Autor: Niklas Gumboldt

Renzo Piano – Architektur rund um die Welt

Renzo Piano gilt als ein Meister der Bautechnik. Durch unzählige Gebäude rund um den Globus, die mit unterschiedlichsten Konstruktionen und Baumaterialien entstehen, beweist er abermals seine Fähigkeiten im Bereich der Bautechnologie. Piano erfand das Centre Pompidou, entwarf Brücken, Museen und Schiffe und bebaute den Potsdamer Platz. Er ist einer von etwa fünfzehn Star-Architekten, deren Namen weit über ihre Werke hinaus Bedeutung haben. Er steht für Vielfalt und Experimente und mag Gebäude nicht, die wie Arbeiten von Künstlern, pompös und selbstverliebt wirken. Seine Leidenschaft zur Architektur verdankt er seinem Vater, der als Bauingenieur und Unternehmer arbeitete. Seine Unterstützung ermöglichte es Renzo Piano, nach dem Studium Technologien und Materialien zu erforschen. Sein internationaler Durchbruch kam 1971, als der Entwurf in Zusammenarbeit mit Richard Rogers für das Pariser Centre Pompidou ausgewählt wurde. Das Museum für moderne Kunst ist mit seiner futuristischen Röhren-Fassade längst zu einer der wichtigsten Attraktionen in Paris geworden. Wenig später gründete Piano die Architektengemeinschaft „Renzo Piano Building Workshop“, die heute Büros in Genua, Osaka und Paris hat. Das Büro in Frankreich ähnelt einer Renaissance-Werkstatt. Dort …

Lassen Sie Ihr Besteck nicht links liegen!

Tafelsilber steht für Beständigkeit und Eleganz und ist ein luxuriöser Glanzpunkt auf jedem Tisch. Das wirksamste Mittel, um es zu pflegen und seinen Glanz zu bewahren, ist der tägliche Gebrauch. Nicht umsonst heißt es: „Silber ärgert sich schwarz, wenn es nicht benutzt wird.“ Alltags-Besteck landet nach dem Spülen oft im Besteckkorb oder in einer Küchenschublade. Dies ist eine bequeme und schnelle Art der Besteckaufbewahrung. Hochwertiges Besteck sollte aber in speziellen Aufbewahrungshaltern gelagert werden um Kratzer und Gebrauchsspuren zu vermeiden. Zur Silber-Aufbewahrung dienen Besteckkassetten, Bestecktaschen oder Abdecktücher. Die Bestecktaschen von Robbe & Berking sind nicht nur geschmackvoll und schön, sondern haben auch einen praktischen Nutzen: Das Silber lagert in samtweichen, roten Bestecktaschen anlaufgeschützt. Holzbesteckhalter werden mit einem anlaufschützenden Filztuch überzogen, um während der Lagerung Schutz bieten zu können. Die Zwischenräume der einzelnen Besteckteile sind so gewählt, dass Kratzer vermieden werden. Die Filztücher sollten nicht gewaschen werden, da sie sonst ihre Imprägnierung verlieren. In Kästen, Schatullen oder praktischen Besteckkästen und -schränken ist Silberbesteck gut aufgehoben. Ideal ist ein Anlaufschutz-Tuch zum Abdecken. Mit echtem Seidenpapier, in das die …

Tauflöffel – ein Geschenk von ewiger Schönheit

Der Brauch, Neugeborene zu beschenken, existierte schon in der Antike. Dabei war Edelmetall wegen seiner Verheißung von Wohlstand und Glück besonders beliebt. Silber hatte dabei gegenüber Gold den Vorteil, dass man daraus Gegenstände für den alltäglichen Gebrauch, wie etwa Löffel, fertigen konnte.  Taufgeschenke haben auch einen hohen symbolischen Charakter: Der silberne Tauflöffel steht zum Beispiel dafür, dass das Taufkind immer genug zu essen haben soll. Sie gehörten zu den persönlichen Gegenstanden, schließlich war bis in das 18. Jahrhundert häufig der Löffel das einzige Essbesteck und es war üblich, stets den eigenen Löffel zu benutzen. Wertvolle Exemplare wurden das ganze Leben hindurch benutzt und waren daher ein perfektes Geschenk zur Taufe – ein Geschenk fürs Leben und eine ewige Erinnerung an den Tag der Taufe. Über die Jahrhunderte war der Löffel der tägliche Begleiter des Menschen. Er gehörte so sehr zum Alltag, dass viele Lebenssituationen durch Sprichwörter und Redewendungen mit dem Löffel in Verbindung gebracht werden. Wer mit Glück und Reichtum gesegnet ist, wurde „mit einem silbernen Löffel im Mund geboren“. Jemandem, der sich einer Sache …

Wendt & Kühn Herbst-Neuheiten 2012

Pünktlich zum Weihnachtsfest 2012 hat die Grünhainichener Traditionsmanufaktur Wendt & Kühn wieder ausgewählte Artikel ins Sortiment aufgenommen. Bis heute bilden unzählige, von der Firmengründerin Grete Wendt und der Gestalterin Olly Wendt überlieferte Figurenentwürfe und Zeichnungen die Grundlage des Sortiments, der Marke und ihres Erfolges. Seit jeher treten die kleinen Figuren von Grünhainichen aus ihre Reise zu den Sammlern und Liebhabern an. Heute genauso wie vor fast 100 Jahren werden sie in meisterlicher Handarbeit gefertigt. Geschaffen für Sammler und Liebhaber exklusiver, zeitloser und wertvoller Stücke. Prachtvolle Ornamente Sie sind anmutig und prunkvoll: Die reich bemalten Engel aus dem Hause Wendt & Kühn. Ab Herbst 2012 wird die erfolgreiche Produktgruppe um einen grünen und ein orangenen Engel erweitert. Die Kleider der Figuren schmücken fantasievolle Ornamente – eine farbenfrohe Reminiszenz an die baltische Heimat der Farbgeberin Olly Wendt. Die Form des Engels entwarf Firmengründerin Grete Wendt bereits in den 1930er Jahren. Die reich bemalten Engel faszinieren, ihre aufwändige Bemalung beeindruckt. Der lasierende Farbauftrag lässt ein Farbenmeer entstehen, welches den Schein des Lichtes facettenreich widerspiegelt. Die Lasur wird in …

Sarjaton von iittala

Die Wurzeln des finnischen Designs liegen in der Geschichte, den Traditionen und bescheidenen Lebensumständen des Landes. Als zeitgemäße Darbietung finnischer Tradition bringt iittala die neue Kollektion Sarjaton heraus und stößt somit eine neue Denkweise über Tischgeschirr an. Die auffälligen Dekors und die weichen Konturen ermöglichen facettenreiche Kombinationen auf dem Esstisch. So wurde Sarjaton von kulturellen finnischen Bräuchen und bunten Stoffen inspiriert. Dafür brachte iittala sechs junge finnische Designer aus den Bereichen Mode-, Produkt-, Grafik- und Digitaldesign zusammen. Die Produkte mögen einfache Formen haben und sind dennoch von fähigen Handwerkern und Künstlern mit umfangreichen Ideen gestaltet worden. Imagination ist die einzige Einschränkung Sarjaton ist eine reduzierte und dennoch vollständige Auswahl. Die einzelnen Elemente bestehen aus Glas, Keramik, Eschenholz und Textilien, die beliebig miteinander kombiniert werden können. Naturgegebene, gedämpfte Töne wie Perlgrau, Weiß, Altrosa, Lehmbraun und Rostrot bilden die Basis für die Oberflächen mit Mustern und Reliefs auf glänzenden sowie semi-matten Glasierungen. Die Formen bei Sarjaton sind klar, zeitlos und entspannt. Die sanft-weiche Designsprache kommt am besten durch die raffinierte Form der Teller zum Ausdruck, die die …

Rörstrand Ostindia in neuem Design!

Seit fast 300 Jahren ist Rörstrand ein Synonym für Qualität und Handwerkskunst. Das Rörstrand-Geschirr wurde von Generation zu Generation weitergegeben und ist in Form von Sammlerstücken und Klassikern in die schwedische Design-Geschichte eingegangen. Vielleicht deshalb, weil Rörstrand immer verstand, dass Qualität über die reine Haltbarkeit und Funktionalität geht. In enger Zusammenarbeit mit Schwedens führenden Designern, wurde die Essenz des guten Geschmacks eingefangen und in der Form von schönen alltäglichen Gegenständen aus Porzellan, aufbewahrt. Wenn man auf die Design-Geschichte von Rörstrand zurückblickt, kann man sehen, dass jede Zeit ihren Geschmack hat. Die dekorative Gestaltung der Ostindia-Kollektion wurde von einem Fragment eines Porzellantellers inspiriert, der aus dem Laderaum des schwedischen Ostindienfahrers „Götheborg“, der bei einer China-Reise im Jahr 1745 sank, geborgen. Viele Jahre später entdeckte die Frau des damaligen Betriebsleiters von Rörstrand, die Scherbe in einem Schrank in der Fabrik und erkannte sofort das Potenzial des Designs. So wurde im Jahr 1932 das Fragment des blauen chinesischen Porzellans, das Modell für Ostindia – ein Service mit einem Ultramarin-Muster auf einem hellblauen Hintergrund, eingefasst von einem warmen, rost-roten …

Becherserie TOUCHÉ von FÜRSTENBERG

Die filigrane Becherserie TOUCHÉ ist seit Frühjahr 2012 eines der Aushängeschilder der Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG. Aus hauchdünnem Manufakturporzellan gefertigt, zeichnen sich die Becher durch eine kunstvolle Optik aus. Mit der reduzierten Formensprache, ihrer matt polierten Außenseite und der glänzenden Innenglasur erfreut TOUCHÉ die Augen und Fingerspitzen. Das zarte Material liegt dank der leichten Scherbenstärke nahezu schwerelos in der Hand. Und während Tee oder Kaffee heiß und Cocktails oder Sekt kühl gehalten werden, bleibt das Äußere des Bechers angenehm temperiert. Um die besondere Optik zu erzielen, haben die Manufakturmeister von FÜRSTENBERG die Becher außen matt poliert. Ihr spezieller Thermoeffekt, der durch die doppelwandige und dennoch extrem leichte Ausführung entsteht, zeugt von technischer Raffinesse. Die Artikel sind auch mit verschiedenen Reliefausführungen in Schwarz und Weiß erhältlich. Weil das Jahr 2012 im chinesischen Horoskop das Jahr des Drachen ist, hat FÜRSTENBERG seiner Serie noch ein exklusives Einzelstück hinzugefügt: den Becher mit dem Relief „Drache“. Dem chinesischen Tierkreis entstammt auch das zweite Relief: eine Schlange. Sie steht für Weisheit und Schönheit. Beide Reliefs wurden von einem asiatischen Künstler mit viel …

Aldo Rossi – Architekturelemente der Klassik

Aldo Rossi gehört zu den richtungsweisenden Architekten und Theoretikern des 20. Jahrhunderts. Seine charismatische, polarisierende Persönlichkeit und der schillernde Intellekt prägten eine Architektengeneration. Von monumentalen, klassizistischen und rationalen Stilen ausgehend, fand er als junger Architekt zu einer klaren und reduzierten Formensprache. Schon während seiner Studienzeit fand er zu seiner reduzierten, klaren Formensprache, der er sein Leben lang treu blieb. Nach seinem Studium stellte sich Rossi auf die Seite von Kritikern der dogmatischen Prinzipien der Moderne. Er betonte anfänglich, sich nicht in erster Linie für Architektur zu interessieren. Seine eigentliche Berufung begann erst später als er einen Wettbewerbsentwurf für ein Denkmal erstellte. Sein zentrales Anliegen in der Architektur, war die Verbindung zwischen der Vielfalt der Funktionen und der Einzigartigkeit der Form: Während für ihn die Funktion vergänglich und wechselnd ist, bildete die Form eine feste Konstante. In den 70er Jahren schafft es Rossi, sich in Europa zu etablieren. Zu diesem Zeitpunkt entstanden viele überragende Entwürfe, zum Beispiel das „Teatro del Mondo“ in Venedig. Damit wechselte Rossi von einer theoretischen zu einer vornehmlich praktischen Architektur. Durch den …

Stefano Giovannoni – „Design ist eine Frage der Kommunikation“

Der Industriedesigner Stefano Giovannoni, geboren 1954 im italienischen La Spezia, studierte bis 1978 Architektur und begann danach mit verschiedenen Designstudien und Lehraufträgen. Zusammen mit dem Designer Guido Venturini gründete er 1980er Jahren das „King-Kong“ Studio. Gemeinsam entwarfen sie die überaus erfolgreiche Reihe „Girotondo“ für Alessi, die viele Gebrauchs- und Haushaltsgegenstände aus Kunststoff und Metall mit dem charakteristischen Strichmännchen beinhaltet. Venturini und Giovannoni wollten nicht wie herkömmliche Designer arbeiten, deshalb entstand der Name „King Kong“, der diese Bestrebung verdeutlichte. Mit dem Namen wollten sie ihre Bestrebung verdeutlichen und die Verständigung zwischen sich und anderen antreiben. Anfang der 90er Jahre designt Giovannoni viele Alessi-Klassiker, wie den Obstkorb „Fruit Mama“, die Salz- und Pfefferstreuer „Lilliput“, die Toilettenbürste „Merdolina“, die  Dose „Mary Biscuit“ aus farbenfrohem Kunststoff mit einem großen Keks auf dem Deckel, den Eierbecher „Cico“ und andere Werkstücke für bedeutende Firmen wie Magis, Flos oder Cappellini. 2003 entwirft Giovannoni die „Mami“-Reihe für Alessi mit Geschirr, Töpfen und Küchenmessern. Über 150 Designer aus der ganzen Welt arbeiten für Alessi. Das Italienische Design ist geformt von der Kooperation zwischen Unternehmen …