Autor: Niklas Gumboldt

Güde Messer – 100 Jahre beste Qualität!

Die Güde-Manufaktur unterscheidet sich bereits seit einem Jahrhundert durch individuelle und feinste Messerverarbeitung von anderen Herstellern. Geschmiedete Messer in höchster Qualität, traditionell von Hand gefertigt, war, ist und bleibt die Ideologie von Güde. Dort widmet man sich vollständig der jahrhundertalten Kunst der Messerherstellung. Bereits in vierter Generation fertigt das Unternehmen die einzigartigen Messer. Heute auf der ganzen Welt für sein herausragendes Design hochgeschätzt, schaut Güde auf eine lange, florierende und sich ständig verbessernde Unternehmensgeschichte zurück. Karl Güde gründete die gleichnamige Traditionsschmiede bereits im Jahre 1910. Mit seinen außergewöhnlich guten Messern schaffte er es bis an die Spitze seiner Zunft. Das Unternehmen gehörte von Anfang an zu den Qualitätsführern unter den ca. 9.000 Solinger Schneidwarenherstellern. Güde-Messer waren schon damals für ihre präzise und umfangreiche Herstellung bekannt. Karl Güde wusste, dass es nur einen Weg gab, gute Messer herzustellen: aus einem Stück Stahl schmiedete er Rohlinge im Gesenk, die von Hand geschliffen und mit Griffen versehen wurden. Franz Güde, Karl Güdes Sohn, führte die Manufaktur ab 1923 nach den üblichen Qualitätsmaßnahmen weiter. Er beschäftigte sich außerdem eingehend …

Fürstenberg – Perfekte Porzellankunst seit 1747

„Porzellan ist die Kultur des Menschen, vollendet in Form gegossen.“ Im Jahre 1747, 40 Jahre nachdem das europäische Porzellan erfunden wurde, befahl Herzog Carl I. von Braunschweig, im Jagdschloss Fürstenberg „allen möglichsten Fleiß und Bemühung“ einzusetzen, um dort Porzellan zu fertigen. Erstmals schaffte man es, aus Quarz, Feldspat und Kaolin einen Scherben in Serie zu brennen. Mit der Schaffung der Manufaktur bewies der Herzog unternehmerischen Weitblick, denn Porzellan spielte im Adel des 18. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Kostbarer als Silber, war es Ausdruck kultivierter Tischkultur. FÜRSTENBERG gehörte in den 30er Jahren zu den wenigen Manufakturen, die einen extremen Design-Umbruch hin zur rationalen Zweckmäßigkeit, insbesondere in der Formgestaltung ihres Porzellans umwandelten. Sie brachte erstmals ein Serienservice heraus, bei dem Tafel-, Kaffee- und Teegeschirr in demselben Modell kreiert waren. Dank der Verbundenheit zur neuen Sachlichkeit vollzog Fürstenberg den Sprung in die Moderne. Die 1765 ebenfalls von Carl. I gegründete Norddeutsche Landesbank übernahm die Manufaktur in den 70er Jahren. Höchste Qualität wussten anspruchsvolle Kunden von Fürstenberg schon immer zu schätzen: Anfangs waren es vor allem Adelshäuser, die vornehme …

Die Messer von Forge de Laguiole – Begleiter fürs Leben

Heutzutage existieren immer weniger Dinge, die Beständigkeit haben und uns ein Leben lang begleiten. Ein Laguiole Taschenmesser kann, egal ob gekauft oder geerbt, so ein Begleiter sein. Die Laguiole-Messer kommen ursprünglich aus dem Aveyron, einem Département südwestlich von Frankreich. In der dortigen Landschaft Aubrac trugen die damaligen Bauern das „Capuchadou“, einen kleinen Dolch, in ihren Gürteln. Später brachten spanische Händler das „Navaja“, ein Klappmesser, welches die Form des Laguiole Messers, mit stilvoller Optik, erheblich beeinflusste, ins Land. 1829 erfand dort der Schmied Jean-Pierre Calmels ein Taschenmesser, dessen Klinge sicher und leicht in den Griff eingefaltet werden konnte. Um sie im aufgeklappten Zustand festzuhalten war keine Schablone nötig. Aufgrund ihrer wachsenden Beliebtheit verbreitete sich das Messer über ganz Frankreich und darüber hinaus. Unter den Auswanderen war es bald das Merkmal der alten Heimat. 1987 wurde schließlich die „Forge de Laguiole“ („Schmiede von Laguiole“) ins Leben gerufen und brachte die traditionelle Messer-Herstellung nach Laguiole zurück. Die Edelholz-, und Horn-Modelle sind ein Naturerzeugnis – alle Texturen und Färbungen fallen anders aus und machen es dadurch zu einem unverwechselbaren …

Erhöhung der Silberpreise – nicht bei uns!

Silber überragt alle anderen Metalle in Reflexionsvermögen, Polierfähigkeit und Helligkeit, zusätzlich hat es die stärkste Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme. Weil Silber in Reinform zu weich ist, wird es als Legierung mit Kupfer verwendet, da es die Farbe des Silbers weder beeinflusst noch angreift. Die Gewinnung von Silber erfolgt immer mehr beim Abbau von Basismetall. Reines Silber kommt in der Natur noch seltener vor als Gold, Silbererze sind häufig bis zu 70 % mit Bleierzen vermischt. In der Schmuckindustrie wird der Stellenwert von Silber immer geringer, obwohl Silber, im Gegensatz zu Gold, eine große Bedeutung als Rohstoff in der Industriebranche besitzt. Hinzu kommt, dass ein großer Teil des Silbers unwiederbringlich bzw. unwiederherstellbar verwendet wird. Der Grund dafür ist, dass seit Jahrzehnten kaum mehr nach Silber gesucht wurde und alle bekannten Minenvorkommen so gut wie versiegt sind. Bereits seit 5000 v. Chr. wird Silber als Edelmetall gefördert und ist seitdem ein wesentlicher Bestandteil von Schmuck- und Besteckherstellung. Die größten Silberproduzenten sind Australien, Peru und Mexiko. In Deutschland gab es bis vor 20 Jahren Erzvorkommen im Schwarzwald, …

Auf ins neue Jahr!

Die Begrüßung des neuen Jahres mit einem Feuerwerk, stammt aus Europa: schon 153 v. Chr. feierten die Römer den Jahreswechsel. Die Verbindung zum Namen Silvester reicht bis ins Jahr 1582 zurück – da der 31. Dezember der Todestag des römischen Papstes Silvester I. war, wurde der letzte Tag des Jahres, ursprünglich der 24. Dezember, 7 Tage nach hinten verlegt. In Deutschland wird das neue Jahr mit einem Silvesterfeuerwerk, Krachern und Bleigießen willkommen geheißen. Beim Bleigießen wird ein Bleistück in einem speziellen Löffel erhitzt, zum Schmelzen gebracht und anschließend in kaltes Wasser geworfen. Die Schatten, die sich aus den entstandenen Gestalten bilden, deuten angeblich die Zukunft. Das Feuerwerk diente früher zur Geistervertreibung und drückt heute Optimismus auf das neubeginnende Jahr aus. Oft hört man an Silvester den Satz: „Einen guten Rutsch!„. Der „Rutsch“ hat allerdings nichts mit einem „Hinüberrutschen“ ins neue Jahr zu tun, sondern geht auf das hebräische Wort „rosch“ zurück, und bedeutet „Anfang„. Wenn dann endlich die ersten Sekunden des neuen Jahres anbrechen, stößt man mit einem Glas Champagner an und sagt: „Prosit Neujahr“: …

Weihnachten und die wahre Bedeutung des Schenkens

Weihnachten ist das Fest zum Gedenken an Christi Geburt. Der früheste Beleg für den Ausdruck „Weihnacht“ stammt aus dem Jahr 1170. Martin Luther dachte dabei an das Wort „wiegen“ und bildete daraus „Wygenachten“. Später formte der Schriftsteller Theodor Storm den Begriff „Weihnachten“. An Heiligabend, dem 24. Dezember, besuchen viele Familien gemeinsam einen Gottesdienst oder machen es sich zu Hause, versammelt um einen Tannenbaum, gemütlich und dabei Weihnachtlieder singend. Das erste bekannte Weihnachtslied war 1818 „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Im Islam wird Weihnachten nicht gefeiert, da es dort keinen weihnachtlichen Feiertag gibt und im islamischen Glauben der Prophet Jesus Christus und nicht der Sohn Gottes ist. Die Tradition, sich an Weihnachten zu beschenken, wird seit 1535 begangen. Schon im alten Rom wurden kleine Präsente, wie etwa Früchte oder Baumzweige gemacht. Damit wollte man den Beschenkten Glück für das neue Jahr wünschen. Das Wort „Geschenk“ stammt vom Begriff „einschenken“. Nicht nur materielle Dinge können „verschenkt“ werden sondern auch Gefühle und Empfindungen wie Liebe, Aufmerksamkeit oder Vertrauen. Ein Geschenk kann Freundschaft, Zuneigung oder Dankbarkeit symbolisieren. Mit einem Gastgeschenk …

Carl Mertens – Tradition mit Moderne

Die Carl Mertens Manufaktur und Besteckfabrik, anfangs eine Lohnschleiferei für Taschenmesserklingen, ist bereits seit 1919 ein Familienunternehmen mit Tradition. 1938 wurde die Besteckherstellung eingeführt. Seit 1978, bereits in 3. Generation, leitet Curt Mertens die Firma und legt seitdem sein gesamtes Fachwissen in die Entstehung und Anfertigung von Produkten aus edlen Metallen und sorgt für eine geradlinige und erfolgreiche Designhandhabung. Der Fokus liegt hierbei auf der simplen Formensprache und dem ästhetischen Anspruch. Vor 11 Jahren eröffnete Carl Mertens erstmals einen eigenen Shop in Peking, in welchem elegante Möbel verkauft werden – aus der Lohnschleiferei für Taschenmesserklingen hat sich inzwischen ein leitendes Unternehmen für Tischkultur entwickelt. Langjähriges Know-how, Treue bei der Herstellung und Entwicklung im Design – die Marke Carl Mertens symbolisiert echte Qualität und ein hohes Designniveau bei Edelstahl- Bestecken ebenso wie bei Wohnaccessoires. Sie vermittelt außerdem nachhaltige Werte in jeglichem Sinne: funktionale und erlesene Produkte die langlebige Stilelemente besitzen, als auch Vertrauen, emotionale Verbundenheit und gesellschaftliche Verantwortung, die Menschen beruflich wie privat miteinander verbinden. In aufwändigen handwerklichen Arbeits- und Veredelungsschritten wird das geschaffen, was schließlich …

„Advent, Advent…“

In der Adventszeit bereiten sich die Menschen auf Weihnachten, also die Geburt Jesu, vor. Die Bezeichnung „Advent“ stammt aus dem Griechischen und verheißt eine „Ankunft“ oder „Erscheinung“. Anfänglich war die Adventszeit eine Fastenzeit zwischen dem 11. November und dem 6. Januar. An diesem Tag, der in Deutschland der Heilige-Drei-Königstag ist, feiern die orthodoxen Christen Weihnachten. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird das Adventsfasten von den katholischen Kirchen nicht mehr gefordert. Der erste Advent liegt zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Wenn Heiligabend auf einen Sonntag fällt, ist es der 4. Adventssonntag, mit diesem Tag endet die Adventszeit. Im 5. Jahrhundert gab es in der römischen Kirche zunächst sechs Adventssonntage, bis der damalige Papst daraus vier Sonntage machte. Sie symbolisieren die 4.000 Jahre, die die Menschen auf Christus warteten. Seit 1900 gibt es Adventskalender mit 24 kleinen Türen, von denen eine jeden Tag geöffnet wird. Hinter den Türchen verbergen sich meistens kleine Präsente, persönliche Botschaften oder Schokolade. Selbstgemachte Adventskalender für Kinder werden oft mit Obst, Nüssen und kleinem Spielzeug gefüllt. In traditionellen Adventskalendern steckt …

Die faszinierende Welt der Wendt & Kühn-Engel

In der Adventszeit erstrahlt Grünhainichen dank zahlloser Lichter. Funkelnder Schnee und üppige Flocken verzaubern das Engelsdorf in einen traumhaften Wald, fast wie in einem Märchen und Engel aus Holz schweben hinaus in die Welt. Man schrieb das Jahr 1923, als die heute weltbekannten Elfpunkte-Engel „geboren“ wurden. Elf Stück sind laut Tradition notwendig, denn ohne die weißen Tupfer ist der Himmelsbote keine Echtheit. Seit der Gründung der Manufaktur im Jahr 1915 hat sich an der Fertigung der berühmten Figuren fast nichts verändert. Mit dezenten Rundstäben aus Fichten- oder Buchenholz wird das Körpergerüst gebildet. Ärmchen, Beinchen, Löckchen und Instrumente verwandeln die Formen zu richtigen Himmelsboten. Schließlich werden die Mini-Staturen in große Fässer mit weißer Anstreichfarbe eingetunkt, wo sie dann ein paar Tage trocknen. Danach bekommen die Häupter der kleinen Engel eine brünette oder blonde Farbe. Die Röckchen und Säume werden ebenfalls koloriert. Das Bemalen ist der anspruchsvollste Teil der Herstellung, jeder Arbeitsschritt wird mit akribischer Genauigkeit ausgeführt. Das kleinste Teil, das je produziert wurde, war das Altoboe-Mundstück, das die Größe eines Stecknadelkopfes hat. Veränderung kommt dank des …