtung und machte so die Herstellung von Flachglas und dünnwandigen Gläsern möglich.

    Bild: Kosta Boda

    Bild: Kosta Boda

    Vor 2000 Jahren stellten die Römer erstmalig Fensterscheiben her und machten die Kunst des Glasmachens in Europa bekannt. Zur Produktion der Fensterscheiben gossen die römischen Handwerker Glas, das vorher geschmolzen wurde, in nasse Holzformen, in denen sich die Schmelzmasse ausdehnte. Nach Erkalten löste man das Glas behutsam aus der Form. Im Mittelalter wurden die Glasscheiben nicht mehr gegossen, sondern mit dem Mund geblasen. – Echt-Antikglas wird auch heute noch mit dem Mund geblasen. – Der Glasmacher blies große Zylinder, die dann senkrecht aufgeschnitten und zu Glastafeln ausgerollt wurden.

    Den ersten großen Fortschritt machte das Glasgewerbe durch die industrielle Anfertigung von Soda im 18. Jahrhundert. Zu dieser Zeit hatte Glas einen unvorstellbar hohen Wert. Im Jahre 1856 erfand man den Generator-Ofen, der das das knapp gewordene Holz ersetzte. Nun war es möglich, die Temperatur zu steigern und hochkarätige Gläser zu fertigen.

    Bild: Kosta Boda

    Bild: Kosta Boda

    Mit der Einführung des Jugendstils im 19. Jahrhundert,  nahm Glas eine wesentliche Rolle ein, weil nun optisch mehr kreative Möglichkeiten gegeben waren. Handwerker und Designer kreierten originelles und fantasiereiches Atelierglas, das von Hand gefertigt wurde und limitiert war. Es bestach zudem durch seine vielfältigen Farbeffekte. Glasmacher in Frankreich schufen geschnittenes Kameoglas (Hohlglas) in kräftigen Farben. Aus Amerika kam das irisierende Glas, dessen Merkmal eine regenbogenfarbene Oberfläche ist.
    Heute stellt die Glasindustrie in insgesamt 330 Fabriken verschiedene Glassorten wie Flachglas, Behälterglas oder Spezialglas her.

    Geschichtlicher Verlauf der Glas-Stilrichtungen

    Venezianisches Glas (16. Jahrhundert)

    • dünnwandiges Glas mit Ornamenten
    • Schaft und Flügel in figürlichen Dekorationen (z.B. Tiergestalten)
    • Eisglas: durch Abschrecken in eiskaltem Wasser entstehen Eisblumen
    • Faden- oder Netzglas: Milchglas-Fäden, die in klarer Glasmasse eingeschmolzen wurden, erzeugen netzartiges Muster

    Barockglas (18. Jahrhundert)

    • Formen mit Fuß, Baluster-Schaft (Form eines Granatapfels)
    • Schnitte mit Jagdszenen Landschaften und Schlachtenszenen
    • Vergoldungen an Fuß, Schaft oder am Lippenrand
    • Emailmalerei (ländliche Veredelungstechnik) an Gebrauchsglas

    Biedermeierglas (19. Jahrhundert)

    • Farbglas und überfangenes Kristallglas
    • lichtbrechend durch den Brillantschliff
    • Musterschliff für abwechslungsreiche Dekore

    Jugendstilglas (19. – 20. Jahrhundert)

    • geschwungene Linien und florale Ornamente
    • Vielfalt an Farbeffekten

    Gefertigt in einer Manufaktur – mono, der Wegbereiter einer neuen Produktkultur!

    Bild: mono

    Bild: mono

    Die Metallwarenfabrik Seibel stellt schon seit über 100 Jahren erfolgreich Tafelbestecke und Tischaccessoires her. Das Familienunternehmen legte schon immer sehr viel Wert auf Bodenständigkeit und handwerkliche Kunst. Die fachliche Kenntnis der Produkte und das Einfühlungsvermögen für die Gestaltung werden seit jeher an die jeweils nächste Generation weitergegeben. Die Qualität nimmt nicht ab sondern wird immer weiter ausgearbeitet.

    Das Heranwachsen zu einer Manufaktur war vor allem durch das immerwährende Festhalten an traditionellen Fertigungsverfahren möglich. Auch wichtige Entscheidungen, die das gesamte Unternehmen betreffen, werden nach altbewährter Tradition gefällt: Nicht nur aus dem Kopf heraus, sondern auch aus dem Gefühl. Trotz jahrelangem Bestehen der Manufaktur, sahen mono-Produkte schon immer modern aus und waren ihrer Zeit weit voraus. Die Produktion, die stets handwerklich geschieht, sorgt am Ende für das perfekte Ergebnis.

    Ein mono-Besteck wird 30 Arbeitsschritten unterzogen, die eine vollkommene Geschicklichkeit erfordern. Die unersetzlichen Augen und Hände der Handwerksmeister, spielen eine immens wichtige Rolle bei der Produktherstellung und –verarbeitung. Ebenso engagiert und professionell sind auch die Designer bei der Entwicklung eines neuen Produkts. Trotz der optischen Schlichtheit von mono-Besteck, ist der Arbeitsaufwand sehr intensiv und komplex. Selbst reich verzierte Besteckmodelle erfordern einen kürzeren Produktionszeitraum und ein weniger schweres Handwerk, weil nämlich kleine Makel in Ornamenten leichter zu „verstecken“ sind, als bei einer komplett glatten Oberfläche.
    Heute sind mono-Produkte wahre Designklassiker, die sich zunehmend großer Beliebtheit erfreuen.