Autor: Inna

Festlich gedeckte Tafel mit Porzellan, Gläsern und Kerzen

Die gedeckte Tafel – wenn Gastfreundschaft sichtbar wird

Eine schön gedeckte Tafel ist mehr als ein Tisch, an dem gegessen wird. Vielleicht kennen wir alle diesen Moment: Man öffnet den Schrank, holt die besondere Tischdecke heraus. Sie wird vielleicht sogar gebügelt. Das gute Geschirr wird aus dem Schrank genommen, die Gläser werden poliert, Besteck wird sorgfältig aufgelegt, Servietten gefaltet, Blumen oder Kerzen dazu gestellt. Warum machen wir das eigentlich? Wir könnten schließlich auch einfach eine Flasche Wein auf den Tisch stellen, eine Schale Chips daneben – und fertig. Aber genau darin liegt der Unterschied. Eine gedeckte Tafel ist eine Botschaft. Noch bevor das erste Wort gesprochen wurde, sagt sie: „Ich habe mich auf dich gefreut.“ „Du bist mir wichtig.“ „Ich möchte, dass du dich bei mir wohlfühlst.“ Und vielleicht sogar: „Bleib ein bisschen länger.“ Die Tafel beginnt, bevor der Gast kommt Das Besondere ist: Die eigentliche Begegnung beginnt bereits in dem Moment, in dem wir den Tisch vorbereiten. Wir investieren Zeit. Wir holen Dinge hervor, die wir nicht jeden Tag benutzen. Wir achten darauf, dass alles schön aussieht. Wir überlegen, welches Geschirr zu …

Weihnachtlich gedeckter Tisch mit Kerzenlicht und traditionellen Details – Erinnerungen, Rituale und Dinge, die bleiben.

Wenn Weihnachten nach Kindheit riecht

Warum wir gerade in dieser Zeit wieder nach Dingen suchen, die bleiben Es gibt eine besondere Zeit im Jahr, die nicht an einem bestimmten Tag beginnt – und doch plötzlich da ist. Die Tage werden kürzer, am Nachmittag wird es früher dunkel. Draußen wird es stiller und drinnen ziehen Kerzenlicht, warme Stoffe und die ersten weihnachtlichen Details ein. Vielleicht steht schon der Adventskranz bereit, vielleicht wird eine besondere Tischdecke aus dem Schrank geholt. Und mit all dem kommen Erinnerungen zurück. An Weihnachten bei den Großeltern. An den Duft frisch gebackener Plätzchen. An ein bestimmtes Geschirr, das nur an den Feiertagen verwendet wurde. An vertraute Musik, warmes Licht und an Menschen, die vielleicht längst nicht mehr bei uns sind – und die in diesen kleinen Ritualen trotzdem weiterleben. Dinge können Erinnerungen bewahren Bei Lothar John erleben wir immer wieder, dass Menschen nicht einfach nur nach einem Weihnachtsservice, einer Tischdecke oder einer besonderen Dekoration suchen. Manchmal suchen sie nach einem Stück ihrer eigenen Geschichte. Eine Kundin erzählte uns einmal von einer roten Tischdecke, die ihre Großmutter jedes …

Seit fast 50 Jahren führen wir unser Ladengeschäft im Bereich Glas, Porzellan, Besteck und Wohnkultur. Seit rund 25 Jahren betreiben wir zusätzlich unseren eigenen Webshop. In dieser Zeit haben wir viele Entwicklungen erlebt: neue Marken, neue Trends, neue Einkaufsgewohnheiten und natürlich auch den großen Wandel durch das Internet.

Warum der Fachhandel mehr ist als ein Verkaufskanal

Seit fast 50 Jahren führen wir unser Ladengeschäft im Bereich Glas, Porzellan, Keramik, Besteck und Wohnkultur. Seit rund 25 Jahren betreiben wir zusätzlich unseren eigenen Webshop. In dieser langen Zeit hat sich vieles verändert. Einkaufsgewohnheiten, Sortimente, Marken, digitale Möglichkeiten und natürlich auch die Erwartungen der Kundinnen und Kunden. Was sich aber nie verändert hat, ist unsere Liebe zu schönen Dingen. Zu hochwertigem Porzellan, funkelndem Glas, gutem Besteck, liebevoll gedeckten Tischen und Produkten, die ein Zuhause wärmer und persönlicher machen. Für uns sind diese Waren nicht einfach Artikelnummern. Sie sind ein Stück Lebensgefühl. Marken entstehen nicht nur im Onlineshop Viele der Marken, mit denen wir arbeiten, begleiten uns schon seit Jahrzehnten. Wir haben sie in unserem Geschäft präsentiert, erklärt, empfohlen und mit Leben gefüllt. Denn eine Marke wächst nicht nur durch Werbung oder schöne Produktbilder. Eine Marke wächst auch durch Menschen, die sie zeigen, erklären und mit Begeisterung weitergeben. Wir haben Schaufenster gestaltet, Tische gedeckt, Kundinnen und Kunden beraten, Geschenke verpackt, Hochzeiten begleitet, Reklamationen gelöst und immer wieder versucht, Begeisterung für besondere Produkte zu wecken. Genau …

Björn Wiinblad – Handwerkskunst voller Lebensfreude

Wer einmal die Werke von Björn Wiinblad betrachtet, merkt sofort: Hier spricht nicht nur ein Künstler, sondern ein Träumer und Erzähler. Seine Vasen, Figuren und Schalen tragen eine unverwechselbare Handschrift – feine Linien, zarte Gesichter, mandelförmige Augen und fantasievolle Ornamente. Alles wirkt wie ein Stück aus einem Märchenbuch, voller Poesie und Leichtigkeit. Gleichzeitig ist jedes Objekt ein Zeugnis echter Handwerkskunst, das Generationen überdauert. Ein Künstler voller Facetten Björn Wiinblad (1918–2006) war in Dänemark bekannt als der „Tausendkünstler“. Und dieser Beiname trifft ins Herz: Er widmete sein Leben der Kunst in nahezu allen Formen – von Keramik und Fayencen über Textilien und Theaterkulissen bis hin zu Plakaten und Illustrationen. Seine besondere Leidenschaft aber galt der Keramik, mit der er Weltruhm erlangte. Bis heute lassen sich seine Werke auf den ersten Blick erkennen: Die charakteristischen, mandelförmigen Augen, die anmutigen Gesichter, die detailreichen Muster und die unvergleichliche Mischung aus Fantasie und Lebensfreude machen jedes Stück zu einem kleinen Kunstwerk. Rosendahl – Bewahrung und Weiterentwicklung Seit 2014 führt die Rosendahl Design Group das Erbe Wiinblads fort. Dabei bleibt man …

Jasper Morrison – Meister des Minimalismus

Jasper Morrison gilt als einer der einflussreichsten Designer unserer Zeit. 1959 in London geboren, eröffnete er 1986 sein eigenes Studio und arbeitete seitdem mit internationalen Größen der Designwelt zusammen. Möbel, Lampen, Elektronik oder Alltagsobjekte – Morrisons Handschrift zieht sich wie ein roter Faden durch unterschiedlichste Produktkategorien: minimalistisch, funktional und doch voller leiser Poesie. Seine Philosophie: Die Schönheit liegt in der Schlichtheit.Morrison verzichtet bewusst auf überflüssige Stilmittel und bringt Dinge stattdessen auf ihre Essenz zurück. Diese Haltung brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter gleich zweimal den renommierten Compasso d’Oro, sowie die Aufnahme in den Kreis der Royal Designers for Industry. Neben seiner Arbeit als Gestalter veröffentlichte er mehrere Bücher, in denen er seine Gedanken über Design festhält. Jasper Morrison bei Lothar John Tischkultur Auch in unserem Shop finden sich zahlreiche ikonische Entwürfe von Jasper Morrison – allesamt geprägt von seiner klaren, zeitlosen Sprache. Socrates Korkenzieher Ein augenzwinkerndes Meisterwerk: Mit „Socrates“ spielt Morrison auf die Kunst des Athener Philosophen an, seinem Gegenüber durch die richtigen Fragen die Antwort zu entlocken. Der Korkenzieher verbindet archetypische Form mit ironischem …

Naoto Fukasawa – Meister des stillen Designs

Wenn man das Werk von Naoto Fukasawa betrachtet, wird schnell spürbar: Dieses Design flüstert – und trifft doch mitten ins Herz. Keine lauten Gesten, kein unnötiger Schmuck. Stattdessen reine, selbstverständliche Formen, als wären sie schon immer Teil unseres Alltags gewesen. Genau diese stille Klarheit macht Fukasawa zu einem der prägendsten Gestalter unserer Zeit. Ein leiser Entwurf, der lange bleibt Fukasawas Handschrift ist radikal zurückhaltend. Er gestaltet Objekte, die sich nahtlos in den Alltag einfügen, ihn vereinfachen – und mit der Zeit immer vertrauter werden. Man nimmt sie in die Hand und merkt: So fühlt sich „richtig“ an. Von Japan in die Welt – und zurück zum Wesentlichen Aufgewachsen in Yamanashi, geprägt von japanischer Reduktion und internationaler Perspektive, denkt Fukasawa global – und doch stets menschennah. Seine Projekte reichen von Alltagsgegenständen über Möbel bis hin zu Technik. Immer geht es um das eine Ziel: Dinge zu erschaffen, die unser Leben leiser, schöner und müheloser machen. „Ökologisch“ gedacht – Schlichtheit mit Tiefe Ökologie bedeutet bei Fukasawa mehr als Material und Produktion. Es bedeutet Respekt vor dem Wesentlichen: …

Galerie Luise Hannover – Architektur, Geschichte und neues Leben für eine Passage

Mitten im Herzen Hannovers erhebt sich ein Ort, der seit Jahrzehnten für feine Lebensart, architektonische Qualität und städtische Eleganz steht: die Galerie Luise. Einst in den 1980er-Jahren als innerstädtisches Prestigeprojekt eröffnet, hat die Passage in den vergangenen Jahren eine umfassende und visionäre Erneuerung erfahren. Heute präsentiert sie sich als Verbindung von Tradition, moderner Architektur und dem besonderen Konzept „Feines mitten in Hannover“. Von der Brachfläche zum architektonischen Juwel Die Galerie Luise wurde 1987 eröffnet. Ihr Standort war kein Zufall: Errichtet wurde sie auf der letzten großen innerstädtischen Brachfläche der Nachkriegszeit. Jahrzehntelang hatte hier ein Parkplatz existiert – bis die Architekten Erol Erman und Klaus Schuwirth (Architekturbüro Schuwirth, Erman & Partner) ein Gebäudeensemble entwarfen, das Hannover um eine markante urbane Passage bereicherte. Benannt nach Königin Luise von Preußen, die in Hannover geboren wurde, sollte die Galerie von Beginn an nicht nur Handelsraum sein, sondern auch eine Hommage an die Geschichte und Kultur der Stadt. Besonders prägend ist die Glasrotunde – ein lichtdurchfluteter Raum, der die Passage zum architektonischen Erlebnis macht. Mit einer Länge von 155 Metern …

Kaj Franck – Zeitloses Design für den Alltag

Wenn man an skandinavisches Design denkt, begegnet man unweigerlich dem Namen Kaj Franck (1911–1989). Der finnische Gestalter gilt als „Gewissen des finnischen Designs“ und schuf mit seiner klaren, funktionalen Formensprache echte Klassiker. Sein Anspruch war ebenso schlicht wie visionär: Schönheit entsteht durch Reduktion auf das Wesentliche. Bis heute begeistern seine Entwürfe, weil sie zeitlos, alltagstauglich und zugleich elegant sind – echte Stücke Designgeschichte, die auch in unserem Sortiment einen festen Platz haben. Teema – die Essenz des Porzellans Die berühmte Teema-Serie (1952) ist Francks wohl bekanntestes Werk. Teller, Schalen und Tassen folgen einfachen geometrischen Grundformen – Kreis, Quadrat, Rechteck – und lassen sich frei miteinander kombinieren. Damit schuf Franck ein System, das nicht nur praktisch, sondern auch stilvoll ist. Ob in Weiß, Schwarz oder kräftigen Farbtönen: Teema passt immer. Es begleitet seine Besitzer ein Leben lang – und wächst durch die vielseitige Kombinierbarkeit mit den Ansprüchen seiner Nutzer. Bei uns entdecken Sie eine sorgfältige Auswahl an Teema-Porzellan von Iittala, das Alltag und Festlichkeit mühelos verbindet. Kartio – Gläser voller Klarheit und Farbe Mit den Kartio-Gläsern …

Royal Copenhagen – 250 Jahre Wellen, die Geschichte schreiben

1775 – 2025. Ein Vierteljahrtausend. Ein Zeitraum, in dem Generationen geboren wurden, Könige und Königinnen regierten, Länder sich veränderten – und doch gibt es Konstanten. Eine davon: Royal Copenhagen.Seit 250 Jahren zieren drei feine, in Kobaltblau gemalte Wellen jedes einzelne Porzellanstück der Manufaktur. Drei Pinselstriche, die mehr sind als ein Dekor – sie sind ein Versprechen: Beständigkeit, Handwerkskunst und zeitlose Schönheit. Eine Königin mit Vision Die Geschichte beginnt mit Königinwitwe Juliane Marie, einer Frau, die im 18. Jahrhundert die Geschicke Dänemarks maßgeblich mitgestaltete.In einer Zeit, in der Theologie noch den Alltag prägte, setzte sie auf Wissenschaft, Forschung und die Nutzung heimischer Rohstoffe. Ihr Ziel: Die Wirtschaft des Landes stärken und gleichzeitig Produkte schaffen, die den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen. Juliane Marie kannte sich mit feinem Porzellan aus – ihre eigene Familie führte Manufakturen in Fürstenberg und Berlin. Doch anstatt einfach nur nachzuahmen, wollte sie etwas Eigenes schaffen: dänisches Porzellan, inspiriert von der Natur, gefertigt von lokalen Handwerkern, gekrönt mit einer unverwechselbaren Signatur. So entstand 1775 die Königliche Dänische Porzellanmanufaktur – der Ursprung von Royal …