Neueste Artikel

silberseminar-slider

Seminar: Robbe & Berking – Hochwertiges Tafelsilber seit 5 Generationen

Mitte letzter Woche waren wir noch in Hamburg auf Schulung, Sonntag ging es erneut in den hohen Norden: Naila und ich waren von Robbe & Berking vom 17. bis zum 19.06.2018 zum Silber-Seminar nach Flensburg eingeladen. Die Silbermanufaktur stellt bereits in 5. Generation hochwertige Tafelgeräte her. Was wir in den Werkshallen alles erlebt und welche Erkenntnisse wir mitgenommen haben, erfahrt ihr in diesem Blogpost.

Silberglanz verzaubert die Menschen bereits seit mehreren Jahrhunderten. Dass diese Tatsache bis heute stimmt – oder sollten wir sagen: Nicht an Glanz verloren hat? – konnte wir bei Robbe & Berking live erleben. Doch beginnen wir von Anfang an:

Am Sonntagmittag machten wir uns per Bahn auf den Weg nach Flensburg, wo wir nach kurzem Umsteigen in Hamburg um kurz vor 16 Uhr ankamen. Mit dem Taxi ging es fix in unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: Das erst Ende 2016 eröffnete „Hotel Hafen Flensburg“ empfing uns mit stilvoller Ausstattung und schick eingerichteten Zimmern. Der Nachmittag wurde für eine kurze Erkundung der Umgebung genutzt, bevor sich um 20 Uhr alle Seminarteilnehmer im Restaurant zu einem gemeinsamen Abendessen einfanden. Bei einem delikaten Drei-Gang-Menu wurde sich in entspannter Atmosphäre kennen gelernt – und natürlich mit edlem Silberbesteck aus der Alta-Kollektion gespeist. Ein guter Einstieg in das Seminar!

Silber-Seminar_Hotel

Hotel Hafen Flensburg: Unsere stilvolle Unterkunft

Silber-Seminar_Abendessen

Prost! Silberglanz bereits beim ersten Abendessen

Montagmorgen fuhren wir, gut gestärkt am exzellenten Frühstücksbuffet, per Bus zum Unternehmenssitz. Dort begrüßte uns Geschäftsführer Oliver Berking und stellte uns Historie und die wichtigsten Fakten der Firma vor. Gegründet wurde die Silbermanufaktur im Jahr 1874 von Nicolaus Christoph Robbe (*1843 †1916), der zusammen mit dem sehr begabten Silberschmied Robert Berking (*1872 †1908) die Werkstatt ausbaute, das Absatzgebiet vergrößerte und so maßgeblich zum weiteren Erfolg des Unternehmens beitragen sollte. Im Jahr 2018 fertigt Robbe & Berking mittlerweile rund 30 Serien in 925er Sterlingsilber sowie in 150 Gramm Massiv-Versilberung. So kommen knapp 4.000 Einzelbesteckteile zusammen. Und die Herstellung sollten wir uns folgend auch anschauen.

Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden wir von Oliver Janssen, unserem Gebietsrepräsentanten für Norddeutschland, beziehungsweise Jan Karim Bezziche, Leiter Marketing & Vertrieb International, durch die Werkshallen geführt. Wir waren beide beeindruckt, welcher Aufwand betrieben wird, um ein perfekt gestaltetes Endprodukt anzufertigen. Denn wo andernorts lediglich Maschinen stumpf die Arbeit erledigen, sind bei Robbe & Berking geschulte Silberschmiede und Fachkräfte am Werk, die mit viel Hingabe, Sorgfalt und Leidenschaft zum Material Silber einzigartige Tafelgeräte in Handarbeit produzieren. Durch 50 Hände geht jedes Besteckteil, bis es fertig ist und seinen funkelnden Glanz versprüht.

Silber-Seminar_Handarbeit

Mit Schwung: Der feine Hammerschlag wird per Hand auf die Gabel aufgebracht.

Silber-Seminar_Handarbeit2

Polieren für den perfekten Glanz

Hier wird in der Kategorie Schönheit gedacht, nicht in Kosten!

Nach einer mittäglichen Stärkung im Hause und einem Schulungsteil im Seminarraum, fuhr die Gruppe in die Robbe & Berking Filiale in der Flensburger Innenstadt. Diese beeindruckte durch ihr neues Gestaltungskonzept: Das bekannte Rot des Coporate Designs hält sich nun elegant zurück und wirkt durch eine offene und stilvolle Dekoration der Produkte angenehm akzentuiertert. Nach so viel Programm hieß es zunächst „Zurück ins Hotel“, um sich für den weiteren Ablauf vorzubereiten. Denn abends wurde noch die Werft und das Yachting Heritage Centre besucht. Ja, Robbe & Berking baut sowie restauriert auch klassisch-zeitlose Yachten und präsentiert diese weitere Leidenschaft zum Yachtsport in einem informativen Museum. Edles Holz und Silber in Manufakturarbeit – eine wunderbar passende Kombination! À propos Yacht: Mit dem historischen Segelschiff „Freddy“ ging es hinaus in die Flensburger Förde, wo der Montagabend bei Spargel & Chamapner einen entspannten und kulinarischen Ausklang fand.

R&B Geschäftz Flensburg

Herr Bezziche empfängt uns in der Flensburger Filiale

R&B Geschäftz Flensburg2

Silbriges Funkeln: Stilvolle Dekoration in der Filiale

R&B Werft

Ebenfalls hochwertige Handarbeit: Restaurierung einer Yacht in der Werft

R&B Yachting Heritage Centre

Yachting Heritage Centre: Spannende Geschichten und Ausstellungsstücke rund um den Yachtsport

Segeltörn1

Grandioser Ausblick: Segeltörn auf der „Freddy“ in der Flensburger Förde

Segeltörn2

Zum ansprechend servierten Dessert wird natürlich der Gourmetlöffel gereicht

Dienstagmorgen hieß das Ziel erneut Unternehmenssitz, wo uns Herr Janssen und Herr Netter, Gebietsrepräsentant für Süddeutschland, die restlichen Schulungsinhalte vermittelten. Gerne trugen wir uns zudem noch ins Gästebuch des Hauses ein. Bei feinem Speis und Trank in dem Yachting Heritage Centre angeschlossenen „Ristorante Italia“ fand das Silber-Seminar 2018 einen würdigen Abschluss.

Robbe & Berking Gästebuch

Danke sagen für das lehrreiche Seminar: Unser Gästebuch-Eintrag

Unser glänzendes Fazit: Wir haben das Silber-Seminar sehr genossen und viele neue Erkenntnisse und Informationen mitgenommen, die wir euch vor Ort im Geschäft gerne präsentieren 🙂 Besucht uns gerne und lasst euch entführen in die schimmernde Tafelkultur-Welt von Robbe & Berking!

riedel-slider

Schulung: Riedel – Weinkultur in Perfektion

Ob gemütlich nach Feierabend, zum festlichen Dinner oder in geselliger Runde auf einer Feier: Ein schönes Glas Wein lässt sich zu vielen Anlässen einschenken. Mittlerweile schätzen mehr und mehr Weinliebhaber den Gebrauch von speziell für jede Rebsorte entwickelte Gläser. Die österreichische Firma Riedel hat sich exakt auf die Herstellung von hochwertigen und innovativen Weingläsern spezialisiert. Naila, Galina und Niklas waren in Hamburg auf einer Riedel-Schulung und haben interessantes Wein-Wissen für euch mitgebracht.

Familienbetriebe sind heutzutage rar gesät. Kaum vorzustellen, dass ein Unternehmen noch in der 11. Generation seinen Geschäften nachgeht. Die Firma Riedel aus dem österreichischen Kufstein jedoch ist das beste Beispiel, dass dies möglich ist. Naila, Galina und Niklas konnten sich bei der Schulung am 13. Juni 2018 in einer Kochschule im Hamburger Stadtteil Altona selbst davon überzeugen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch unsere Riedel-Vertreterin Frau Spohn, führte Herr Kraus, Geschäftsführer Vertrieb bei Riedel, zunächst historisch in die Thematik ein und uns dann durch den Schulungstag.

riedel-gruppenbild

Adrett platziert: Galina, Niklas und Naila bei der Riedel-Schulung

Bereits 1678(!) begann die glorreiche Glasmacher-Tradition der Riedel-Familie. Den Grundstein des Erfolges legte Johann Christoph Riedel aus Böhmen, der mit hochwertigen Glaswaren handelte. Über die Jahrhunderte hinweg sammelten die Riedels sich einen unglaublicher Erfahrungsschatz an und gaben ihn an die Folgegenerationen weiter. Der Zweite Weltkrieg unterbrach zunächst die Glasproduktion in Böhmen. Doch schon 1956 begann der Neustart – am Standort, wo Riedel Glas bis heute ansässig ist: Kufstein in Tirol. Mit finanzieller Unterstützung der befreundeten Familie Svarovski (Daniel Svarovksi hatte seinerzeit bereits eine Lehre in der böhmischen Glashütte gemacht) wurde die örtliche, aber stillgelegte Glasfabrik von Claus Josef Riedel wieder neueröffnet. Hier schlägt bis heute das „gläserne“ Herz der Riedels.

Nach der lebendigen Historie folgte die Glaskunde: Schließlich sollten wir auch ein technisches Verständnis von der Ware Glas erlangen. Insgesamt gibt es vier Glas-Hauptkategorien, darunter beispielsweise Kalk-Natron-Glas, das als Fensterglas eingesetzt wird. Im Tisch- und Essbereich hat sich das bekannte Kristallglas durchgesetzt. Dafür werden 70 % Quarzsand, 15 % Pottasche, 10 % Metalloxyd sowie 5 % Kalk zusammen gemischt, bei 1.500 Grad geschmolzen und anschließend bei circa 900 Grad verarbeitet. Soweit die Theorie, doch was macht Riedel Gläser so einzigartig? Das wichtigste Kriterium ist das perfekt abgeschnittene Oberteil. Durch einen Präzisionslaser entsteht ein fein geschnitter Mundrand, ohne scharfe Kante, dafür mit umso glatterer Oberfläche. Die hochwertigen Riedel-Gläser werden zudem noch exakt geschliffen und anschließend poliert. Und nicht zuletzt steuern die verschiedenen Kelchöffnungen sowie Oberflächenschliffe exakt, wohin der Wein im Mund fließen soll, damit sich das spezifische Aroma exzellent zur Entfaltung kommt: Durchdachte Maßnahmen also für ein geschmeidiges Trinkerlebnis!

Und dann ging es endlich zur Praxis über. Genauer: Zur Glasprobe. Hierbei drehte es sich viel weniger um den Wein an sich, als um die rebsortenspezifischen Weingläser. Bei Riedel stand vor allem die Frage im Raum, wie sie den Weingenuss noch weiter perfektionieren können. Die Antwort darauf war die Entwicklung von perfekt auf die jeweilige Rebsorte abgestimmten Gläsern. Dies geschieht bei Riedel seit über 40 Jahren zusammen mit Winzern aus der gesamten Welt. Ihnen wird eine Auswahl von Gläsern präsentiert, aus denen nach und nach Glasformen ausselektiert werden. Bis letztendlich die perfekte Form übrig bleibt. In unserem Fall durften wir diese Produktentwicklung mit Weingläsern für Riesling, Sauvignon Blanc sowie Oaked Chardonnay erleben. Der fruchtige Riesling roch und schmeckte aus dem Sauvignon Blanc Glas völlig unterschiedlich als aus dem rebsortenspezifischen Weinglas. Glaubt ihr nicht? Probiert es gerne mal aus, wir beraten euch gerne! 🙂

riedel-glasprobe

Glasprobe mit Riedel Veritas Gläsern

Last but not least erläuterte uns Herr Kraus äußerst informativ und dabei sehr unterhaltsam (ein großer Dank an dieser Stelle für die hervorragende Schulungsführung!) die verschiedenen Riedel-Kollektionen. Das Besondere: Selbst die maschinengeblasenen Serien atmen den Charme und die Leidenschaft von mundgeblasenenen Gläsern – verbunden mit der gleichbleibend hohen Genauigkeit der Riedel-Maschinen. Begeistert waren wir vor allem von der neuesten Kollektion. Riedel Performance besticht durch große Bodenplatten, die in Zusammenspiel mit dem feinen Stiel und dem eleganten Kelch ein exakt ausbalanciertes „Wein-Werkzeug“ ergeben. Aufgewertet werden die Perfomance Gläser zudem durch ihren optischen, wellenförmigen Effekt in der Innenseite des Kelches, der durch Schwenken im Licht ersichtlich wird.

riedel-christiankraus

Herr Christian Kraus, Geschäftsführer Vertrieb bei Riedel, führte uns äußerst informativ und unterhaltsam durch die Riedel-Kollektionen

riedel-kollektionen_perform

Riedel Performance: Die neueste Kreation der Kufsteiner Glasexperten

Und wie könnte dieser tolle Schulungstag besser enden, als mit einem frischen Gin Tonic? Natürlich stilecht aus Riedel Gin O’Clock Gläsern, die uns ein genussvolles Lächeln ins Gesicht zauberten.

rooligan

Fanmeilen-Feeling zur WM 2018 mit Lothar John Tischkultur

Fußballfans auf der ganzen Welt sind voller Vorfreude, denn: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland rückt näher. Tausende Anhänger des traditionsreichen Ballsports werden die Spiele bei zahlreichen Public Viewings erleben und mit ihrer Lieblingsmannschaft mitfiebern. Wer die Partien lieber vor dem heimischen Fernsehschirm verfolgen möchte, dem zeigen wir in diesem Blogpost, wie ihr euer Zuhause in eine kleine private, stimmungsvolle Fanmeile verwandelt.

Kleiner Hüpfer – großer Jubel

Was wäre eine WM ohne die passenden Fan-Utensilien? Richtig: Nicht das Gleiche. Ob Dauerbrenner Schal, eine große Flagge zum Umhängen, Tröte zum ordentlich Stimmung machen oder der Klassiker schlechthin: Das Nationaltrikot. Doch moment! Da fehlt doch noch etwas…Gerne möchte wir euch diese Standard-Ausstattung um einen kleinen, fröhlichen Stimmungsmacher ergänzen 🙂

Achtung, bereit machen zum Jubeln: Der Hoptimist Rooligan ist da! Der niedliche Federhüpfer bringt sofort Leben in die private Fanzone und verbreitet Freude bei allen Fußball-Anhängern. Der Begriff Rooligan ist übrigens ein Wortspiel aus den Wörtern „Hooligan“ und „rolig“ (von dänisch: ruhig) und bezeichnet friedlich feiernde Menschen vor und während dänischer Nationalmannschaftsspiele. Die Bewegung der Rooligans entstand in Dänemark in den 1980er Jahren und ist seitdem ein Symbol für den respektvollen Fußballfan – über die Grenzen des skandinavischen Landes hinaus.

Es versteht sich von selbst, dass es unter den Hoptimisten auch Fans der deutschen Nationalelf gibt. Wie ein realer Anhänger auf den Fanmeilen hat auch der kleine Hoptimist sich die beliebte schwarz-rot-goldene Gesichtsbemalung zugelegt. Für noch mehr Stimmung hat sich das Hoptimist-Maskottchen Handschuhe in den deutschen Nationalfarben besorgt. Mit kleinen Federn auf dem Kopf platziert, sorgen sie durch flinkes hin und her wackeln für eine stürmische Anfeuerung. Und ist erst einmal ein Tor erzielt, gibt es beim Hoptimist Rooligan kein Halten mehr: Grenzenlos auf und ab hüpfend, fällt er durch ein Anstupsen in den Torjubel mit ein und lässt das Stimmungsbarometer der privaten Fanmeile schlagartig steigen!

rooligan

Glänzender Spielzug. Glänzende Biergläser.

Wenn die Stimmung bei den Spielen am Kochen ist, darf gerne für eine Erfrischung gesorgt werden. Und wie könnte das beim Fußball besser gehen, als mit einem kühlen Bier. Auf den Outdoor-Fanmeilen gibt es das kühle Blonde dann meist aus dem Plastikbecher oder vorher direkt aus der Flasche. In heimischen Fan-Gefilden darf es gerne ein wenig stilvoller zugehen. Wir bieten eine breite Auswahl an Biergläsern. Drei davon möchten wir euch hier vorstellen:

1. Holmegaard No.5 Bierglas

Ein robuster Klassiker ist das Bierglas aus der No.5-Serie von Holmegaard. Das 1970 von Per Lütken entworfene 30cl-Glas überzeugt durch seine Langlebigkeit und klare Form. Entgegen der damals vorherrschenden öffentlichen Meinung, folgte Lütken beim Holmegaard No.5 Glas ganz seiner Design-Intuition – fertig war das rustikale Bierglas.

Holmegaard No5

2. iittala Essence Bierglas

Wer es lieber etwas edler mag, dem legen wir das Essence-Bierglas von iittala ans Biertrinker-Herz. 2001 vom Schweizer Alfredo Häberli entworfen, brilliert das 48cl-Glas mit durchdachtem Design. Der zarte Stiel harmoniert wunderbar mit dem wohlgeformten Kelch. Im 4er-Set erhältlich, vermitteln alle Gläser zusammen ein schönes Gefühl der Ausgewogenheit. Wir finden: In diesen schicken Gläsern, lässt sich auch hervorragend ein feines Craft-Beer servieren 😉

iittala Essence

3. Holmegaard Skibsglas

Beim Fußball gilt: Das Runde muss ins Eckige. Beim Skibsglas von Holmegaard gilt: Das Flüssige muss ins Abgerundete. Wie bereits Modell No.5, überzeugt auch das Skibsglas durch seine robuste Form und ist damit bestens für den alltäglich Gebrauch (und den gemütlichen WM-Fernsehabend) geeignet.

Holmegaard Skibsglas

Egal, für welches Glas ihr euch entscheidet: Wir wünschen guten Biergenuss und – Prost!

Siege feiern mit der Kooduu Bodenlampe

Das Spiel ist aus und der Sieg wurde errungen. Jetzt darf gefeiert werden! Praktisch, wenn man dafür nur vom Wohnzimmer auf die Terrasse umziehen muss. Denn mit unserer Kooduu Synergy LED Stehleuchte verwandelt ihr euren Außenbereich in eine Siegesfeierzone! Das einzigartige Lifestyle-Objekt bietet nicht nur angenehm warmes Licht zum Illuminieren, sondern auch eine praktische Ablagefläche zum Kühlen eurer Getränke. Doch nicht nur das: Der eingebaute Bluetooth-Lautsprecher sorgt für höchste Musikqualität, um den Sieg gebührend zu zelebrieren.

Kooduu 65

Also, liebe Fußball-Freunde: Wir wünschen euch mit unseren Tischkultur-Fan-Accessoires eine spannende WM 2018 mit ereignisreichen Spielen und am besten vielen deutschen Siegen!

5seasons Slider

Design trifft Duft: Alessi 5 Seasons

Sinnlichkeit, Freude am Design und eine große Prise Magie: All das steckt in der neuen Duftkollektion The 5 Seasons von Alessi. Eine ganze Reihe von Duftkerzen, edlen Diffusoren und Raumsprays wurden vom Star-Designer Marcel Wanders für das italienische Kult-Unternehmen entworfen. Wir stellen euch den Freidenker der Design-Szene vor und nehmen euch mit auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Düfte.

A&W Designer des Jahres 2018: Marcel Wanders. Bildquelle: Alessi

Es kommt sicher nicht von Ungefähr, dass er Anfang 2018 vom renommierten A&W-Magazin zum Designer des Jahres gekürt wurde. Marcel Wanders, das Design-Wunderkind, das sich aus bescheidenen Verhältnissen zum weltweit gefeierten Gestalter empor gearbeitet hat. Dass seine Eltern ein kleines Haushaltswarengeschäft betrieben und er durch das Spielen mit ausrangierten Geräten unbewusst Flächenverhältnisse und Geometrien verinnerlichte, sollte Wanders im späteren Studium an der Designakademie in Eindhoven von Vorteil sein. Allerdings nur kurz. Denn schon bald war dem Kreativkopf das eintönige Erlernen von grauer Theorie zu bieder, Wanders jedoch wollte experimentieren, Ideen entwickeln – und flog wegen „Unbelehrbarkeit“ von der Uni. Nach Stationen in Maastricht und im belgischen Hasselt erreichte Wanders 1988 schließlich doch noch seinen Abschluss an der Kunstakademie Arnheim. Der experimentelle Aspekt und das fantasievolle Herumspielen mit Design sollten ihn auch weiterhin begleiten.

Dies lässt sich besonders anschaulich am Knotted Chair verdeutlichen. Ein Stuhl, entworfen 1996. Doch einer, der Wanders zu internationaler Bekanntheit verhelfen sollte. Geschickt verknüpft er im wahrsten Sinne des Wortes Leichtigkeit mit Stabilität, indem er Carbonstränge mit Schiffstau ummantelt, daraus ein geflochtenes Knotennetz herstellt und dieses Geflecht in einen Rahmen spannt. Alles mit Epoxidharz fixiert et voilà: Fertig war die bis heute kultige Designikone. Traditionelle Macramé-Technik trifft auf moderne Materialien. Ein Designobjekt, entstanden aus Wanders‘ unbändigem Experimentiergeist, das mittlerweile im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt wird.

Knotted Chair

Machte Wanders international bekannt: Der Knotted Chair. Bildquelle: https://www.marcelwanders.com/work/knotted-chair

Heute arbeitet Marcel Wanders mit circa 70 Mitarbeiten im angesagten Amsterdamer Viertel Jordaan in durchgestylten und großzügigen Büroräumen. Mit seinem Team gestaltet er Produkte, entwirft Inneneinrichtungen nobler Hotels in der ganzen Welt und tüfelt an immer neuen Ideen. Zu seinem Kundenstamm zählen renommierte Adressen, wie Magis, Droog Design, Christofle – und Alessi.

Für die italienische Designschmiede hatte Wanders bereits die farbenfrohe und fantasievolle Circus Kollektion entworfen. Nun legt er mit 5 Seasons nach. Für wahrhaft sinnliche Geruchserfahrungen hat Wanders dafür, der Name lässt es vermuten, fünf Duftessenzen kreiert, die ein wohlriechendes Wohnambiente erschaffen. Vier Aromen davon repräsentieren die vier Jahreszeiten, die jeweils mit evozierenden Namen versehen sind: So drückt ein „Ahh“ das Aufblühen der Natur im Frühling aus, das „Hmm“ steht für die wohligen Sommermonate, „Grr“ betont die Poesie des Herbstes und der Erntezeit und im zähneklappernden „Brr“ kommt der Winter zum Ausdruck. Die fünfte Essenz „Shhh“ ist dagegen ein spezieller Duft, der die Kollektion mit seiner spirituellen Komponente bereichert und uns in eine geheimnisvoll-mystische Duftwelt entführen soll. Marcel Wanders hat dafür bewusst bei den dazugehörigen Produkten auf eine tiefschwarze Farbe gesetzt, mit der er diese magische Traumwelt assoziiert – ihr seht: Auch bei 5 Seasons steckt wieder ganz viel Fantasie drin!

Alessi 5 Seasons Zusammenstellung

Alessi 5 Seasons: Duft trifft Design. Bildquelle: Alessi (© Marcel Wanders)

Nicht nur die Duftnoten sind mit viel Hingabe kreiert worden, auch die einzelnen Objekte der 5 Seasons-Serie sind äußerst durchdacht gestaltet. So benutzt Wanders Blattdiffusoren aus edlem Mahagoni Holz anstatt der üblichen Duftstäbchen. Diese stecken in einem eleganten Porzellangefäß, das sich leicht drehen lässt. Strömt Luft durch die Blätter, breitet sich der jeweilige Duft erneut aus. Auch die Gefäße der Duftkerzen sind aus Porzellen hergestellt und besitzen einen lasergravierten Deckel aus feinem Eschenholz. Praktisch: Der Deckel lässt sich als schicke Unterlage benutzen. Ist die Kerze aufgebraucht, bleibt euch ein puristisches Porzellangefäß zur weiteren Verwendung. Ein besonderes Highlight der Kollektion ist der Lavastein. Das faszinierende Gestein fügt sich harmonisch in die mystische Shhh-Duftwelt ein, dessen Essenz dem Lavastein beiliegt. Das poröse Material nimmt den Duft besonders gut auf – und gibt ihn genauso gut wieder an die Umgebung ab. Der vulkanische Lapillus thront auf einem Tablett aus Eschenholz, auf dem auch der Tropfspender Platz findet. Zusammen ergibt sich so ein stimmiges dekoratives Element.

5 Seasons Lavastein Shh

Mystisch: Duftnote Shh mit Lavastein. Bildquelle: Alessi (© Marcel Wanders)

Alessi 5 Seasons und Marcel Wanders. Hier treffen Design- und Duftwelt aufeinander – und ergeben im Zusammenspiel ein rundum gelungenes (Duft-)Bild.

pflegehinweise-slider

Spülmaschinenfest? Durch den Dschungel der Pflegehinweise

Wer kennt es nicht: Dreckiges Geschirr und Besteck stapeln sich schon in der Küche. Also alles ab in den Geschirrspüler und das Chaos ist beseitigt? So einfach geht es leider nicht. Im Alltag begegnen uns zahlreiche Begriffe, die für reichlich Verwirrung sorgen. Spülmaschinenfest und spülmaschinengeeignet sind perfekte Beispiele dafür. Doch wie damit umgehen? Wir bringen Licht in die dunklen Ecken der Pflege-Definitionen.

Beim Einkauf von neuem Geschirr, Besteck oder anderen Küchenhelfern sind euch die Begriffe sicher schon über den Weg gelaufen. Spülmaschinenfest und -geeignet. Doch fest und geeignet, das ist doch das Gleiche? Weit gefehlt! Und was heißt überhaupt rostfrei? Bei der korrekten Behandlung eurer liebsten Geschirr- und Besteckteile gibt es einiges zu beachten.

Spülmaschinenfest

Im Dschungel der Reinigungshinweise ist spülmaschinenfest die höherwertigere Kennzeichnung. Sie wird meistens dann verwendet, wenn auch die verwendeten Materialien eine hohe Qualität aufweisen. Bei Porzellan ist oftmals Fine Bone China ein Garant für Spülmaschinenfestigkeit. Sind Messer, Gabel und Löffel aus Edelstahl gefertigt, ist auch oft das Label spülmaschinenfest zu finden. Doch zum Thema rostfreier Edelstahl kommen wir gleich noch genauer. Es ist jedoch Vorsicht geboten! Selbst, wenn spülmaschinenfest eine DIN-zertifizierte Kennzeichnung ist, garantiert das keinen lebenslangen Schutz. Die im Piktogramm SpülmaschinenfestigkeitPiktogramm über den Wasserstrahlen genannte Zahl gibt dabei an, wie häufig der Gegenstand ohne Schäden gespült werden kann. Hierbei spielen allerdings auch Faktoren, wie die korrekte Dosierung von Reiniger, Klarspüler, Enthärtungssalz sowie die Spültemperatur mit hinein. Ergo: Mit einer guten und aufmerksamen Produktpflege habt ihr noch länger Freude an euren liebgewonnenen Tischkultur-Schätzchen.

Christofle Concorde

Edelstahlbesteck mit dem Label „spülmaschinenfest“: Christofle Concorde

Spülmaschinengeeignet

Während die Kennzeichnung spülmaschinenfest nur verwendet werden darf, wenn das Produkt nach DIN-Normen geprüft wurde, besteht für spülmaschinengeeignet bislang keine klare und verbindliche Definition. Somit gibt es auch kein einheitliches grafisches Symbol dafür. Hersteller können demnach diese Bezeichnung frei und nach eigenen Einschätzungen und Erfahrungen verwenden. Dies macht es für euch als Kunden nicht gerade einfacher. Die meisten Keramikprodukte sowie Edelstahl könnt ihr jedoch bei Spülmaschineneignung chemisch reinigen. Ratsam ist es jedoch auch hier, die genauen Pflegehinweise zu beachten, um so die Lebensdauer der Gegenstände zu verlängern. Weitere Informationen zu Symbolen und Kennzeichnungen findet ihr übrigens auch bei der Verbraucherzentrale.

Rostfrei / rostfreier Edelstahl

Beim Blick in eure Besteckschublade werden euch die meisten Teile in glänzendem Edelstahl entgegen funkeln. Die Chance ist sehr hoch, dass euch hierbei die Aufschrift „18/10“ begegnet. Geheimcodes auf Messer, Gabel und Co? Keine Sorge! Diese Zahlenkombination bezeichnet die genaue chemische Zusammensetzung eures Bestecks: In diesem Fall, dass 18 % Chrom sowie 10 % Nickel enthalten sind. Chromnickelstahl mit diesem Mischungsverhältnis, oder präziser der Legierungstyp X5CrNi18-10, ist die häufigste eingesetzte nichtrostende Stahlsorte. Als Rostfrei dürfen sich Produkte übrigens erst dann bezeichnen, wenn sich einen Mindestanteil von 10,5 % Chrom enthalten. Das enthaltene Nickel erhöht den Glanz und macht Töpfe, Essbestecke und andere Tischkultur-Ware resistenter gegen Säuren.

Alessi Dry

Beispiel für „18/10“-Besteck: Alessi Dry

Zum Leidwesen des Verbrauchers ist auch die Bezeichnung „rostfrei“ irreführend. Denn auch rostfreier Edelstahl kann unter bestimmten Voraussetzungen Rost ansetzen, meist den bekannten Flugrost. Der hohe Chromanteil im Stahl sorgt durch eine chemische Reaktion mit Sauerstoff für eine schützende Schicht auf der Materialoberfläche. Wird diese schützende Chromschicht beschädigt, beispielsweise durch säurehaltiges Essen, kann es schnell zu Korrosion kommen. Deswegen gilt auch hier: Edelstahlbesteck möglichst direkt nach dem Essen grob säubern und schädlichen Speiseresten erst gar keine Chance bieten, die Oberfläche anzugreifen.

Ihr seht: Der richtige Umgang mit Pflegehinweisen und Produktbeschreibungen will gelernt sein. Wir hoffen, dass wir euch mit diesem Blogpost bei der täglichen Pflege-Routine ein wenig behilflich sein konnten. Und selbstverständlich, dass ihr mit diesen Informationen noch ganz lange Freude an euren Tischkultur-Schätzen habt!

Zwei SIEGER-Typen aus dem Münsterland

Das beschauliche Münsterland. Klingt im ersten Moment nach katholischer Spießigkeit, Pferdezucht und weit gestreuten Ackerflächen. Doch dieser klischeebeladene Eindruck täuscht. Dass es in Westfalen auch locker und kreativ zugeht, beweisen die beiden Brüder Michael und Christian Sieger. Mit ihrer Designagentur sieger design arbeiten sie für namhafte Kunden und haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Doch damit nicht genug – mit ihrer eigenen Marke SIEGER prägen sie auch die Tischkultur bis heute.

Zwei Brüder und ein Schloss

Ein Schloss, idyllisch gelegen. Zugegeben: Es gibt wahrhaft schlechtere Arbeitsbedingungen. Und so verwundert es kaum, dass Schloss Harkotten in Sassenberg eine gewichtige Stellung in der Erfolgs-DNA von sieger design einnimmt. Hier schlägt, wenn man so will, das Design-Herz, hier ist der Mittelpunkt der beiden Kreativköpfe Michael und Christian Sieger. Doch wer sind die beiden Brüder?

Ort der Inspiration und Kultur: Schloss Harkotten. Bildquelle:https://www.sieger-germany.com/world-of-sieger/schloss-harkotten/

Michael, der jüngere von beiden, wurde 1968 in Münster geboren. Seine Leidenschaft fürs Gestalten ist bereits durch seine Studienfächer Industrie- und Produktdesign erkennbar. Schon während des Studiums steigt er in das väterliche Familienunternehmen mit ein und wird Mitglied der sieger design GbR Geschäftsleitung.
Christian ist drei Jahre älter und kam ebenfalls in Münster zur Welt. Wie sein Bruder, sammelte auch er bereits in frühen Jahren Erfahrungen im Designbereich. Seinen Schwerpunkt legte Christian jedoch in die PR-Arbeit, die er im Studium verstärkt betrieb. Mit Auslandserfahrung im Gepäck, wirkte der studierte Betriebswirt 1991 schließlich in der sieger design consulting GmbH von Vater Dieter Sieger mit und wurde Geschäftsführer.

Kreative Köpfe: Christian und Michael Sieger. Bildquelle: https://www.sieger-germany.com/haendlersuche/

2003 folgte dann der nächste große Schritt: Christian und Michael übernahmen das vom Vater 1964 gegründete Unternehmen und führten die beiden Firmen zusammen. Aus der sieger design GbR und der sieger design consulting GmbH wurde die sieger design GmbH & Co. KG mit Christian und Michael Sieger als geschäftsführenden Gesellschaftern. Durch ihren reichen Erfahrungsschatz ergänzt sich das Brüderpaar kongenial. Während Michael mit seinem Streben nach Perfektion und dem feinen Gespür für Trends und langfristige Entwicklungen in der Designbranche den gestalterischen Teil übernimmt, kümmert sich Christian um Marketing und Public Relations sowie die professionelle Repräsentation des Familienbetriebs auf Messen und Tagungen. Effiziente, brüderliche Arbeitsteilung.

SIEGER. Design trifft auf Handwerkskunst

Nach vielen Jahren des facettenreichen Agenturlebens und zahlreichen Projekten mit namhaften Partnern, wie duravit, Dornbracht oder Ritzenhoff, entschlossen sich die beiden Brüder 2005  ihre Kreativität in eine eigene Marke einfließen zu lassen: Das Premiumlabel SIEGER war geboren. Der persönliche Anspruch der beiden? Edle Objekte für Tisch- und Wohnkultur erschaffen, mit durchdachtem Design, die das tägliche Leben bereichern.

Dass sich die Sieger-Brüder für ihre hochwertige Produktpalette nur ausgesuchte Kooperationspartner ins Designboot holten, die den gleichen hohen Anspruch an Qualität teilen, versteht sich fast von selbst. Eine besondere Symbiose entstand aus der Zusammenarbeit mit der Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG. Wieso? Hier treffen jahrelange Designerfahrung auf traditionsreiches handwerkliches Können. Unter der Lifestyle-Marke SIEGER by FÜRSTENBERG veredeln so seit 2005 exklusive Porzellankreationen zahlreiche Speisetafeln.

Die erfolgreiche Verbindung von SIEGER und FÜRSTENBERG fußt vor allem auf dem klaren Blick für perfekt gestaltete Objekte bis ins kleinste Detail. Designer Michael Sieger bereichert die Partnerschaft durch seine gestalterische Expertise und ein hohes Maß an Kreativität. Zusammen mit der jahrhundertealten Leidenschaft für Manufakturporzellan und einer hohen Verarbeitungsqualität von FÜRSTENBERG entstehen einzigartige Tischkultur-Objekte.

Edler Schwarz-Weiß-Kontrast trifft auf feines Gold: SIEGER by FÜRSTENBERG MY CHINA! Ca‘ d’Oro.

Ein Beispiel für die Zusammenführung von durchdachtem Design mit feinstem Porzellan ist die Serie MY CHINA! Ca‘ d’Oro. Micheal Sieger hat sich bei dieser Kollektion etwas Besonderes ausgedacht: Er entwickelte die drei Grundformen zylindrisch, coup und konisch, die sich harmonisch miteinander kombinieren lassen. Ca‘ d’Oro, zu deutsch goldenes Haus, verzaubert den Betrachter zudem mit seinem Schwarz-Weiß-Kontrast und dem edlen, zarten Rand aus Poliergold. Das Spiel verschiedener geometrischer Formen sowie das aus der Gotik stammende Vierpass-Ornament verleihen dem Dekor eine unverwechselbare Eleganz und Lebendigkeit.

Nicht zuletzt diese hervorragende Mischung aus hoher Funktionalität, einzigartiger Handwerkskunst und der anmutigen Schönheit eines stilvollen Designs ist es, die die Kreationen von SIEGER by FÜRSTENBERG auszeichnet. Ganz nach der Sieger-Philosophie, den Alltag zu verschönern. Und über allem schwebt der kreative Geist von Schloss Harkotten, der Design-Heimat der beiden SIEGER-Typen aus dem Münsterland.

Ca‘ d’Oro: Ein schönes Spiel der Geometrien.

Rörstrand – Porzellan-Klassiker aus Schweden

Letzte Woche haben wir euch mit Alvar Aalto und iittala finnisches Design näher gebracht. Was bietet sich da mehr an, als mit einem skandinavischen Nachbarn weiterzumachen? Denn auch Schweden hat einige Design-Schmankerl zu bieten. Ein traditionsreiches Beispiel dafür ist die Porzellanfabrik Rörstrand. Kommt mit auf eine kleine Reise in die schwedische Designgeschichte!

Eine schwedische Firma. Gegründet von einem Deutschen. Klingt im ersten Moment komisch, trug sich 1726 jedoch in Rörstrand genauso zu. Die kleine Ortschaft, heute unter anderem Namen ein Stadttteil von Stockholm, markierte den Beginn einer großen Keramiktradition und gab dem neuen Unternehmen auch sogleich den Namen: Rörstrand, gegründet unter Führung des deutschen Porzellanproduzenten Johann Wolff. Nach Meissen, das bereits seit 1709 Keramikerzeugnisse herstellte, ist die schwedische Firma damit der zweitälteste Keramikproduzent in Europa.

Historische Werkstätte (Datum unbekannt). Bildquelle: Fiskars/Rörstrand

In der Frühzeit des Unternehmens dominierten vor allem Produkte aus Fayence, einer damals nicht unüblichen keramischen Herstellungsweise. Und auch die bis heute mit Porzellan assoziierte cobaldblaue Dekorgestaltung wurde schon Mitte des 18. Jahrhunderts verwendet, inspiriert durch Porzellan aus China. Einige Jahrzehnte später, nämlich 1857, gelang es Rörstrand, das edlere Knochenporzellan (bone china) herzustellen, 1881 auch Feldspatporzellan.

Das Unternehmen wuchs in der Folgezeit beständig. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog bereits die Produktion von Stockholm nach Göteburg um, 1926 schließlich die gesamte Firma. Von entscheidender Bedeutung für Rörstrand sollten nachfolgend vor allem die 1930er Jahre haben.

Skandinavisches Design at its best. So ließe sich das 1930 von Louise Adelborg entworfene National Service charakterisieren, das später unter dem Namen Swedish Grace zu Berühmtheit gelangte. Entstanden ist ein minimalistisches wie stilvolles Geschirrset, das über Generationen hinweg die Schweden begeistert hat und heute durch seine hohe Alltagstauglichkeit in fast jedem schwedischen Haushalt zu finden ist. Ein weiterer Grund des Erfolgs ist sicherlich auch das elegante Dekor. Das klassische Geschirr aus langlebigem Feldspatporzellan knüpft mit seinem Weizenähren-Reliefmuster an die skandinavische Natur an, symbolisiert aber auch Wohlstand und Nahrung.

Swedish Grace Becher mit dem ikonischen Weizenähren-Muster. Bildquelle: Fiskars/Rörstrand

Ebenso bekannt und beliebt ist Ostindia von Rörstrand. Der dekorative Schweden-Klassiker verdankt seine Existenz einer bewegten Geschichte. Im Jahre 1746 sank vor der schwedischen Küste der Ostindienfahrer „Götheborg“ mit wertvoller Ladung aus Fernost, die jedoch größtenteils geborgen werden konnte. Auf welchen Wegen auch immer, gelangte ein Porzellanscherben dieser Fahrt in den hintersten Winkel eines Schranks der Rörstrand-Fabrik. 1932 entdeckte die Frau des damaligen Betriebsleiters das kostbare Stück aus China und erkannte auf Anhieb das Potential des historischen Fundes. Das feine Porzellan mit der typischen hellblauen Grundierung in Zusammenspiel mit dem kräftigem Ultramarin-Blumenmuster und harmonisch abgerundet mit dem warmen, rost-rotem Rand ist mittlerweile eine Ikone des schwedischen Designs. Nicht umsonst wurde Ostindia in Schweden zum „Service des Jahrhunderts“ gewählt.

Hellblauer Grund, zarter rostroter Rand: Ostindia. Bildquelle: Fiskars/Rörstrand

Typisch für Ostindia: Das feine Ultramarin-Muster.

Rörstrand spielt übrigens auch bei einem zentralen Bestandteil der schwedischen Kultur eine gewichtige Rolle: Fika. Fi – was?? Fika bezeichnet in Schweden das Unterbrechen der Arbeit, um gemeinsam mit Freunden, Familie oder Kollegen gemütlich beisammenzusitzen und Kaffee zu trinken. Auf zahlreichen privaten Kaffeetischen oder Picknickdecken findet sich dabei oft die Rörstrand-Serie Höganäs. Das robuste Geschirrset aus Steinzeug wurde bereits 1909 entworfen und beweist seitdem mit seiner hohen Hitzebeständigkeit seine Fika-Tauglichkeit. Eine klare Linienführung und die prägnante, dickere Form der Keramikstücke machen Höganäs zum perfekten Begleiter für die gemütliche Pause.

Die klare Formgebung und das robuste Material machen Höganäs zum perfekten Begleiter der Fika. Bildquelle: Fiskars/Rörstrand

Ihr seht: Rörstrands Porzellan-Serien haben eine lange Designgeschichte hinter sich – und prägen schwedische Haushalte, Tische und Picknickdecken bis heute. Doch nicht nur dort. Längst haben die zeitlosen Stücke mit ihren klaren Formen und feinen Details ihren Siegeszug auch außerhalb Skandinaviens angetreteten. Was einst mit einem Deutschen in Rörstrand begann, ist mittlerweile zu einem kleinen Stück schwedischen Kulturerbes geworden.

Weltruhm durch Wellen – Alvar Aalto und sein Designvermächtnis

Kaum jemand hat das skandinavische Design so geprägt, wie er: Alvar Aalto. Der finnische Architekt fühlte sich bei seinen Entwürfen ganz dem organischen Bauen verpflichtet. Von den Formen der Natur inspiriert, formte er Gebäude, die sich fließend in die bestehende Landschaft einfügten. Dynamisch, fließend, mit Rundungen versehen. Diese Merkmale charakteriseren auch Aaltos Stil bei Möbeln und Designobjekten. Das prominenteste Beispiel ist sicher die nach ihm benannte Aalto-Vase. Wir stellen euch den Finnen und sein überwältigendes Lebenswerk vor.

Die Welle. Das Naturphänomen hat Alvar Aalto zeitlebens begleitet – und mehr als geprägt. Vielleicht wollte es auch das Schicksal so, dass selbst sein Nachname auf finnisch Welle bedeutet. Sicher spielt hierbei zudem die grandiose finnische Landschaft eine große Rolle, mit seinen ebenso großen und weitläufigen Seen. Der Begriff „Land der tausend Seen“ kommt nicht von ungefähr. Wenn man so mag, ist es also gar nicht so verwunderlich, dass sich wellenförmige Linien durch das Design von Alvar Aalto ziehen, wie die vielen Seen durch die finnische Natur.

Bildquelle: Fiskars/iittala

Der 1898 in Kuortane geborene Aalto legte schon durch ein Architekturstudium in Helsinki den Grundstein für seinen weiteren, erfolgreichen Lebensweg. 1923, mit gerade einmal 25 Jahren, gründete er sein eigenes Architekturbüro. Ein Jahr später heiratet er seine Assistentin, Aino Marsio. Auch ihre enge Zusammenarbeit sollte das skandinavische Design weiterentwickeln. Auf Reisen durch Europa und die skandinavischen Länder Ende der 1920er Jahre beschäftigte sich Aalto intensiv mit verschiedenen Stilrichtungen, ein Mann auf der Suche nach seinem eigenen, ganz persönlichen Stil. Dieser sollte bald feststehen: Schwungvolle Wellen und fließende Linien wurden zum Markenzeichen von Alvar Aalto.

Die wellenförmigen Linien waren vor allem Ausdruck seiner organischen Architektur. Aalto wollte die Natur mit den entstehenden Gebäuden versöhnen, die Baukörper harmonisch einfließen lassen in die Landschaft. Großzügige Fassaden, asymmetrische Formen und nicht zuletzt immer wieder sanfte Schwünge sind kennzeichnend für die unzähligen Entwürfe und schließlich realisierten Gebäude. Seine Bauten sind außerdem steingewordene Beispiele einer „menschlichen Moderne„, dem Versuch, Neubauten vor allem funktional zu gestalten, nah an den Bedürfnissen der dort lebenden Menschen.

Doch Alvar Aalto schuf nicht nur wegweisende Wohnhäuser und öffentliche Einrichtungen, seine weichen Schwünge sind auch zentraler Bestandteil einiger Möbelstücke und Designobjekte. Zum absoluten Einrichtungsklassiker ist die nach ihm benannte Vase geworden. Die Aalto-Vase,  bereits 1936 entworfen, ist mittlerweile das perfekte Beispiel für zeitloses skandinavisches Design. Die elegante Glasvase symbolisiert wie kaum ein anderes Objekt von Alvar Aalto die Verbundenheit zur skandinavischen Natur. Beim Anblick der dynamischen Rundungen fühlt sich der Betrachter schon fast automatisch in die ruhige Atmosphäre einer finnischen Seenlandschaft hinein versetzt. Das sanfte Rauschen der Wellen, es scheint, als könnte man es hören.

Bildquelle: Fiskars/iittala

Kaum entworfen, gewann die Aalto-Vase bereits den 1. Preis im Karhula-Iittala-Glasdesignwettbewerb. Allein die Verwendung der runden, ungewöhnlich geschwungenen Linien wurde als beinahe revolutionäres Statement angesehen. Doch gerade diese Abkehr von klaren geometrischen Formen zeichnet Aaltos Stil bis heute aus. Vielmehr wollte er Glaskunst natürlicher gestalten, lebendiger. Und so passt auch der skandinavische Naturbezog harmonisch in sein Design. Denn was könnte Lebendigkeit besser ausdrücken, als eine schwungvolle Welle inmitten der finnischen Landschaft.

Das wellige Kultobjekt gehört mittlerweile zum Sortiment der finnischen Glasfabrik iittala und ist in verschiedenen Größen sowie Farben erhältlich. Bis heute wird jede Vase von versierten Glasbläsern mundgeblasen. Seit über 80 Jahren begeistert die Aalto-Vase nun schon Scandi-Interior-Liebhaber und ist ein Symbol für das exzellente finnische Design.

Bildquelle: Fiskars/iittala

Und so lernen wir: Selbst, wenn der Lebensweg von Alvar Aalto bis zu seinem Tod im Jahr 1976 sehr geradlinig verlief – sein grandioses Designvermächtnis wäre ohne die sanften Schwünge, die Rundungen und wellenförmigen Linien nicht denkbar gewesen.

hochzeitsliste-slider

Unsere Hochzeitswunschlisten: Einfach mit Liebe schenken!

Bald geht sie wieder los: Die Hochzeitssaison. Und zwangsläufig stellt sich die Frage, was bloß dem Brautpaar schenken? Sinnvoll und passend soll es sein, doch die Auswahl des richtigen Geschenks ist oftmals schwierig. Abhilfe schaffen vom Brautpaar zusammen gestellte Hochzeitstische mit einer feinen Auswahl an Präsenten. Wir bieten eine weitere Möglichkeit, die wir euch hier auf dem Blog mal genauer vorstellen möchten: Die Online-Wunschliste.

Er ist euch sicher auf vergangenen Hochzeiten begegnet: Der klassische Hochzeitstisch. Dafür steht im stationären Handel meist eine Beraterin oder ein Berater zur Verfügung, der zusammen mit dem Hochzeitspaar die konkreten Wünsche, Vorstellungen und Ideen bespricht und dann eine Auswahl an Geschenken zusammenstellt. Die Gäste können diese dann vor Ort im Geschäft anschauen und erwerben.

hochzeitsliste 2

Doch seien wir ehrlich: In Zeiten von Smartphones und Tablets können viele Dinge auch bequem vom Sofa aus erledigt werden. Wir bieten deswegen den praktischen Online-Hochzeitstisch an. Das Prinzip ist das gleiche – nur, dass der Tisch nun vom Brautpaar im Internet selbst erstellt wird.

Das Anlegen der Wunschliste ist einfach und dauert nur wenige Minuten. Die einzige Voraussetzung ist ein Kundenkonto bei uns – doch auch das lässt sich unkompliziert erstellen. Dann auf „Neue Wunschliste anlegen“ klicken und los geht’s! Den Namen der Wunschliste und Ort, Datum, eine kleine Beschreibung sowie die Lieferadresse angeben, auf „Speichern“ drücken – fertig! 🙂 Ihr könnt außerdem festlegen, ob eure Liste öffentlich sichtbar, oder mit einem privaten Code gesichert sein soll.

Im nächsten Schritt könnt ihr dann ganz in Ruhe in unserem Onlineshop nach Produkten suchen und diese zu eurer Wunschliste hinzufügen. Dazu klickt ihr ganz einfach beim entsprechenden Artikel nicht auf „In den Warenkorb“, sondern darunter auf „Wunschliste“ – und schwupps ist die Geschenkidee hinzugefügt.

hochzeitsliste 4

Um diesen emotionalen Tag noch unvergesslicher zu machen, kann sich das Brautpaar zudem lang ersehnte Wünsche erfüllen lassen. Es ist nämlich nicht nur möglich, Produkte hinzufügen und die Menge zu bestimmen, sondern auch jeden einzelnen Artikel nach Priorität zu ordnen. Ihr träumt schon seit Jahren von einem bestimmten Silberbesteck? Dann markiert es als Herzenswunsch und signalisiert damit euren Hochzeitsgästen, dass sie euch damit eine besonders große Freude bereiten. Ihr verbindet mit einem Artikel eine einzigartige Anekdote? Schreibt diese gerne auf und gestaltet den Geschenkewunsch so noch ein Stück emotionaler.

Der Online-Hochzeitstisch ist erstellt, ihr habt alle Geschenkvorschläge auf der Liste und nach Priorität geordnet – doch moment! Wie informiert ihr nun eure Freunde und Gäste von der Geschenkliste? Ihr ahnt es bereits: Auch das ist ganz einfach. Oben rechts im Webshop klickt ihr zuerst auf „Meine Wunschliste“, wählt eure Liste aus und kommt über „Bearbeiten“ direkt in die Liste. Unter dem Reiter „Mit Freunden teilen“ könnt ihr dann entweder den Link zu eurer Online-Wunschliste kopieren und versenden, oder aber ihr gebt die E-Mail-Adressen eurer Hochzeitsgäste ein und klickt folgend auf den grünen Button „Wunschliste senden“.

Und wenn ihr euch nun fragt „Gibt es die Geschenkliste auch für andere Feierlichkeiten?“: Ja, gibt es 🙂 Die Online-Wunschliste könnt ihr selbstverständlich ebenso für Geburtstage, Weihnachten oder Jubiläen anlegen. Ihr wollt einen ganz individuellen Veranstaltungsnamen anlegen? Auch das ist möglich.

Ihr seht: Mit wenigen Angaben und Klicks könnt ihr eure ganz persönliche und individuelle Wunschliste zusammenstellen. Der direkte Überblick über alle Geschenke sorgt dafür, dass nichts doppelt geschenkt wird: Keine doppelten Präsente – dafür aber doppelte Freude beim beschenkten Brautpaar!

PS: Euch gefällt die traditionelle Variante des Hochzeitstisches doch weiterhin besser? Gar kein Problem! Kommt einfach zu uns ins Geschäft in der Galerie Luise oder vereinbart einen Termin unter +49 (0)511 / 1692025. Wir beraten euch gerne und freuen uns auf eure Wünsche!

hochzeitsliste 3