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Koch & Bergfeld – die Kunst des Silberschmiedens

Wer Koch & Bergfeld nicht kennt, den kann man wohl als „nicht bewandert“ in der Welt der Silberbestecke bezeichnen. Denn eine der ältesten Silberwarenmanufakturen die noch in Betrieb ist, steht wie keine Zweite für die Qualität von Silberprodukten.
Das Koch & Bergfeld-Sortiment umfasst mehr als 15.000 Besteckteile und etwa 350.000 verschiedene Silberwaren. Alle Produkte können auch heute noch geordert werden.
Seit 1829 schon fertigt die, von Gottfried Koch und Ludwig Bergfeld gegründete, Bremer Meisterschmiede Koch & Bergfeld Tafelsilber und Silberbesteck. Daneben werden auch Produkte wie Serviettenringe, Kandelaber oder verkleinerte Nachbildungen von historischen Bestecken angefertigt.
Nachdem die beiden Gründer das Geschäft an ihre Söhne weitergaben, wurde die Produktion ausgedehnt und an einen neuen Standort verlegt, wo die ersten Maschinen in Betrieb genommen wurden. 1874 wurde das Grundstück gekauft, auf dem die Fabrik heute noch steht. Da die Produktion hervorragend lief, wurde eine eigene Schule eröffnet, um genügend Nachfolger für die Zeichen- und Gestaltungsarbeiten auszubilden. Deren berühmtester Absolvent war Wilhelm Wagenfeld.

Bild: Koch & Bergfeld

Bild: Koch & Bergfeld

Seit den 1920er Jahren passte sich die Manufaktur geschmacklich immer mehr dem Zeitgeist an, nahm ständig Verfeinerungen und Verbesserungen vor und versah, als erster deutscher Hersteller, Echtsilberbestecke mit einer patentierten Hartglanzversilberung.
2009 wurde das Unternehmen in das „Lexikon der deutschen Familienunternehmen“ aufgenommen und als „Marke des Jahrhunderts“ prämiert.

Hochqualifizierte Werksarbeiter der Silberschmiede erfüllen jeden (Kunden-)Wunsch. Handwerkliches Geschick und Sorgfalt sowie langjährige Erfahrung sind dabei das Hauptaugenmerk. Schließlich erfordert schon eine Silbergabel 32 Arbeitsschritte.
Neben modernen Maschinen stehen im Werk auch noch klassische Arbeitsbänke, an denen jedes Besteckteil zu Form und Glanz kommt. Die Prägewerkzeuge, der eigentliche Schatz der Manufaktur, machen eine Nachproduktion seltener Bestecke jederzeit möglich. Jährlich kommen in der Werkstatt zwischen 50 und 100 neue Entwürfe sowie eine große Zahl von Abwandlungen bereits bestehender Formen dazu.

Bild: Koch & Bergfeld

Das Erkennungszeichen der einzelnen Bestecke sind die handgeschliffenen Ecken und Kanten. Durch die zusätzliche Feinversilberung entsteht der weiße Glanz. Bevor das Besteck in Kästen und Kartons gelegt werden kann, wird eine sorgfältige Qualitätsprüfung durchgeführt, denn nur perfekt gearbeitete Teile erhalten das Zertifikat: „made by Koch & Bergfeld“. Nicht umsonst zählt die Manufaktur zu Deutschlands hochwertigsten Luxus-Marken.
Auch das Design stammt von den Besten der Besten: Hugo Leven, Gustav Elsaß, Wilhelm Wagenfeld, Paloma Picasso, Thore Blume…

Berühmte Besteckmodelle
„Spaten“
Das zeitlose Spatenmuster, entworfen von Manufakturgründer Gottfried Koch, ist die älteste Form der klassischen Bestecke. Die großen und ebenmäßigen Silberflächen, die die Spatenform mit ihren breiten Griffenden bietet, sind ideal für Gravuren und Monogramme. Koch & Bergfeld fertigt das Modell seit Produktionsbeginn unverändert.
„Altfaden“
…stellt eine Abwandlung des „Spatens“ dar, der durch aufgesetzte „Fäden“ eine gut spürbare Struktur hat. Das Modell wurde zuerst im Raum Augsburg gefertigt. Daher auch der zusätzliche Name „Augsburger Faden“.
„Belle Epoque“
Beim „Belle Epoque“ handelt es sich um eine Neuinterpretation des „Spatens“. Es kam im Jahr 1930 heraus und ist bis heute ein Verkaufsschlager.

Unser Koch & Bergfeld-Sortiment

Manufaktur Pott entwickelt Messerserie mit Sarah Wiener

In Zusammenarbeit mit der Besteckfirma POTT hat die Fernsehköchin Sarah Wiener, die drei Restaurants besitzt, ihre eigene Messerserie entworfen. Dabei stand das Motto „Handgemacht ist am besten“ im Vordergrund. Und weil handgefertigte Produkte die besten sind, kam Sarah Wiener mit ihren Vorstellungen zur POTT-Manufaktur. Denn Pott symbolisiert nicht nur gutes Design, sondern steht auch für traditionelle Herstellung.

Bild: Pott

Bei der Verarbeitung der Messerserie wurde darauf geachtet, dass die Hand während der Arbeit optimal geschützt ist: Man erkennt die Qualität des Messers am breit geschmiedeten Kropf mit Fingerschutz, der für eine gute Ausgeglichenheit sorgt und eine dauerhafte Benutzung ermöglicht, ohne dass die Hände schnell ermüden.
Die in Solingen handgeschmiedete Klinge aus Molybdän-Vanadium-Stahl ist eisgehärtet, von Hand abgezogen und auf lange Dauer extrem scharf. Man kann alle Messer aber auch problemlos zu Hause nachschärfen.

Lothar John mit Sarah Wiener auf der Ambiente Bild: Ulrich Schlaf / Seibel Designpartner GmbH

Lothar John mit Sarah Wiener auf der Ambiente   Bild: Ulrich Schlaf / Seibel Designpartner GmbH

Die Griffe der Sarah Wiener Messerserie sind echte Handschmeichler und schmiegen sich mit weichem Schwung und feinem Zwetschgenholz perfekt jeder Hand an. Das Ölen der Holzgriffe erfolgt ebenfalls manuell, damit man beim Kochen buchstäblich alles im Griff hat. Die Maserung und der Farbton sind ein wahrer Augenschmaus. Und die Nachhaltigkeit des Materials beeindruckt die Wahrnehmung. Jedes Sarah Wiener Messer wird in 90 handgemachten Arbeitsschritten und aus den besten Materialien gefertigt.

Im Februar wurden die Messer erstmals auf der Ambiente-Messe in Frankfurt vorgestellt und sind jetzt auch bei uns erhältlich.
Die Sarah Wiener Messerserie in unserem Shop

Valentinstag – der Tag der Liebe auf der ganzen Welt !

Am 14. Februar ist Valentinstag – der Tag der Liebenden!
…Überall auf der Welt wird er anders gefeiert…

In England werden schon seit 600 Jahren sogenannte „Valentinspaare“ zusammengeführt, die sich kleine Aufmerksamkeiten schenken.
In Japan bekommen Männer von ihren Ehefrauen Schokolade. In Italien treffen sich Verliebte an Seen oder Brücken um ihre Wünsche wahr werden zu lassen, indem sie ihre Initialen in ein Vorhängeschloss stechen, es anketten und den dazugehörigen Schlüssel ins Wasser werfen. In Finnland gilt der Valentinstag als „Freundschaftstag“, an dem man Menschen, die man mag, meist ohne den eigenen Namen zu verraten, Karten oder Geschenke schickt.
In China heißt der Valentinstag „Qixi“ und wird nach dem dortigen Mondkalender immer am  7. Tag des 7. Monats gefeiert.

Bild: Alessi

In Brasilien wird das Fest am 12. Juni gefeiert. Auch ist es ein beliebtes Hochzeitsdatum, da man glaubt, dass Ehen die an diesem Tag geschlossen werden, besonders glücklich werden sollen. Hauptsächlich geht es aber nicht nur um Zweisamkeit sondern um die ganze Familie. Das älteste Familienmitglied lädt seine engsten Verwandten zu sich nach Hause ein und alle verbringen den Tag gemeinsam. Kleine Geschenke werden aber auch dort gegenseitig gemacht.

Den Amerikanern ist der Valentinstag besonders wichtig. Sie widmeten dem Tag sogar eine eigene Briefmarke, welche mit einem roten Herzen geschmückt ist. Sie verschenken nicht nur die „klassischen“ Präsente, wie Blumen oder Pralinen, sondern auch große Geschenke, bei denen sie sich viel Mühe machen. Selbst Haustiere bekommen in den USA Valentinstaggeschenke: z.B. herzförmige Fressnäpfe, Halsbänder mit Kussmund oder rosa Hundekörbe.

Falls Sie noch nicht wissen, was Sie Ihrem Herzblatt schenken sollen, hier ein paar Anregungen.

Romantik meets Rock ’n Roll – „Tattoo“ von Kosta Boda

Glasserie „Valentino“ von Orrefors

Damit wünsche ich Ihnen einen schönen und romantischen Valentinstag!

Holmegaard – Design mit Seele

„Gutes und stilreines Design ist nicht etwas, das wie ein Museumsstück in der Ecke zu stehen und bewundert zu werden hat. Gutes Design sollte verwendet und ein Teil des täglichen Lebens werden.“

Die Entwicklung von Holmegaard erzählt die Geschichte von ein paar kleinen Glasfabriken, die innerhalb von 175 Jahren zu einer der weltweit größten heranwuchsen. Gegründet wurde Holmegaard von der Gräfin und 7-fachen Mutter, Henriette Danneskiold-Samsøe. Ihr Mann, Graf Christian, bat den dänischen König um Erlaubnis, eine Glasmanufaktur bauen zu dürfen. Leider verstarb der Graf, noch bevor er die Einwilligung erhielt. Als der König daraufhin der Gräfin die Genehmigung erteilte, veranlasste diese, dass die Errichtung der Glashütte in einem Moor durchgeführt wird, weil es dort genügend Brennstoffe gab, um die Schmelzöfen zum Heizen zu bringen. Anfangs wurde vor allem Grünglas hergestellt, später auch Klarglas. Auf diese Weise begründete Holmegaard die dänische Glasindustrie.

Bild: Holmegaard

Das Traditionsunternehmen genießt heute großes Ansehen und eine enorme Beliebtheit. Zu verdanken ist dies seinem konstanten Anspruch an Qualität, Eleganz und Stil.
Holmegaard bietet den besten Glasdesignern die Chance, mit der Technik, den Werkstoffen und der Gestaltung zu experimentieren und den Produkten buchstäblich ihre Seele(n) einzuhauchen. Als erstes Designobjekt wurde 1906 die Weinglas-Serie „Margarethe“  herausgebracht und blieb 40 Jahre erfolgreich. 1923 engagierte Holmegaard Jacob Eiler Bang als ersten Designer in ihrem Hause. Das Handwerk wurde im Verlauf des 20. Jahrhunderts auf dem künstlerischen Gebiet ausgeweitet: zahlreiche kreative Gestalter, wie Cecilie Manz, Michael Bang, Anja Kjaer oder Peter Svarrer wurden in die Fertigung involviert und kreierten stilvolle und designorientierte Glasprodukte. Eine der längsten Zusammenarbeiten währte mit Per Lütken, aus der in insgesamt fünf Jahrzehnten rund 3000 Gläser für Holmegaard entstanden. Aus allen Kollektionen entspringt ein einzigartiges Design, das in die Zukunft reicht.

In Holmegaards „Lebendigem Glaswerk“, auf der größten Ostseeinsel Dänemarks, können Besucher in einem Erlebnispark mit Museum, Boutiquen, Kino und Ausstellungen, nicht nur eine Zeitreise durch 6000 Jahre Glasgeschichte machen und die Produktion der Kostbarkeiten Holmegaards miterleben, sondern auch selbst Glas blasen.

Güde Messer – 100 Jahre beste Qualität!

Die Güde-Manufaktur unterscheidet sich bereits seit einem Jahrhundert durch individuelle und feinste Messerverarbeitung von anderen Herstellern.
Geschmiedete Messer in höchster Qualität, traditionell von Hand gefertigt, war, ist und bleibt die Ideologie von Güde. Dort widmet man sich vollständig der jahrhundertalten Kunst der Messerherstellung. Bereits in vierter Generation fertigt das Unternehmen die einzigartigen Messer. Heute auf der ganzen Welt für sein herausragendes Design hochgeschätzt, schaut Güde auf eine lange, florierende und sich ständig verbessernde Unternehmensgeschichte zurück.

Bild: Güde

Karl Güde gründete die gleichnamige Traditionsschmiede bereits im Jahre 1910. Mit seinen außergewöhnlich guten Messern schaffte er es bis an die Spitze seiner Zunft. Das Unternehmen gehörte von Anfang an zu den Qualitätsführern unter den ca. 9.000 Solinger Schneidwarenherstellern. Güde-Messer waren schon damals für ihre präzise und umfangreiche Herstellung bekannt. Karl Güde wusste, dass es nur einen Weg gab, gute Messer herzustellen: aus einem Stück Stahl schmiedete er Rohlinge im Gesenk, die von Hand geschliffen und mit Griffen versehen wurden.
Franz Güde, Karl Güdes Sohn, führte die Manufaktur ab 1923 nach den üblichen Qualitätsmaßnahmen weiter. Er beschäftigte sich außerdem eingehend mit der Konzeption von neuen Schleifverfahren. Auf ihn gehen demnach auch bahnbrechende Innovationen zurück, wie z.B. die Erfindung des Wellenschliffs für Brotmesser, die deren Schneidfähigkeit entscheidend verbesserte. Neben vielen anderen Patenten meldete er auch die hintersetzte Zahnung für Brotschneidemaschinen an, welche sich inzwischen weltweit als effektivste Lösung durchgesetzt hat.
Als Franz Güdes Sohn 1954 den Betrieb übernahm, wandelte die Welt der Solinger Messerherstellung und wurde zunehmend von Mechanisierung und Kostensenkung geprägt. Güde widersetzte sich diesem Trend und setzte stattdessen auf altehrwürdige Werte.
Später leitete Dr. Karl Peter Born, Enkel von Franz Güde, das Unternehmen und führte es auf seine Ursprünge zurück: Die klassische Formgebung prägt heute wieder den einzigartigen Charakter der Güde Messer. Letztes Jahr wurde die Solinger Messer-Manufaktur 100 Jahre alt.

Bild: Güde

Die kreativsten Messerhersteller von Solingen tüfteln mit großem handwerklichem Können am Design von Klingen und Schneiden, um die Schärfe der Messer immer weiter zu perfektionieren. Dank hochwertiger Werkstoffe und hervorragender Verarbeitung erfreuen sich diese Produkte einer besonderen Wertschätzung in der ganzen Welt. Das Sortiment von Güde ist extrem vielfältig. Neben den typischen Messern wie Brotmesser Fleischmesser und Kochmesser finden sich für viele Anwendungen auch zahlreiche Spezialmesser. Während es auf dem Markt immer mehr schlechte Ausführungen gibt, ist Güde seiner Linie, hochwertigste Kochmesser herzustellen, treu geblieben.

Güde-Messer richtig pflegen
Edle Messer sollten auf dieselbe Weise gereinigt werden, wie sie hergestellt werden: von Hand. Man sollte vermeiden Schneidebretter aus Stein oder Keramik zu benutzen, da dies die Klingen schnell beschädigt oder stumpf werden lässt.
Nach dem Umgang mit säurehaltigen Nahrungsmitteln das Messer niemals ungereinigt lassen. Reinigen sie das Messer direkt nach dem Gebrauch mit einem feuchten Tuch und nie mit ätzenden oder scheuernden Mitteln. Messer mit Holzgriff weder in der Spülmaschine reinigen, noch im Wasser liegen lassen.

Fürstenberg – Perfekte Porzellankunst seit 1747

„Porzellan ist die Kultur des Menschen, vollendet in Form gegossen.“

Im Jahre 1747, 40 Jahre nachdem das europäische Porzellan erfunden wurde, befahl Herzog Carl I. von Braunschweig, im Jagdschloss Fürstenberg „allen möglichsten Fleiß und Bemühung“ einzusetzen, um dort Porzellan zu fertigen. Erstmals schaffte man es, aus Quarz, Feldspat und Kaolin einen Scherben in Serie zu brennen. Mit der Schaffung der Manufaktur bewies der Herzog unternehmerischen Weitblick, denn Porzellan spielte im Adel des 18. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Kostbarer als Silber, war es Ausdruck kultivierter Tischkultur.

Bild: Fürstenberg

FÜRSTENBERG gehörte in den 30er Jahren zu den wenigen Manufakturen, die einen extremen Design-Umbruch hin zur rationalen Zweckmäßigkeit, insbesondere in der Formgestaltung ihres Porzellans umwandelten. Sie brachte erstmals ein Serienservice heraus, bei dem Tafel-, Kaffee- und Teegeschirr in demselben Modell kreiert waren. Dank der Verbundenheit zur neuen Sachlichkeit vollzog Fürstenberg den Sprung in die Moderne. Die 1765 ebenfalls von Carl. I gegründete Norddeutsche Landesbank übernahm die Manufaktur in den 70er Jahren.

Höchste Qualität wussten anspruchsvolle Kunden von Fürstenberg schon immer zu schätzen: Anfangs waren es vor allem Adelshäuser, die vornehme Tischkultur mit Porzellan von FÜRSTENBERG zelebrierten. Johann Wolfgang von Goethe lobte den in FÜRSTENBERG ausgebildeten Porzellanmaler Ludwig Sebbers mit den Worten, das Portrait das Sebber von ihm auf eine Tasse malte, sei das Beste, das von ihm existiere. Heute sind es Menschen, die Wert auf Exklusivität und eine sinnliche Tisch- und Esskultur legen, deren Wahl auf Porzellan von FÜRSTENBERG fällt. 5-Sterne-Hotels statten ihre Räume unlängst mit dem Fürstenberg-Porzellan aus.

Bild: Fürstenberg

Bild: Fürstenberg

FÜRSTENBERG hat aus nahezu jedem Stilzeitalter eine Form parat. Dass ein Service auch nach Jahrhunderten seinen Platz auf den heutigen Tafeln findet, hat mit dem gestalterischen Können und einem hoch entwickelten Gespür für Kreativität zu tun. So entwickelte das Unternehmen auf der Basis der Form „Fürstin“, das Seriengeschirr „Victoria Luise“. Diese Kollektion erscheint insgesamt weicher und zarter: ein hauchdünner Scherben erinnert an die Bewegung einer schwebenden Feder. Ähnlich sensibel ging man auch bei der Neugestaltung des berühmten glasurblauen „F“ mit Krone vor, das bereits seit 1753 Markenzeichen der Manufaktur ist. Zusammen mit einem frischen Blauton ist es die Personifizierung von Exklusivität, Klassik und Stilsicherheit. Diese Fähigkeit zur sensiblen Entwicklung beruht auf der langfristigen Bindung zu Kunden, Mitarbeitern und Produkten. Das historisch belegte Anliegen Carl I., Arbeitsplätze zu schaffen, wurde erfüllt. Dadurch verfügt das Unternehmen über sehr starke Verhältnisse  und wird sicherlich noch weitere 260 Jahre bestehen.

Die Zukunft funktioniert nicht ohne eine starke Vergangenheit – das Schloss Fürstenberg

Angrenzend an Ostwestfalen, Nordhessen und Südniedersachsen, oberhalb der Weser, liegt das malerische Renaissanceschloss Fürstenberg mit seiner Porzellanmanufaktur. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Burg zum Jagdschloss ausgebaut.

Bild: Fürstenberg

Bild: Fürstenberg

Die mehr als 10.000 Stück umfassende Schloss-Sammlung ist ein Streifzug durch die Designgeschichte der letzten 260 Jahre. Seinen Ursprung hat das Museum in einem Schauraum, der schon 1957 eröffnet wurde, um die schönsten Stücke zu präsentieren. Dass daraus Norddeutschlands einziges Porzellanmuseum entstehen würde, ist einer Geschäftskultur zu verdanken, die sich für ein werkseigenes Museum entschied, lange Zeit bevor Unternehmensmuseen als effektives Marketinginstrument wahrgenommen wurden. Als Manufakturgründer Carl I. den Ort für die Porzellanproduktion bestimmte, war es vor allem die Nähe zu den Rohstoffen, die ihn veranlasste, das Schloss Fürstenberg auszuwählen. Der wirtschaftliche Erfolg  und die Erhebung zur „Königlichen Manufaktur“ krönten diese Entscheidung zusätzlich.
An diesem Ort findet etwas statt, das rar geworden ist: Aus der eigenen Geschichte schöpfend, verbunden mit den kulturellen und künstlerischen Anreizen unserer Zeit, schafft die Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG bleibende Werte – in Porzellan und in den Herzen der Menschen.

Die Messer von Forge de Laguiole – Begleiter fürs Leben

Heutzutage existieren immer weniger Dinge, die Beständigkeit haben und uns ein Leben lang begleiten. Ein Laguiole Taschenmesser kann, egal ob gekauft oder geerbt, so ein Begleiter sein.

Bild: Forge de Laguiole

Die Laguiole-Messer kommen ursprünglich aus dem Aveyron, einem Département südwestlich von Frankreich. In der dortigen Landschaft Aubrac trugen die damaligen Bauern das „Capuchadou“, einen kleinen Dolch, in ihren Gürteln. Später brachten spanische Händler das „Navaja“, ein Klappmesser, welches die Form des Laguiole Messers, mit stilvoller Optik, erheblich beeinflusste, ins Land. 1829 erfand dort der Schmied Jean-Pierre Calmels ein Taschenmesser, dessen Klinge sicher und leicht in den Griff eingefaltet werden konnte. Um sie im aufgeklappten Zustand festzuhalten war keine Schablone nötig. Aufgrund ihrer wachsenden Beliebtheit verbreitete sich das Messer über ganz Frankreich und darüber hinaus. Unter den Auswanderen war es bald das Merkmal der alten Heimat. 1987 wurde schließlich die „Forge de Laguiole“ („Schmiede von Laguiole“) ins Leben gerufen und brachte die traditionelle Messer-Herstellung nach Laguiole zurück.

Die Edelholz-, und Horn-Modelle sind ein Naturerzeugnis – alle Texturen und Färbungen fallen anders aus und machen es dadurch zu einem unverwechselbaren Unikat. Neben dem herkömmlichen Horn und Bein, werden Elfenbein und Edelholz als Griffmaterial für das Messer benutzt und statt der Biene fügt man Jakobsmuscheln, Kleeblätter oder andere Motive ein. Außer den traditionellen Taschenmessern, werden heute auch Tafel- und Tranchierbesteck, Brot- Käse-, und Sommelier-Messer sowie handgearbeitete, traditionelle Etuis aus Hirschleder gefertigt.

Bild: Forge de Laguiole

Der Schriftzug LAGUIOLE auf der Klinge und die Biene auf dem Griff eines Laguiole-Messers garantieren leider nicht die Echtheit und Qualität des Originals, da der Name Laguiole genauso wenig geschützt ist wie das Bienenmotiv. Deshalb schuf der Verein „Le Couteau de Laguiole“ die gesicherte Qualitätsmarke „LOG Laguiole Origine Garantie“, die am Fuß jeder Klinge zu sehen ist. Die Marke darf nur von Herstellern geführt werden, die ihre Fertigung in dem Ort Laguiole ausüben und die traditionelle Verarbeitung des Laguioles durch einen professionellen Messerschmied gewährleisten können.

Anwendung und Pflege:

Das Laguiole Messer nicht zuschnappen lassen sondern lieber schließen, da die Klinge sonst auf der Innenseite der Feder aufschlägt. Der Mechanismus sollte regelmäßig gesäubert und geölt und mit einem tauglichen Schleifstein geschärft werden. Horn oder Holz nicht feucht werden lassen und das Messer auf keinen Fall abwaschen oder in die Spülmaschine legen, sondern nur mit einem Tuch reinigen.

Erhöhung der Silberpreise – nicht bei uns!

Silber überragt alle anderen Metalle in Reflexionsvermögen, Polierfähigkeit und Helligkeit, zusätzlich hat es die stärkste Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme.

Bild: Robbe & Berking

Weil Silber in Reinform zu weich ist, wird es als Legierung mit Kupfer verwendet, da es die Farbe des Silbers weder beeinflusst noch angreift. Die Gewinnung von Silber erfolgt immer mehr beim Abbau von Basismetall. Reines Silber kommt in der Natur noch seltener vor als Gold, Silbererze sind häufig bis zu 70 % mit Bleierzen vermischt. In der Schmuckindustrie wird der Stellenwert von Silber immer geringer, obwohl Silber, im Gegensatz zu Gold, eine große Bedeutung als Rohstoff in der Industriebranche besitzt. Hinzu kommt, dass ein großer Teil des Silbers unwiederbringlich bzw. unwiederherstellbar verwendet wird. Der Grund dafür ist, dass seit Jahrzehnten kaum mehr nach Silber gesucht wurde und alle bekannten Minenvorkommen so gut wie versiegt sind.
Bereits seit 5000 v. Chr. wird Silber als Edelmetall gefördert und ist seitdem ein wesentlicher Bestandteil von Schmuck- und Besteckherstellung. Die größten Silberproduzenten sind Australien, Peru und Mexiko. In Deutschland gab es bis vor 20 Jahren Erzvorkommen im Schwarzwald, Harz und dem Erzgebirge.

Die Preise des Silbers werden pro Unze erfasst, das entspricht einem Gewicht von 31,1 Gramm Silber. Die Kennzeichnung erfolgt dabei in US-Dollar, da diese Währung noch immer die weltweit wichtigste darstellt. Aus diesem Grund ist der Silberpreis in Euro auch von den Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und dem US-Dollar abhängig.
In den letzten 25 Jahren war Silber weniger im Gespräch, in den Jahren 1985 bis 2003 stagnierte der Silberpreis. Ab 2004 stieg die Nachfrage an, was zu wachsenden Silberpreisen führte. Zwischen 1980 und 1990 wurde, pro Unze, ein Silberpreis von 13,50 Euro berechnet. Später stabilisierte sich der Preis etwas und stieg ab 2009 wieder an. Zurzeit übersteigt die Nachfrage das vorhandene Angebot und weil Silber kein nachwachsender Rohstoff ist, kann es nicht neu produziert werden, was sich negativ auf das Angebot auswirkt.

Wir von Lothar John versuchen trotz der erhöhten Silberpreise weiterhin, sofern und solange es uns möglich ist, unser Silberbesteck-Sortiment an unsere Kunden zu den gewohnten Preisen zu verkaufen.

Auf ins neue Jahr!

Die Begrüßung des neuen Jahres mit einem Feuerwerk, stammt aus Europa: schon 153 v. Chr. feierten die Römer den Jahreswechsel.
Die Verbindung zum Namen Silvester reicht bis ins Jahr 1582 zurück – da der 31. Dezember der Todestag des römischen Papstes Silvester I. war, wurde der letzte Tag des Jahres, ursprünglich der 24. Dezember, 7 Tage nach hinten verlegt.

Bild: Alessi

In Deutschland wird das neue Jahr mit einem Silvesterfeuerwerk, Krachern und Bleigießen willkommen geheißen. Beim Bleigießen wird ein Bleistück in einem speziellen Löffel erhitzt, zum Schmelzen gebracht und anschließend in kaltes Wasser geworfen. Die Schatten, die sich aus den entstandenen Gestalten bilden, deuten angeblich die Zukunft.
Das Feuerwerk diente früher zur Geistervertreibung und drückt heute Optimismus auf das neubeginnende Jahr aus.
Oft hört man an Silvester den Satz: „Einen guten Rutsch!„. Der „Rutsch“ hat allerdings nichts mit einem „Hinüberrutschen“ ins neue Jahr zu tun, sondern geht auf das hebräische Wort „rosch“ zurück, und bedeutet „Anfang„. Wenn dann endlich die ersten Sekunden des neuen Jahres anbrechen, stößt man mit einem Glas Champagner an und sagt: „Prosit Neujahr“: „Prosit“ ist lateinisch und heißt „es möge gelingen„.
Für die Verabschiedung des alten Jahres und die Begrüßung des Neuen Jahres, stehen viele Glücksbringer. Das Hufeisen z.B. soll das Heim vor Fremden beschützen. Schornsteinfeger bringen Glück, weil sie am Neujahrsmorgen als erste durch die Straßen gingen und zum neuen Jahr gratulierten. Auch aus dem Blumentopf kommt Glück, in Form eines vierblättrigen Klees, dem „Glücksklee„. Beliebt sind auch Glücksschweine, weil sie Potenz und Reichtum bringen. Daher auch das Sprichwort „Schwein gehabt „, also “Glück gehabt“.

Silvester international
Dänemark
Hier sagt man anstatt Silvester „Neujahrsabend“. Zum typischen Festmenü gehören Kabeljau, Raclette oder Fondue und während des Essens werden verschiedene Tischbomben „gezündet“.
Russland
Da es seit 1917 verboten war, Weihnachten als religiöses Fest zu feiern, wurden alle weihnachtlichen Bräuche auf Silvester verschoben.
Amerika
In den Vereinigten Staaten wird Silvester, genannt „New Year‘s Eve“, in New York oder Las Vegas als regelrechtes Spektakel gefeiert.

Trotz aller Festlichkeit sollte man bedenken, dass der Umgang mit Feuerwerken oft unterschätzt wird und vor allem Kinder leichten Zugang zu gefährlichen Feuerwerkskörpern haben. Außerdem wird die Umwelt durch die bunten Farbenspiele am Himmel belastet, da viele chemische Reaktionen stattfinden. Dennoch wird Silvester mit dem Entzünden von Raketen & Co. auch weiterhin Tradition haben, denn was ist Silvester ohne Feuerwerk? Wahrscheinlich dasselbe wie Weihnachten ohne Tannenbaum…

2011 ist übrigens das Jahr des Hasen. Die 12 verschiedenen Tierkreiszeichen wechseln sich im chinesischen Horoskop alle 12 Jahre ab. Dort symbolisiert der Hase Warmherzigkeit, Zufriedenheit und Erfüllung. Also kann ja nichts schiefgehen!

In diesem Sinne – einen gesunden Rutsch ins neue Jahr!