Alvar Aalto ist die berühmteste Figur finnischen Designs sowie Erfinder der Designkollektion extravagant geschwungener Vasen.
Die ungewöhnliche Vase wurde erstmals im Jahr 1936 für einen Designwettbewerb der Glasfabriken Karhula und iittala entworfen und dann im Folgejahr auf der Pariser Weltausstellung vorgestellt.
Ikonisches Objekt mit Wellenform: Vase von Alvar Aalto
Die Vase entstand in Zusammenarbeit mit seiner Frau Aino Aalto, die ihrem Mann den berühmten smaragdgrünen Farbton vorschlug.
Zur Entstehungsgeschichte dieses Kultobjektes gibt es mehrere Theorien. Eine davon ist, dass die ursprüngliche Form die zerklüftete Landschaft Finnlands mit seinen Tausenden von Seen symbolisiert. Es gibt auch eine Theorie, dass Aalto für den Designwettbewerb 1936 Hunderte von Bleistiftskizzen einer Vase entwickelte, von denen eine auf einem authentischen Outfit namens „Lederhose einer Eskimofrau“ basierte.
„Die größte Gefahr der modernen Architektur ist der Bazillus der Monotonie“, sagte einst Alvar Aalto – was auch ein Grund für seine asymmetrischen Wellenformen sein kann.
Legendärer Designer: Alvar Aalto
Die Vasenkollektion wird auch heute noch von der finnischen Glasfabrik iittala in den unterschiedlichsten Ausführungen produziert. Derzeit stehen 7 Größen zur Auswahl und die Farbpalette umfasst viele Nuancen: moosgrün, regenblau, leinen, dunkelgrau, opalweiß, klar, cranberry, amethyst, seeblau, wassergrün.
Jede Vase ist handgefertigt aus mundgeblasenem Glas. In der Produktionsphase durchläuft eine Vase sieben Meister, 12 Arbeitsschritte, die Herstellung erfordert 30 Arbeitsstunden und die Temperatur beträgt nicht weniger als 1100 Grad Celsius. Dank der manuellen Herstellung gilt jede produzierte Vase im Gegensatz zu Vasen anderer Hersteller als Unikat.
Das ansehnliche Designobjekt wurde „Savoy“ genannt, da dieses ein Teil der Innenausstattung des gleichnamigen Hotels und Restaurants in Helsinki war, mit der Alvar Aalto 1937 beauftragt war. Die Aalto-Vase eignet sich nicht nur für Blumen, sondern auch als Stiftebecher oder als Obstschale.
Lakrids by Bülow wurde 2007 von Johan Bülow gegründet. Johan widmete seine Leidenschaft der in Skandinavien sehr beliebten Süßigkeit Lakritz. Im Jahr 2007 kochte er sein erstes eigenes Lakrids-Produkt und eröffnete zudem den ersten eigenen Laden in Svaneke auf Bornholm. Er schaffte es durch den starken Geruch, viele Kunden auf sich aufmerksam zu machen, wodurch bereits zwei Stunden nach Ladeneröffnung alles ausverkauft war.
Johan gründete außerdem 2008 seine erste Fabrik, um mehr und noch professioneller Lakrids zu produzieren. Lakrids Nummer 1 – 4, Sorten mit purer Lakritze, wurden dort ebenfalls hergestellt. 2009 hatte Johan die bahnbrechende Idee, Lakrids mit Schokolade zu überziehen und es auf den Markt zu bringen. Ein Produkt, das es bis dahin nicht gab und sich seitdem wachsender Beliebtheit erfreute – bis heute!
Die erste Lakrids-Praline mit Schokolade war Lakrids A. Zunächst waren viele skeptisch, doch bald hatte Lakrids A zahlreiche Liebhaber. Süßes Lakritz, erlesene Vollmilchschokolade und feines Lakritz Pulver kennzeichnen dieses Produkt.
Wir bieten Ihnen in unserem Shop sechs Lakritz Sorten mit verschiedenen Geschmacksrichtungen an. Die köstlichen Lakrids Produkte sind jeweils in small und regular erhältlich.
Auch Nachhaltigkeit spielt für Lakrids by Bülow eine Rolle. Die Produktion läuft seit 2020 zu 100% Nachhaltigen Energiequellen und die Verpackungsdosen werden recycelt. Die Zutaten der Produkte kommen ursprünglich aus Kenia, Madagascar und einer kleinen Farm in Dänemark, wodurch die Natur der wichtigste Lieferant für Lakrids by Bülow ist.
Um noch mehr über Lakrids zu erfahren hatten wir am 19. August 2021 Besuch von unserem Lakrids Salesmanager Felix Joseph, der uns eine interessante Schulung über die dänische Firma gab. Neben Geschichte und Entwicklung von Lakrids standen vor allem die verschiedenen Geschmackrichtungen im Vordergrund, die wir auch probieren durften. So machen Schulungen Spaß!
Lakrids-Experte: Felix Joseph
Auch die Süßholzwurzel, das Grundprodukt für alle Lakrids-Sorten, hatte Felix zum tieferen Verständnis der Lakrids-Produkte mitgebracht. Vorgestellt wurden neben den beliebtesten Produkten auch die jährlich mit Spannung erwarteten Limited Editions. Dazu gehören auch die ab sofort bei uns erhältlichen Winter-Editionen CLASSIC und GOLD. Doch natürlich wurde nicht nur genascht und probiert, die Azubis nutzten die Schulung auch, um Fragen zu stellen.
Sie möchten auch in den Genuss der dänischen Lakritzpraline kommen? Besuchen Sie uns gerne im Geschäft oder bestellen Sie Ihre Lieblingssorte gleich online.
Beliebteste Lakrids by Bülow Sorte: CLASSIC mit Salzkaramell
Porzellanschüssel beim umweltfreundlichen Porzellanbrand
Die Bedeutung des Klima- und Umweltschutzes gewinnt immer mehr an Gewicht. Wir sollten bewusster leben, unser Verhalten nicht nur hinterfragen, sondern auch ändern. Wir sollten zudem auch unseren Umgang mit Gebrauchsgegenständen hinterfragen.
Nachhaltigkeit ist nicht nur für den Verbraucher, sondern auch für den Hersteller besonders wichtig. Als besonders nachhaltiges Material gilt Porzellan. Studien zeigen, dass Porzellan im Hinblick auf Rohstoffe, Produktionsprozesse, Logisik und Entsorgung eine höhere Nachhhaltigkeit aufweist im Vergleich zu Pappe, Plastik oder Bambus.
Im Bezug auf Wasser-und Ressourcenverbrauch weist Porzellan ebenfalls ein klimaneutraleres Verhalten auf, als andere Rohstoffe. Porzellan hat schon ab der zehnten Verwendung eine bessere Umweltbilanz. Außerdem hat die Porzellanmasse wenige natürliche Rohstoffe ohne chemische Zusätze. Beim Brand der Keramik wird in den letzten Jahren durch Einsatz von thermischen Energien der Energieverbrauch erheblich gesenkt.
Auch durch die Weiterentwicklung von Technologien soll der CO2 Ausstoß reduziert werden. Dazu zählen moderne Schnellbrandtechnologien, leichtere Brennhilfsmittel und auch das Herausfiltern von Fluor. Während der Porzellanherstellung werden Roh-und Zwischenprodukte recycelt.
Mit gutem Beispiel voran geht hierbei die seit über 50 Jahren bestehende traditionelle Porzellanmanufaktur Dibbern. Alle Produkte werden von Hand seit 1814 im bayerischen Hohenberg hergestellt. In den Unternehmenswerten von Dibbern ist ein schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen verankert. Dibbern verzichtet auf kurzlebige Trendprodukte und setzt auf zeitloses, nachhaltiges Design.
Während der Produktion wird überschüssige Rohmasse und Glasur aufgefangen und in den Produktionskreislauf zurückgeführt, um Rohstoffe nicht zu verschwenden. Außerdem wird die Abwärme, die beim Brennen des Porzellans von den Porzellanöfen abgeht genutzt, um die gesamte Produktionsstätte zu beheizen. Der Porzellanbruch, der entstehen kann, wird von Dibbern kostenneutral der Industrie und dem Straßenbau zur Verfügung gestellt.
Es lohnt sich also in Zukunft auf langlebiges und in Deutschland produziertes Geschirr zu setzen.
Porzellanbruch wird bei Dibbern selbstverständlich recycelt.
Kunsthandwerk in Vollendung: Prachtvolle Tische von Reflections Copenhagen
Funkelnd und fesselnd: Erleben Sie die einzigartige Kombination aus dänischem Design und ausgefallenem Kristallglas!
Reflections Copenhagen wurde 2015 von den beiden dänischen Designerinnen Julie Hugau und Andrea Larsson gegründet. Zusammen haben sie hochwertige Materialien mit experimentellen Designs kombiniert und ein außergewöhnliches Sortiment erschaffen. Im Fokus der Designerinnen stehen die prachtvollen Licht-Reflektionen ihrer Kreationen.
Entstanden ist die Design-Idee aus dem Bedürfnis der Designerinnen, von den klassischen Farben und Formen heutiger Einrichtungsstile abzuweichen. Etwas Neues zu kreieren, bei dem die Einzigartigkeit und Qualität der Produkte im Mittelpunkt steht. Und dass es sich bei Reflections Copenhagen nicht um gewöhnliche Dekorationsobjekte handelt, wird schon an der geometrischen Formgebung sowie den schimmernden Farben deutlich.
Im aufwendigen Kristallschliffverfahren wird jedes einzelne Stück zum Unikat. Das gesamte Sortiment von Reflections Copenhagen wird in einer kleinen Traditionsmanufaktur kunsthandwerklich hergestellt.
Es entstehen exquisite Kunstobjekte, wahre Schmuckstücke aus Kristallglas, die bereits weltweit von einer großen Fangemeinde des dänischen Premium-Labels geschätzt werden. Sammlerstücke, die durch ihre Eleganz & ihren ganz speziellen Charakter begeistern.
Auch Nachhaltigkeit spielt für Reflections Copenhagen eine wichtige Rolle. Es geht den beiden Gründerinnen vor allem darum, bewusster und qualitativer zu konsumieren. Durch den aufwändigen Herstellungsprozess und die reine Verwendung besonders hochwertiger Materialien sind die zeitlosen Kristallglas-Wohnaccessoires dafür gemacht, Generationen zu überdauern.
Die Lichtreflexionen der kreativ gestalteten Objekte lassen zauberhafte Schattenspiele entstehen und setzen jeden Blumenstrauß noch kunstvoller in Szene.
Ausdrucksstarke Vasen dank kreativem Design
Neuheiten: Kerzenhalter
Verschönern Sie Ihr Zuhause mit hochwertigen Kerzen- und Teelichthaltern des dänischen Premium-Labels. Im Fokus steht bei dieser Kollektion die Funktionalität. Gerade im Winter sorgen die Reflektionen für wundervolle Lichtmuster.
Funkelnd: Teelicht- und Kerzenhalter von Reflections Copenhagen
Neuheiten: Gläser
Die neue Glaskollektion ergänzt das Sortiment um sechs neue Trinkgläser. Die hochwertigen Gläser von Reflections Copenhagen setzen einen raffinierten Akzent für Ihre Partys und bringen Freude in den Alltag. Inspiriert ist die Kollektion von antiken englischen Glaswaren.
Glaskunst mit antiken Wurzeln: Die neue Trinkglas-Kollektion
Wer kennt es nicht, wenn die warmen und lauen Sommernächte wieder beginnen, man sich aber verzweifelt nach einer angenehmen, dünnen Decke umschaut?
Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich eine neue Decke namens Breezyblanket von Relaxound auf meiner Arbeit vorfand und diese von Chefin Inna zum Testen mitnehmen durfte. Durch die einfach gehaltene und dennoch edel anmutende Verpackung aus stabiler Pappe lässt sich die zusammengefaltete Decke, mit Stoffbändchen liebevoll zusammengehalten, mit einer gewissen Vorfreude einfach herausnehmen.
Liebevolle Details: Die Breezyblanket überzeugt auch mit ihrer Verpackung
Beim Auseinanderfalten der schieren Größe von 225cm x 250cm und mit einem Gewicht von 1350g hat es mich zunächst einmal echt umgehauen, wie leicht und dennoch angenehm glatt die Breezyblanket sich auf der Hand anfühlt. Da ich ein überzeugter Träger von echter Naturfaser bin, kommt diese aus 100% Baumwolle hergestellte Sommerdecke genau zur richtigen Zeit. Denn wer möchte sich mit einer alternativen Decke mit Polyester-Anteil zudecken? Meinen Ansprüchen genügt es jedenfalls nicht.
Die dünne Breezyblanket ist auch in den Größen 220cm x 150cm (klein, 875g) und 220cm x 330cm (groß, 1650g) erhältlich. Mir persönlich reicht diese mittlere Größe für den alltäglichen Gebrauch, egal, ob ich damit auf meinem Sofa verweile oder sie zum Schlafen verwende. Es ist eine gute Tagesdecke für jede Gelegenheit.
Die Breezyblanket ist in drei Größen und Farben erhätlich
Bei genauer Hinblick sehe ich eine bunte und liniengezogene Musterung auf der weiten weißen Fläche, umsäumt mit einem mango-gelben Rand. Bei den anderen Größen gibt es den Rand auch alternativ in mintgrün oder aqua-blau. Mit solch schönen Pastellfarben aus orange, gelb und pink im Feld verspüre ich eine gelassene Stimmung, welche diese Tagesdecke ausstrahlt und passt auch gut zu der derzeitigen sonnigen Wetterlage im Norden Deutschlands.
Mit der dreilagigen Baumwollschicht liegt diese Decke angenehm kühlend auf der Haut und umhüllt mich mit einem wohligen Gefühl der Sicherheit, denn nicht jeder kann einfach so ohne Decke schlafen. Genauso wenig komme ich damit ins Schwitzen oder muss gar ein Bein schutzlos rausschauen lassen. ?
Drei feine Schichten aus Baumwolle verhindern Wärmestaus
Die Breezyblanket ist fair produziert und stammt aus einem traditionellen Handwerksbetrieb in Indien. Aufgrund der gut verarbeiteten Nähte und der hochwertig-leichten Baumwolle hat sie mich überzeugt, noch eine weitere kleine Decke für die Veranda und für unterwegs, zum Beispiel am Deich, mit meiner Freundin zuzulegen. Stets griffbereit liegt die Breezyblanket in meiner Nähe, denn kuschelige Momente lassen den hektischen Alltag schnell vergessen.
„Ecume“ ist eine der bekanntesten Serien von Bernadaud. Die feine Prägung soll an den feinen Schaum am Strand erinnern, der angespült wird.
Die Anfänge von Bernardaud in Limoges
Bernadauds Geschichte begann in Limoges, einer kleinen Stadt in Frankreich am Fluss Vienne. Die Stadt ist seit jeher für die Herstellung von Porzellan bekannt. Die Herstellung von Hartporzellan in Limoges begann, nachdem 1771 in der wirtschaftlich angeschlagenen Gegend von Saint-Yrieix-la-Perche, in der Nähe von Limoges, Kaolin entdeckt wurde – ein Hauptbestandteil von Porzellan.
Limoges-Porzellan, auch „Das weiße Gold Frankreichs“ genannt, ist trotz der leichten Transparenz ein Hartporzellan. Es ist strahlend weiß, transparent, jedoch extrem robust und widerstandsfähig. Es besteht im Unterschied zu Weichporzellan aus einem höheren Anteil an Kaolin. Weitere Bestandteile des Limoges-Porzellan sind Feldspat und Quarz.
Vor 150 Jahren gab es eine große Nachfrage nach Porzellangeschirr, weshalb 1863 eine Fabrik in Limoges errichtet wurde. In dieser Fabrik arbeitete ein bis dahin noch unbekannter Lehrling mit dem Namen Leonard Bernardaud. Bernardaud stach durch seine handwerklichen Fähigkeiten und sein präzises Auge hervor und wurde nach zwanzig Jahren zum Verkaufsleiter und Teilhaber ernannt. Im Jahr 1900 übernahm die Firma dann seinen Namen, unter welchem sie bis heute bekannt ist.
Bernardaud = Qualität
Bernardaud steht nach wie vor für aufwendige Handarbeit und höchste Verarbeitungsqualität. Auch in fünfter Generation sollen weiterhin technische Fähigkeiten bewahrt, Offenheit für Innovation gefördert und Kreativität vorangebracht werden.
Bernadaud „Lithophanien“- ein besonderes Lichterspiel
Bernardauds Designs
Kreativität bedeutet für Bernadaud besondere Dekore, aber auch einzigartige Formen und Strukturen aus Limoges-Porzellan. Das bekannte TafelserviceEcumeist das beste Beispiel dafür. Der Rand des Service soll durch seine Struktur an den Schaum erinnern, der am Strand angespült wird.
Ein weiterer Klassiker der Manufaktur ist die Bernardaud Lithophanie. Das besondere an den Lithophanien sind die fein gearbeiteten Reliefbilder, die aus Biskuitporzellan gearbeitet wurden. Wo das Porzellan dünner ist, dringt mehr Licht hindurch, in Bereichen mit höherer Wandstärke, weniger Licht. Es ensteht so ein wunderschönes Licht- und Farbenspiel.
Das Bernardaud Porzellan Sortiment besteht aus Klassikern bis hin zu modernen Designs, die aus Zusammenarbeiten mit bekannten Künstlern entstanden sind. Bernardaud verarbeitet klassisch glasiertes Porzellan, aber auch unglasiertes Biskuitporzellan. Oftmals veredelt Bernadaud seine Porzellanstücke mit Platin oder Gold. Bis heute ist Bernardaud einer der bekanntesten Hersteller von Limoges-Porzellan und kann stolz auf seine 150-jährige Geschichte zurückblicken.
Von der handwerklichen Metallverarbeitung zur international anerkannten Designschmiede: Das 1921 am beschaulichen Ortasee im Piemont gegründete Unternehmen Alessi steht heute für Design der Extraklasse. 2021 jährt sich die Gründung zum hundertsten Mal. Grund genug, einen Blick auf Alessis Geschichte und seine Jubiläumskollektion zu werfen
Ob Philippe Starck, Michael Graves oder Ettore Sottsass. Die Liste renommierter Designer, Architekten und Künstler, die mit Alessi zusammen gearbeitet haben oder es bis heute tun, ist lang. Zahlreiche Produkte sind mittlerweile nicht nur reine Haushaltsgegenstände, sondern durch ihre einzigartige Gestaltung längst zu Designikonen aufgestiegen. Weltweit zieren zahlreiche Alessi Objekte die Schaukästen von Museen. Doch der Weg dahin war lang.
Am Anfang war die Metallverarbeitung
Traditionell war die Region rund um das piemontesische Städtchen Omegna durch das Metallhandwerk geprägt. Und so verwundert es wenig, dass auch Giovanni Alessi und sein Bruder 1921 ihre Metallwarenfabrik und Gießerei gründeten. Damals übrigens noch unter der Firmierung Fratelli Alessi Omegna. FAO, so die Kurzform, produzierte zunächst noch Messingknäufe, weitete das Produktsortiment jedoch alsbald aus. Auch Kannen, Tabletts oder Zuckerdosen – also Waren, die bis heute im Alessi-Sortiment zu finden sind – aus Messing oder Kupfer, teils versilbert oder verchromt, waren schnell weithin bekannt und gefragt.
Anfang der 1930er Jahre stieg Carlo Alessi ins Unternehmen ein, Giovannis Sohn. Der gelernte Industriedesigner erahnte, dass sich Edelstahl als verarbeitendes Material durchsetzen würde. Er baute dementsprechend die Fertigung um, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend von handwerklicher auf industrielle Produktion umstellte. Carlo übernahm 1945 zudem die Geschäftsleitung vom Vater und entwickelte Alessi kontinuierlich weiter. Bereits in den 1950er Jahren belieferte die italienische Firma internationale Restaurants und Hotels mit ihren Edelstahl-Produkten. In dieser Zeit entstanden zudem zahlreiche Objekte, die heute zu wahren Designklassikern zählen, darunter der 1948 entworfene Drahtkorb 826.
Designikone aus Draht: Obstkorb 826 (Foto: www.alessi.com)
Alberto Alessi und seine Designschmiede
Wurde bereits ab den 1950 Jahren verstärkt mit externen Designern zusammen gearbeitet, führte Alberto Alessi diese Partnerschaften auf ein ganz neues Level. Alberto, der 1970 in die Firma einstieg, engagierte schnell renommierte Designer und verwandelte das Unternehmen seines Großvaters vom kunsthandwerklichen Betrieb in die von ihm gedachte Designfabrik – die Alessi bekanntlich bis heute ist. Die Zusammenarbeit mit Legenden, wie Ettore Sottsass, Richard Sapper, Alessandro Mendini oder Achille Castiglioni machte Alessi endgültig international bekannt und verstärkten das Image der Designschmiede.
9091 FM: Ikonischer Alessi Wasserkessel von Richard Sapper
Alessi Values Collection
Über die Jahrzehnte sind so tausende Produkte ins Alessi-Sortiment gelangt. Viele davon, es lässt sich nicht oft genug betonen, sind zu Designklassikern und gefragten Kultobjekten avanciert. Um dies angemessen zu feiern, hat Alessi im Mai 2021 die sogenannte Values Collection lanciert. Über ein ganzes Jahr hinweg stellt die italienische Firma jeden Monat aufs Neue einen bestimmten Wert, ein bestimmtes Motto ins Rampenlicht. Heraus kommt so eine kuratierte Sammlung an Sondereditionen aus dem Alessi-Archiv, die in die Firmengeschichte eingegangen sind – darunter teils bisher unveröffentliche Objekte.
Gleich zu Beginn im Mai stellt Alessi jenes Handwerk in den Mittelpunkt, das eng mit der Ursprungsregion verbunden und neben der Metallverarbeitung weit verbreitet ist: Die Holzbearbeitung. Hierfür wurden die Artikel der von Ettore Sottsass entworfenen Twergi Kollektion, 1989 erstmalig erschienen, ausgewählt. Sie revitalisieren die alte Tradition der Holzbearbeitung an der Drechselmaschine und symbolisieren den Wert des „Industrial Craftmanship“, also des industriellen Handwerks: Bei Alessi werden zwar Maschinen gebraucht, diese werden aber ganz im Sinne des Designers genutzt, sodass die handwerkliche Leistung der Fertigung im Fokus steht. Die Ursprungsfarben der Kollektion, ein sattes Gelb & Rot, wurden dabei um weitere, aufregende Farbkombinationen erweitert. Erhätlich sind beispielsweise die klassische Pfeffermühle, praktische Vorratsgläser und eindrucksvolle Tafelaufsätze.
Schönste Drechsel-Arbeit: Twergi Pfeffer- und Salzmühlen aus Buchenholz im klassischen Rot-Gelb
Sammlerstück: Proust Vase von Mendini
Das Objekt im Juni 2021 hingegen steht ganz im Zeichen der Kunst. Das ist auch genau der Wert, der in diesem Monat präsentiert wird: „Art“. Im Fokus steht dabei die 100% Make-Up Proust Vase, entworfen von Alessandro Mendini, von der ursprünglich zwei Exemplare für die Ausstellung „Italien-Deutschland 4-3 – Fünfzig Jahre Italienisches und Deutsches Design“ in Bonn von Alessi produziert wurden. Im Zuge dieser Exposition entstand zugleich das Projekt „100% Make-Up“, an dem 100 Personen verschiedener künstlerischer Bereiche teilnahmen. Ziel war es, ein Dekor für eben jene Vase zu kreieren, die von Mendini selbst gestaltet worden war. Die Vase Proust ist nun die 101. Vase dieser Kollektion zu Ehren des Alessi Jubiläums.
Limitiert auf 999 Stück, erinnert diese einzigartige Sonderedition der Vase an den französischen Schriftsteller Marcel Proust. Das Dekor ist zudem inspiriert vom ebenfalls von Mendini entworfenen Proust Chair, der das gleiche Muster aufweist. Die Vase selbst besteht aus weißem Porzellan und wird mit einem zapfenförmigen Deckel geschlossen – raffiniertes Detail! Das Dekor entsteht durch das Einbrennen eines farbechten Abziehbildes. Sockel und Deckel sind mit handaufgelegtem Echt-Gold verziert, das gebrannt und gebürstet wird. Ein wahres Meisterwerk – gedacht für Kunst-Liebhaber und Sammler edler Designobjekte.
Goldenes Sammlerstück: Die Alessi Proust Vase ist auf 999 Stück limitiert
Nach den ersten beiden Monaten der Alessi 100 Jubiläumskollektion dürfen wir also höchst gespannt sein, welche großartigen Objekte aus dem Alessi-Archiv uns noch erwarten. Die bisherigen Sondereditionen machen jedenfalls bereits Lust auf mehr!
Dass die italienische Designschmiede aus dem piemontesischen Omegna zeitlose Alltagsobjekte herstellt, sollte anhand der bisherigen 100-jährigen Geschichte Alessis reichlich bewiesen worden sein. Oder um es mit den Worten von Alberto Alessi zu sagen:„Gutes Design ist für die Ewigkeit.“
Kaum ein Schlagwort ist derzeit in aller Munde, wie dieses: Nachhaltigkeit. In Zeiten von global gewachsener Umweltverschmutzung und Klimanotständen ist bei vielen das Bewusstsein für einen ökologisch verträglicheren Lebensstil gewachsen. Über die Reduzierung von Plastik und Einsparung von CO2 wird hinlänglich diskutiert. Doch auch Veränderungen auf dem Esstisch dienen der Nachhaltigkeit.
Wer uns kennt, weiß: Wir lieben das Handwerk und mit viel Passion zum Produkt und Material hergestellte Designklassiker. Zeitlos schöne Ware, die seit Jahrzehnten besteht und weltweit beliebt ist. Na, was fällt euch hier auf? Richtig! Wir reden hier über Nachhaltigkeit.
Design. Geschaffen für Generationen
Begreifen wir nachhaltiges Leben grob definiert als eine Handlungsweise, die ressourcenschonend und ökologisch angemessen ist, um so den derzeitigen Zustand unserer Umweltsysteme zu erhalten oder gar zu verbessern, dann finden wir dieses Muster auch bei handwerklich hergestellten Produkten. Denn schon ihre Produktionsweise ist auf einen Grundaspekt von Nachhaltigkeit angelegt: Langlebigkeit. Die Verwendung von hochwertigen Materialien und die sorgsame, händische Herstellung garantiert nicht nur eine lange Nutzungsdauer und viel Freude am Produkt, sondern auch eine sparsame Verwendung von Ressourcen. Als Paradebeispiel dient hier Silberbesteck. Einmal produziert, bietet es – bei geringem Pflegeaufwand – über Generationen hinweg ein exklusives Tischkultur-Erlebnis.
Ein weiteres Beispiel ist die ikonische Stelton Isolierkanne EM77. Die Kanne mit dem patentierten Kipp-Verschluss, bereits 1977 von Erik Magnussen entworfen, hat sich durch ihren hohen Wiedererkennungswert und ihr schlichtes Design bei gleichzeitig hoher Funktionalität einen Stammplatz auf etlichen Tischen von Skandi Design-Fans rund um die Welt erspielt. Und auch hier gilt: Die EM77 wird über Jahrzehnte hinweg benutzt und gepflegt. Sollte dennoch mal etwas kaputt gehen, sorgen Stelton Ersatzteile dafür, dass ein kompletter Neukauf nicht nötig ist und Ressourcen gespart werden. Die Verwendung von Ersatzteilen ist übrigens auch bei anderen Marken & Manufakturen Gang und Gäbe. So bietet beispielsweise Alessi Ersatzteile für Kaffeezubereiter, Zitronenpresse, Wasserkocher und Co.
Stelton EM77 Isolierkanne: Designklassiker seit 1977.
Neben der Langlebigkeit, rückt auch ein anderer Aspekt wieder mehr in den Fokus: Die Wertschätzung von Produkt & verwendetem Material. Wir erleben ein gesellschaftliches Umdenken. Weg von der „Weg-werf-Kultur“ (Stichwort To-Go-Becher), hin zu wiederbenutzbaren und hochwertig prodzierten Waren. Gerade das Interesse an handwerklich hergestellten Produkten, die kleinteilig, detailverliebt und mit Passion angefertigt werden, ist daher auch bei einer jüngeren Zielgruppe gestiegen. Das Motto „Less is more“ trifft hier ins Schwarze: Eine umweltbewusste und gleichzeitig designbegeisterte Käuferschaft legt Wert auf eine hochwertige Verarbeitung mit hohem Design-Faktor, kauft davon weniger und ist bereit, für diese langlebigen Produkte mehr Geld zu investieren. Der schlichte Skandi-Einrichtungsstil, den diese jüngere Gruppe oft favorisiert, ist in dieser Hinsicht selbstverständlich auch von Relevanz. Na, wer von euch erkennt sich wieder?
Wie steht ihr zum Thema Handwerk und Nachhaltigkeit? Schreibt uns gerne eure Meinungen, hier oder auch auf unserem Instagram-Kanal @lotharjohn.
Mettmann in Nordrhein-Westfalen. Kaum zu glauben, aber: Hier hat eine renommierte Manufaktur ihren Sitz. Und darf 2019 bereits auf 60 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. Grund genug, das Traditionsunternehmen mono und seine genialen Designklassiker zu würdigen.
A wie Anfang. So einfach. Und so passend als Beschreibung für das erste Edelstahlbesteck der Marke: mono a. Das schlicht und aufs Wesentliche reduzierte Besteck von 1959 begründete maßgeblich den Aufstieg der nordrhein-westfälischen Firma. Die Geschichte hinter mono geht jedoch tiefer, weit über 100 Jahre zurück.
Designtradition. Seit 1895.
1895 beginnt die Geschichte des deutschen Besteckproduzenten mit der Gründung der Britaniawarenfabrik W. Seibel durch Fabrikant Wilhelm Seibel I. Er legte den Grundstein für das Familienunternehmen, das heute in 5. Generation (unglaublich!) erfolgreich geführt wird. 1911 wurde ins hessische Ziegenhain expandiert, wo die Söhne Heinrich und Alfred Seibel den Betrieb übernahmen. Nach zwei Weltkriegen begann ab 1945 der Wiederaufbau, der zunächst aufgrund der steigenden Nachfrage nach Besteck nur eine Richtung kannte: Stets nach oben. Die 1950er Jahre waren hingegen geprägt von der steigenden Konkurrenz aus Spanien und Fernost. Entlassungen waren die Folge, auch der Mettmanner Betrieb musste schließlich geschlossen werden. In dieser schwierigen Situation trat Herbert Seibel auf den Plan: Von Ziegenhain aus, versuchte er die prekäre Lage zu verbessern: Was gelang. Seine Grundgedanke, den strategischen Fokus auf perfekte Qualität und einzigartiges Design zu legen, fruchtete. mono a ist nur das erste von zahlreichen Beispielen gelungener Designobjekte der rheinischen Firma.
mono-a. Prämierter Designklassiker.
Radikal. So lässt sich mono-a passend beschreiben. Denn während in der Nachkriegszeit noch verschnörkelte Muster beliebt waren, setzte Herbert Seibel auf etwas komplett anderes, für die Zeit ganz Neues. Zusammen mit dem jungen Professor Peter Raacke, Dozent für Industriedesign an der Hochschule für Gestaltung Kassel, entwickelten die beiden den bis heute bekannten Designklassiker. Schlicht, sachlich, hergestellt aus industriellem Edelstahl. Das war mono-a. Sorgte es zunächst bei Händler und Konkurrenz aufgrund seiner reduzierten Formgebung noch für Irritation und gar Spott, gewann das mono Besteck 1973 mit dem Bundespreis „Gute Form“ die erste Auszeichnung. Einer, der noch zahlreiche folgen sollten.
mono-a: „Ein Stück Blech“ sorgte für Furore in der Design-Welt (Bildquelle: mono)
mono Ring. Eine Ikone kehrt zurück
Dass Prof. Peter Raacke nicht nur mit mono-a einen wahren Tischkultur-Hit landen konnte, beweist der nicht minder radikale Entwurf von mono Ring. Ein Besteck das erneut mit bürgerlichen Konventionen brach: Es brauchte keine Schublade und musste nicht eingedeckt werden. Stattdessen hingen alle Besteckteile an einem kreuzförmigen Ständer direkt auf dem Tisch. Immer griffbereit, für jedermann sichtbar und jeder Gast nimmt sich, was ihm beliebt. mono Ring prägte mit seiner unkonventionellen Form für über drei Jahrzehnte den Markt – und fand bereits fünf Jahre nach Entstehung seinen Weg ins Museum of Modern Arts (MoMA) in New York. Eine herausragende Adelung für diesen Besteck-Bestseller!
Nachdem sich die Reinigungsgewohnheiten mit Einführung der Spülmaschine Anfang der 80er grundlegend geändert hatten, erwies sich der Griff der mono Ring Bestecke als nicht mehr geeignet. 1994 wurde die Produktion daher eingestellt. Mit dem Designer Mark Braun gelang es mono 2018, den Klassiker neu aufzulegen. Für ihn war es eine reizvolle Herausforderung, sich in die spannende Historie von mono Ring zu stürzen und ihm einen an die heutigen Anforderungen angepassten Look zu verpassen. In der Form überarbeitet und mit einem mit neuester Forschung entwickeltem Griff ist mono Ring nun in fünf zeitgemäßen Farben zurück. Ein überzeugendes Ergebnis, für das selbst Schöpfer Peter Raacke nach eingehender Prüfung lobende und anerkennende Worte fand. Doch ein Merkmal musste auch bei der Wiedereinführung unangetastet bleiben: Der Platz von mono Ring ist weiterhin mitten auf dem Tisch. Erfolgreiche Charakteristika sollten eben bestehen bleiben.
Sichtbar für jeden Gast auf dem Tisch: mono Ring Besteck mit Ständer (BIldquelle: mono)
mono Classic. Eine „Teevolution“
Neben Besteck, haben auch Entwürfe für Teekannen den Erfolg von mono mitbegründet. Wie könnte es anders sein, als diese Produkte durch einen passionierten Teetrinker entwickelt wurden? Tassilo von Grolman heißt jener Mann, der 1983 mit mono Classic (bis dahin) bestehende Probleme der Teezubereitung aus der Welt schaffte. Bis dahin gebräuchliche Tee-Eier, Teebeutel oder enge Teesiebe boten dem Aroma keinen Raum zur Entfaltung. Die „englische Methode“, bei der der lose Tee in der Kanne aufgegossen wird, sorgt zwar für Entfaltung des Aromas, aber nach einiger Zeit durch das längere Ziehenlassen auch für unangenehme Bitterstoffe. Die mono Classic Teekanne vereint durch seine Symbiose aus Form und Funktion die Vorteile dieser Methoden. Die aus feuerfestem Glas bestehende mono Kanne fasst ein beinahe gleichgroßes Sieb aus stabilem, rostfreiem Edelstahlgewebe, wodurch sich das Aroma der Teeblätter optimal entfalten kann. Ein Objekt, das sowohl bei Design-Fans, als auch bei Tee-Genießern gleichermaßen für Jubel sorgte.
mono Classic Teekanne: Der Beginn einer „Teevolution“ (Bildquelle: mono)
Mit mono Filio ist Tassilo von Grolman sogar noch eine Weiterentwicklung gelungen. Fließendere Formen sorgen für ein dynamisches Design bei gleichbleibender Funktionalität. Ein zauberhaftes Zusammenspiel von Glas und Metall.
mono Filio Teekanne: Zauberhaftes Zusammenspiel von Glas, Metall und Licht (Bildquelle: mono)
Zeitlose Handwerkskunst. Made in Mettmann
Diese drei Beispiele sind nur einige der zahllosen Design-Schätze, die mono in seiner langen Geschichte hervorgebracht hat. Produkte, die durch ihre sorgfältige Herstellung, ihr innovatives Design und die feinen Details längst Kult-Status erreicht haben. Ihr habt Lust bekommen auf einen Designklassiker von mono? Dann schaut doch mal in unserem Onlineshop vorbei und sichert euch eure mono Angebote!